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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
09:52 Uhr

EU und Indien schmieden Mega-Handelsabkommen – Amerika bleibt außen vor

Während Donald Trump mit seinen erratischen Zollpolitiken die Weltwirtschaft in Atem hält, formiert sich hinter den Kulissen eine neue Handelsordnung. Die Europäische Union und Indien haben nach fast zwei Jahrzehnten zäher Verhandlungen ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet, das die globalen Handelsströme nachhaltig verändern könnte – und die Vereinigten Staaten dabei schlicht übergeht.

Ein Markt von zwei Milliarden Menschen

Das Abkommen, das EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als "historisch" bezeichnete, schafft eine Freihandelszone mit einer Bevölkerung von rund zwei Milliarden Menschen. Der kombinierte Markt umfasst ein Volumen von nahezu 27 Billionen Dollar und repräsentiert etwa 25 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. Von der Leyen, die als Ehrengast bei Indiens Feierlichkeiten zum Tag der Republik in Neu-Delhi weilte, verkündete stolz auf der Plattform X: "Wir haben eine Freihandelszone von zwei Milliarden Menschen geschaffen, von der beide Seiten profitieren werden."

Indiens Premierminister Narendra Modi sekundierte erwartungsgemäß: "Dieses Abkommen wird große Chancen für die Menschen in Indien und Europa bringen." Doch hinter den diplomatischen Floskeln verbirgt sich ein knallhartes geopolitisches Kalkül.

Die Kernpunkte des Abkommens

Das Vertragswerk sieht vor, dass Zölle auf nahezu alle EU-Exporte nach Indien entweder eliminiert oder drastisch reduziert werden. Brüssel schätzt, dass 96,6 Prozent des Wertes europäischer Ausfuhren von Zollsenkungen profitieren werden. Besonders bemerkenswert: Die indischen Zölle auf Kraftfahrzeuge, die bislang bei astronomischen 110 Prozent lagen, sollen auf 10 Prozent sinken – allerdings unter einer Quote von 250.000 Fahrzeugen. Diese Obergrenze ist immerhin sechsmal höher als jene, die Indien den Briten in einem im vergangenen Juli unterzeichneten Abkommen zugestand.

Chemikalien, Maschinen, elektrische Ausrüstung sowie Luft- und Raumfahrtprodukte werden schrittweise von Zöllen befreit. Auch europäischer Wein, Bier und Olivenöl erhalten besseren Marktzugang. Im Gegenzug sollen indische Textilien, Lederwaren, Meeresprodukte, Kunsthandwerk, Edelsteine und Schmuck bevorzugten Zugang zum europäischen Markt erhalten.

Die versteckte Migrationsdimension

Was in den offiziellen Verlautbarungen kaum Erwähnung findet, sorgt bereits für erhebliche Kritik: Das Abkommen enthält ein sogenanntes "Mobilitätsrahmenwerk", das die Beschränkungen für berufliche Reisen zwischen beiden Märkten lockern soll. Kritiker sprechen von einem einseitigen Migrationspfad nach Europa. Auf sozialen Medien kursieren bereits warnende Stimmen, die von einem "Einwanderungsabkommen" sprechen, das potenziell Millionen von Indern ermöglichen könnte, in Europa zu arbeiten und zu studieren.

Die "Common Agenda on Migration and Mobility" – so der offizielle Titel – wird von konservativen Kreisen als weiterer Beleg für von der Leyens fragwürdige Prioritätensetzung gewertet. Während europäische Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten und einer bereits angespannten Arbeitsmarktsituation leiden, öffnet Brüssel offenbar bereitwillig die Tore für ausländische Arbeitskräfte.

Trumps Zollpolitik als Katalysator

Das Timing des Abkommens ist kein Zufall. Nachdem Präsident Trump im vergangenen Jahr 50-Prozent-Zölle auf indische Waren verhängte – unter anderem als Reaktion auf Indiens fortgesetzte Käufe russischen Öls – und gleichzeitig Europa mit Drohungen bezüglich Grönland unter Druck setzte, suchten beide Seiten nach Alternativen zur amerikanischen Dominanz.

Michael Jabri-Pickett, Geschäftsführer von "This Is Dubai", brachte es in einem Interview auf den Punkt: "Es werden Entscheidungen getroffen ohne Amerika. Wir hatten Kanada und China, wir haben den britischen Premierminister, der ebenfalls nach China reist, wir haben dieses Abkommen, das 20 Jahre in der Entstehung war." Die Kombination aus 27 EU-Ländern und Indiens 1,4 Milliarden Menschen repräsentiere nun 25 Prozent des Welthandels.

"Das Problem, das Donald Trump geschaffen hat, betrifft nicht nur die Amerikaner von heute oder die nächsten vier bis fünf Jahre – es betrifft eine oder zwei Generationen."

Die Befürchtung sei nicht nur, was Trump getan habe, sondern dass der nächste Präsident auf völlig andere Weise ebenso unberechenbar sein könnte. Es würde vermutlich zwei oder drei aufeinanderfolgende, konsistente und stabile Präsidentschaften brauchen, damit die Welt wieder Vertrauen in amerikanische Berechenbarkeit gewinne.

Washingtons Reaktion

Finanzminister Scott Bessent gab bereits einen Vorgeschmack auf die amerikanische Sichtweise: "Die USA haben viel größere Opfer gebracht als die Europäer. Wir haben 25-Prozent-Zölle auf Indien verhängt, weil sie russisches Öl kaufen. Und was ist letzte Woche passiert? Die Europäer haben ein Handelsabkommen mit Indien unterzeichnet", erklärte er gegenüber ABC News.

Die Ironie ist kaum zu übersehen: Während Washington versucht, durch Strafzölle Druck auf Handelspartner auszuüben, treiben diese Partner ihre eigenen Abkommen voran – ohne die Vereinigten Staaten. Die Frage, wie das Weiße Haus auf diesen offensichtlichen Affront reagieren wird, dürfte die kommenden Wochen prägen.

Ein Paradigmenwechsel im Welthandel?

Das EU-Indien-Abkommen könnte tatsächlich den Beginn einer neuen Ära markieren, in der die amerikanische Hegemonie im Welthandel zunehmend erodiert. Für Europa bedeutet dies eine Diversifizierung der Lieferketten und eine Verringerung der Abhängigkeit von einem zunehmend unilateral agierenden Washington. Für Indien eröffnet sich der Zugang zu einem der größten Konsumentenmärkte der Welt.

Ob dieses Abkommen tatsächlich die versprochenen wirtschaftlichen Früchte trägt, bleibt abzuwarten. Die Geschichte lehrt, dass Freihandelsabkommen selten alle Erwartungen erfüllen. Doch eines ist bereits jetzt klar: Die geopolitische Landkarte wird neu gezeichnet – und Amerika sitzt diesmal nicht am Kartentisch.

Für deutsche Anleger, die angesichts dieser tektonischen Verschiebungen nach Stabilität suchen, könnten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine sinnvolle Ergänzung des Portfolios darstellen. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und sich wandelnder Handelsströme haben sich diese bewährten Wertanlagen historisch als verlässlicher Vermögensschutz erwiesen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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