
Diplomatische Sensation: Washington und Moskau nehmen militärischen Gesprächskanal wieder auf
Nach Jahren eisiger Funkstille zwischen den Streitkräften der beiden Supermächte zeichnet sich eine bemerkenswerte Wende ab. Die Vereinigten Staaten und Russland haben in Abu Dhabi die Wiederaufnahme ihres militärischen Dialogs beschlossen – ein Kommunikationskanal, der seit Herbst 2021 auf Eis lag. Was zunächst wie eine Randnotiz der Weltpolitik erscheinen mag, könnte sich als wegweisender Schritt für die globale Sicherheitsarchitektur erweisen.
Geheimverhandlungen in den Emiraten
Die Gespräche fanden unter strengster Geheimhaltung statt. An den Verhandlungen nahmen hochrangige Militärs beider Seiten teil, darunter General Alexus G. Grynkewich, der als Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa fungiert. Auch ukrainische Militärvertreter sollen anwesend gewesen sein – ein Detail, das die Komplexität der gegenwärtigen geopolitischen Lage unterstreicht.
Besonders bemerkenswert ist die Zusammensetzung der amerikanischen Delegation: Neben dem US-Sondergesandten Steve Witkoff wirkte auch Jared Kushner mit, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump. Diese personelle Konstellation deutet darauf hin, dass die Trump-Administration dem Dialog höchste Priorität einräumt und auf bewährte Vertrauenspersonen setzt.
Ein direkter Draht zwischen den Generalstäben
Das Europakommando der US-Armee betonte in seiner Mitteilung, dass dieser Kanal einen kontinuierlichen Kontakt zwischen den Streitkräften gewährleisten solle. General Grynkewich verfüge demnach über das Mandat, einen direkten Draht zu Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow zu unterhalten. Das erklärte Ziel: Fehleinschätzungen vermeiden und eine unbeabsichtigte Eskalation verhindern.
Die amerikanische Seite sprach von einem „wichtigen Faktor für globale Stabilität und Frieden". Russland hingegen hat sich bislang nicht offiziell zu der Wiederaufnahme des Dialogs geäußert – ein Schweigen, das verschiedene Interpretationen zulässt.
Die Ukraine-Frage bleibt ungelöst
Offiziell dienen die Gespräche auch dazu, über die Bedingungen einer möglichen Beendigung des Ukraine-Krieges zu verhandeln. Doch hier muss man nüchtern feststellen: Greifbare Ergebnisse blieben bislang aus. Der Konflikt, der Europa seit Jahren in Atem hält und die deutsche Wirtschaft durch Sanktionen und Energiepreisexplosionen schwer belastet hat, scheint einer diplomatischen Lösung noch immer fern.
Während die Ampelregierung in Berlin jahrelang auf eine Eskalationsstrategie setzte und Milliarden an Steuergeldern in die Ukraine pumpte, zeigt sich nun: Die wirklichen Entscheidungen werden anderswo getroffen. In Abu Dhabi, in Washington, in Moskau – aber gewiss nicht in Berlin. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, diese Realität anzuerkennen und deutsche Interessen wieder stärker in den Vordergrund zu rücken.
Ein Paradigmenwechsel in der amerikanischen Außenpolitik?
Die Wiederaufnahme des militärischen Dialogs fügt sich in ein größeres Bild: Die Trump-Administration scheint gewillt, pragmatischere Wege in der Außenpolitik zu beschreiten. Ob dies zu einem dauerhaften Tauwetter zwischen den Supermächten führt oder lediglich ein taktisches Manöver darstellt, wird die Zeit zeigen.
Für Deutschland und Europa bleibt die bange Frage: Werden wir bei den entscheidenden Weichenstellungen überhaupt noch gefragt? Oder haben wir uns durch ideologiegetriebene Politik selbst ins Abseits manövriert? Die Antwort darauf dürfte manchem Berliner Politiker nicht schmecken.

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