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07.01.2026
13:26 Uhr

Digitale Dollar-Herrschaft: Wie Amerika seine KI-Träume mit Golfstaaten-Milliarden finanziert

Digitale Dollar-Herrschaft: Wie Amerika seine KI-Träume mit Golfstaaten-Milliarden finanziert

Was als technologische Revolution verkauft wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gigantisches Bereicherungsprojekt für die amerikanische Oligarchie. Die Vereinigten Staaten haben sich in eine beispiellose Partnerschaft mit den Golfstaaten gestürzt, die nicht nur die Zukunft der künstlichen Intelligenz bestimmen soll, sondern auch einen neuen Mechanismus zur Aufrechterhaltung der Dollar-Hegemonie etablieren könnte.

Die Hochzeit zwischen Silicon Valley und dem Persischen Golf

Im November unterzeichneten die USA und Saudi-Arabien ihre "Strategische Partnerschaft für Künstliche Intelligenz" – der jüngste Meilenstein einer sich rasant vertiefenden Beziehung. Ein ähnliches Abkommen wurde bereits im Mai mit den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen. Das Ergebnis: Washington hat nun zugestimmt, bis zu 70.000 hochmoderne Nvidia-Chips in diese beiden Länder zu exportieren.

Diese Deals markieren eine dramatische Kehrtwende gegenüber früheren amerikanischen Bemühungen, den Export solcher Technologie zu beschränken – aus Angst, sie könnte in chinesische Hände gelangen. Die Trump-Administration argumentiert stattdessen, diese Vereinbarungen würden "die fortgesetzte amerikanische KI-Dominanz und globale technologische Führerschaft fördern".

Billionen-Investitionen – aber für wen?

Die Abkommen mit Saudi-Arabien und den VAE beinhalten angeblich Billionen-Investitionen in die USA. Doch wer auf Verbesserungen der lokalen Infrastruktur hofft, dürfte bitter enttäuscht werden. Was wir tatsächlich sehen, sind Partnerschaften mit Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Adobe, Qualcomm, Microsoft, AMD, Cisco und Elon Musks xAI. Dazu kommen Investitionen in Rechenzentren samt Flüssiggas-Anlagen und Spezialchemie-Werke zur Kühlung.

Die Dimensionen im Golf selbst sind atemberaubend: Bereits über 3,3 Gigawatt an KI-orientierter Rechenleistung befinden sich in der Pipeline. Die VAE allein errichten einen gewaltigen Fünf-Gigawatt-KI-Campus unter dem Banner "Stargate UAE", dessen erste 200 Megawatt Kapazität 2026 ans Netz gehen sollen. Saudi-Arabien hat parallel 500 Megawatt durch seine staatliche KI-Firma Humain gesichert.

Warum ausgerechnet der Nahe Osten?

Die Golfregion bietet schlicht unschlagbare Vorteile: Während Europa 0,29 Dollar pro Kilowattstunde zahlt und die USA durchschnittlich 0,17 Dollar, liegen die unsubventionierten Stromkosten am Golf bei nur 0,10 Dollar. Geografisch sitzt die Region am Kreuzungspunkt dreier Kontinente mit einem ausgedehnten Unterseekabel-Netzwerk, das vier Milliarden Internetnutzer mit einer Latenz von unter 100 Millisekunden bedienen kann. Hinzu kommt die weltweit größte Entsalzungsinfrastruktur – 40 Prozent des global entsalzten Wassers – sowie ein Staatsfonds-Arsenal von fast fünf Billionen Dollar.

Die Vision einer neuen Dollar-Hegemonie

Hinter der KI-Partnerschaft verbirgt sich eine weitaus ambitioniertere Agenda: die Etablierung einer Stablecoin-basierten Dollar-Vorherrschaft. Die Logik dahinter ist bestechend einfach – wer amerikanische Chips nutzt, soll auch in Dollar abrechnen. Vizepräsident J.D. Vance formulierte es unmissverständlich: "Amerikanische KI-Technologie soll weltweit der Goldstandard bleiben."

Die VAE haben sich derweil zur Krypto-Hauptstadt der Welt entwickelt und dienen als Blaupause für das, was amerikanische Oligarchen gerne auch zu Hause sähen: regulierungsfrei, mit praktisch unbegrenztem Staatskapital, niedrigen Steuern und einer Techno-Monarchie an der Spitze.

Korruption in beispiellosem Ausmaß

Die Bereicherungsmöglichkeiten sind grenzenlos. "Digitale Vermögenswerte" sollen mittlerweile "einer der größten, wenn nicht der größte" Einkommensstrom für die Trump-Familie sein. Eric Trumps World Liberty Financial hat einen Zwei-Milliarden-Dollar-Deal mit der staatlichen VAE-KI-Investmentfirma MGX abgeschlossen, die Rechte am Trump-Stablecoin USD1 besitzt.

MGX nutzt diesen für Milliarden-Transaktionen auf Binance – jener Börse, deren Gründer Changpeng Zhao 2023 wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung schuldig gesprochen wurde und im Oktober eine Begnadigung von Trump erhielt. Ein bemerkenswerter Kreislauf, der die Grenzen zwischen Staatsführung und persönlicher Bereicherung vollständig verwischt.

Privatisierte Geldschöpfung ohne Kontrolle

USD1 funktioniert als privatisiertes Währungsinstrument: offshore ausgegeben, mit US-Staatsschulden besichert und kontrolliert nicht von einer Zentralbank, sondern von einer Trump-Familienfirma, einer Golf-Monarchie und einem Kartell krypto-basierter Oligarchen. Das Publikum trägt die Schulden, die Oligarchen ernten die Renditen. Dies ist keine bloße Deregulierung – es ist finanzielle Souveränität, ausverkauft und tokenisiert.

Ein fragiles Kartenhaus

Die Probleme mit diesem Plan sind zahlreich: die KI-Blase, ökologische Grenzen, die Tatsache, dass all diese Infrastruktur im nahöstlichen Pulverfass errichtet wird – einschließlich der zunehmenden Spannungen zwischen den VAE und Saudi-Arabien. Doch solange die Geldströme fließen, scheint niemand in Washington oder Riad diese unbequemen Fragen stellen zu wollen.

Was bleibt, ist das Bild einer amerikanischen Außenpolitik, die sich vollständig den Interessen einer kleinen Elite untergeordnet hat – während man dem Volk erzählt, es gehe um technologische Führerschaft und nationale Sicherheit. George Carlin hätte seine helle Freude an diesem "großen Club" gehabt, zu dem der normale Bürger selbstverständlich keinen Zutritt hat.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen, Stablecoins oder andere digitale Vermögenswerte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Jeder Anleger ist für seine eigenen Entscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Investition unabhängige professionelle Beratung einholen.

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