
Diplomatischer Eklat: US-Botschaft attackiert Südafrika wegen iranischer Kriegsschiffe in Kapstadt

Die Vereinigten Staaten haben ihren langjährigen, wenngleich zunehmend angespannten Verbündeten Südafrika mit ungewöhnlich scharfen Worten angegriffen. Der Grund: Iranische Kriegsschiffe liegen seit Tagen demonstrativ im Hafen von Kapstadt vor Anker – und das südafrikanische Verteidigungsministerium scheint sich wenig um die Anweisungen der eigenen Regierung zu scheren, die Schiffe nach Hause zu schicken.
Washington verliert die Geduld
Die US-Botschaft in Südafrika fand auf Facebook deutliche Worte, die an diplomatischer Zurückhaltung kaum etwas vermissen ließen: „Südafrika kann der Welt keine Lektionen über ‚Gerechtigkeit' erteilen, während es sich gleichzeitig an den Iran anbiedert." Die Islamische Republik sei ein „destabilisierender Akteur und staatlicher Sponsor des Terrorismus", dessen Einbeziehung in gemeinsame Militärübungen – in welcher Form auch immer – die maritime Sicherheit und regionale Stabilität untergrabe.
Besonders pikant erscheint der Zeitpunkt dieser Marineübung. Die US-Diplomaten wiesen darauf hin, dass Südafrika iranische Sicherheitskräfte willkommen heiße, während diese gleichzeitig iranische Bürger erschießen, inhaftieren und foltern würden, die lediglich friedlich politische Rechte einforderten – jene Rechte, für die Südafrikaner selbst einst so hart gekämpft hätten.
BRICS-Manöver mit brisanter Besetzung
Die einwöchige Marineübung, die Südafrika derzeit ausrichtet, trägt den geradezu ironischen Namen „Will for Peace 2026" – Wille zum Frieden. Was sich hinter diesem friedfertigen Titel verbirgt, dürfte Washington allerdings wenig beruhigen: Es handelt sich um ein BRICS-Flottenmanöver, an dem vornehmlich russische, chinesische und iranische Kriegsschiffe teilnehmen.
„Die Übungen konzentrieren sich auf maritime Sicherheit und sichere Navigation", verkündete die russische Botschaft in Südafrika auf sozialen Medien – eine Formulierung, die angesichts der geopolitischen Spannungen fast schon zynisch anmutet.
Südafrika zwischen den Fronten
Das südafrikanische Verteidigungsministerium reagierte auf die amerikanischen Vorwürfe mit der Ankündigung einer Untersuchung, um die Fakten hinter den „schwerwiegenden Anschuldigungen" zu klären. Verteidigungsministerin Angie Motshekga betonte am Freitag, dass Präsident Cyril Ramaphosas Anweisung an die Iraner, unverzüglich abzureisen, „allen Beteiligten klar kommuniziert" worden sei.
Doch offenbar kam diese Anweisung zu spät – oder wird schlicht ignoriert. Berichten zufolge hatten die iranischen Kriegsschiffe bereits in Kapstadt angelegt, als der Befehl zur Umkehr erteilt wurde. Und sie scheinen es nicht eilig zu haben, wieder abzulegen. Man könnte fast meinen, sie genießen es, die Vereinigten Staaten zu provozieren.
Russland als Vermittler?
Inmitten dieser diplomatischen Verwerfungen telefonierte der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag sowohl mit dem iranischen als auch mit dem israelischen Staatsoberhaupt. Der Kreml bezeichnete dies als Teil seiner „fortgesetzten Bemühungen" zur Deeskalation der Spannungen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dies sei „Hilfe nicht nur für den Iran, sondern für die gesamte Region sowie für die Sache der regionalen Stabilität und des Friedens".
Die Situation verdeutlicht einmal mehr, wie sich die geopolitischen Gewichte verschieben. Während der Westen zunehmend isoliert dasteht, formiert sich mit den BRICS-Staaten ein Gegengewicht, das westliche Hegemonieansprüche offen herausfordert. Für traditionelle Verbündete wie Südafrika wird der Spagat zwischen alten Partnerschaften und neuen Allianzen immer schwieriger – und die Geduld Washingtons scheint endlich zu sein.
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