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13.01.2026
13:07 Uhr

Diplomaten-Spott: Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes rechnen mit Baerbock und Habeck ab

Diplomaten-Spott: Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes rechnen mit Baerbock und Habeck ab

Was für ein köstliches Zeitdokument! Im Mitarbeitermagazin „internAA" des Auswärtigen Amtes ist ein Schmähgedicht aufgetaucht, das die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock und den früheren Vizekanzler Robert Habeck in einer Weise aufs Korn nimmt, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Unter dem vielsagenden Titel „Ken & Barbie" haben offenbar frustrierte Beamte ihrem Unmut über die grüne Doppelspitze freien Lauf gelassen.

Feministische Außenpolitik als Lachnummer

Die Verse treffen ins Mark dessen, was viele Bürger längst empfinden. „Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht", heißt es in einer Strophe. Damit wird jene sogenannte feministische Außenpolitik aufs Korn genommen, die Baerbock zu ihrem Markenzeichen erhob und die von Kritikern stets als realitätsferne Ideologie belächelt wurde. Dass ausgerechnet die eigenen Mitarbeiter im Ministerium diese Einschätzung offenbar teilen, dürfte der ehemaligen Ministerin kaum schmecken.

Auch Robert Habeck bekommt sein Fett weg. Der einstige Kinderbuchautor wird als „Kinderschreck" bezeichnet, seine Wirtschaftspolitik mit einem „schlechten Buch" verglichen. Eine treffendere Metapher für das Chaos, das der grüne Wirtschaftsminister in der deutschen Industrie angerichtet hat, lässt sich kaum finden. „Ein Land, das sucht, das strebt, fragt sich, wohin der Weg nun geht" – diese Zeilen fassen die Orientierungslosigkeit zusammen, die viele Deutsche während der Ampel-Jahre empfanden.

Hochglanzschminke und ergaunerte Posten

Besonders pikant sind die Anspielungen auf Baerbocks kostspielige Visagisten-Ausgaben. „Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar, immer perfekt gewellt", spottet das Gedicht. Die Außenministerin „hatte die Menschen, nicht mehr im Blick" – eine vernichtende Bilanz aus dem eigenen Haus. Ihre berüchtigten Versprecher und rhetorischen Aussetzer werden als „Hochglanzreden, ohne Geschick" charakterisiert.

Der unrühmliche Abgang Baerbocks nach New York findet ebenfalls Erwähnung. Bekanntlich ergatterte sie ihren UN-Posten auf Kosten der eigentlich vorgesehenen Diplomatin Helga Schmid. Das Gedicht kommentiert dies mit beißender Ironie: „Auf zum Big Apple, welch ein Fest, ein Job ergaunert, ganz elegant." Deutlicher kann man den Vorwurf der Vetternwirtschaft kaum formulieren.

Die grüne Friedenspartei auf Abwegen

Auch die außenpolitische Wende der Grünen wird thematisiert. „Ein grüner Baum der Frieden trug, verlor den Pfad, den einst er schlug" – damit wird auf die Transformation der einstigen Friedenspartei zu einer der lautesten Stimmen für Waffenlieferungen angespielt. Eine Entwicklung, die viele traditionelle Grünen-Wähler verstört haben dürfte.

Das Finale des Gedichts lässt an Klarheit nichts vermissen: „So ziehen sie weiter, die beiden, so heiter, wir winken ihnen zu, nun haben wir Ruh." Man kann sich die erleichterten Gesichter in den Fluren des Auswärtigen Amtes förmlich vorstellen.

Ministerium in Schadensbegrenzung

Wenig überraschend sorgte das Gedicht für erhebliche Unruhe. In der Online-Ausgabe des „internAA" wurde der Text mittlerweile durch einen Kasten ersetzt, der von einem „unschönen Fehler" spricht. Die Redaktion habe bereits im Juni 2025 entschieden, das Werk nicht zu veröffentlichen – dennoch erschien es in der Printausgabe. Ein Schelm, wer dabei an bewusste Sabotage denkt.

Das Ministerium teilte mit, die Redaktion des Mitarbeitermagazins entscheide unabhängig über die Inhalte. Der Verfasser bleibt anonym, lediglich das Kürzel „SIGGIG" findet sich als Autorenangabe. Man darf gespannt sein, ob die Identität des mutigen Poeten jemals ans Licht kommt – oder ob er klug genug war, seine Spuren zu verwischen.

Dieses Gedicht ist mehr als nur eine Satire. Es ist ein Zeugnis dafür, dass selbst in den Amtsstuben der Republik die Geduld mit ideologiegetriebener Politik ihre Grenzen hat. Wenn die eigenen Beamten derart deutlich werden, sollte das den Verantwortlichen zu denken geben. Doch Selbstreflexion war noch nie eine Stärke der grünen Führungsriege.

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