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Kettner Edelmetalle
13.04.2026
06:24 Uhr

Europas Fischer am Abgrund: Irankrieg treibt Dieselpreise in die Höhe – halbe niederländische Flotte liegt still

Europas Fischer am Abgrund: Irankrieg treibt Dieselpreise in die Höhe – halbe niederländische Flotte liegt still

Was passiert, wenn geopolitische Konflikte auf eine ohnehin fragile europäische Wirtschaft treffen? Die Antwort lässt sich derzeit in den Häfen der Niederlande besichtigen – und sie ist erschütternd. Mindestens die Hälfte der niederländischen Fischereiflotte liegt still. Nicht wegen Sturm, nicht wegen Fangquoten, sondern weil sich das Auslaufen schlicht nicht mehr lohnt. Der Irankrieg und seine Folgen für die Energiemärkte schlagen mit voller Wucht auf einen der traditionsreichsten Wirtschaftszweige Europas durch.

Wenn die Tankrechnung den gesamten Fang verschlingt

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Durk van Tuinen, Sprecher der niederländischen Fischerunion, schilderte die Lage in drastischer Klarheit: Vor Beginn des Konflikts am 28. Februar hätten die wöchentlichen Treibstoffkosten eines Kutters zwischen 12.000 und 13.000 Euro gelegen. Mittlerweile steuerten sie auf 30.000 Euro zu – eine Summe, die in etwa dem gesamten Erlös entspreche, den ein Schiff zu dieser Jahreszeit mit seinem Fang erzielen könne. Für die Bezahlung der Besatzung bleibe schlichtweg nichts mehr übrig.

Besonders hart trifft es die sogenannten Baumkurren-Trawler, die einen überproportional großen Anteil der niederländischen Flotte ausmachen. Diese Schiffe fangen hochwertige Nordseeplattfische wie Seezunge, Steinbutt und Glattbutt – verbrauchen dabei aber enorme Mengen an Diesel. Laut dem Branchenverband VisNed seien 80 bis 90 Prozent dieser Trawler in dieser Woche nicht ausgelaufen. Die niederländische Flotte macht etwa sieben Prozent der gesamten EU-Fischereiflotte aus.

Ein europäisches Problem – nicht nur ein niederländisches

Doch wer glaubt, dies sei ein rein niederländisches Phänomen, der irrt gewaltig. Daniel Voces, Geschäftsführer von Europêche, dem Dachverband der EU-Fischer, machte deutlich, dass auch Belgien und Großbritannien mit ihren Baumkurren-Flotten massiv betroffen seien. Flotten, die auf Grundfische wie Kabeljau und Schellfisch spezialisiert sind, operierten europaweit nahe an oder bereits unter der Verlustgrenze.

Selbst die großen Fischereination Spanien, Italien und Frankreich hätten zwar bescheidene Unterstützungsmaßnahmen eingeführt, doch bei einem Anstieg der Treibstoffkosten um rund 70 Prozent weigerten sich manche Schiffe schlicht, in See zu stechen. Die Branche habe sich diese Woche mit EU-Fischereikommissar Costas Kadis getroffen und die Europäische Kommission aufgefordert, die Beihilferegeln für die Branche erneut zu lockern – so wie es bereits während der Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 geschehen sei.

Fisch verschwindet von der Speisekarte

Die Konsequenzen für den Verbraucher zeichnen sich bereits ab – und sie dürften manchem den Appetit verderben. Van Tuinen zufolge sei der Auktionspreis für Seezunge innerhalb einer Woche von rund 12 Euro auf 18 Euro geschnellt. Ein Anstieg um 50 Prozent, der sich unweigerlich auf die Endpreise in Restaurants und Supermärkten durchschlagen wird. Restaurants könnten versuchen, ihre Margen durch kleinere Portionen zu retten, doch viele würden Fisch einfach ganz von der Karte streichen.

„Fisch wird von der Speisekarte verschwinden", prognostizierte Van Tuinen.

Europas Abhängigkeit rächt sich – wieder einmal

Was wir hier beobachten, ist ein weiteres Kapitel in der leidvollen Geschichte europäischer Energieabhängigkeit. Erst der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der die Gaspreise explodieren ließ, nun der Irankonflikt, der die Ölmärkte in Aufruhr versetzt und den Dieselpreis in schwindelerregende Höhen treibt. Und wieder einmal sind es die kleinen, hart arbeitenden Betriebe – die Fischer, die Handwerker, die Spediteure –, die den Preis für geopolitische Verwerfungen zahlen müssen.

Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt die strategische Weitsicht der europäischen Politik? Jahrelang hat man sich in Brüssel und Berlin lieber mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigt, statt die energiepolitische Souveränität Europas ernsthaft voranzutreiben. Das Ergebnis ist eine Verwundbarkeit, die bei jedem neuen Krisenherd aufs Neue schmerzlich sichtbar wird. Die Fischer in IJmuiden, die untätig an ihren Kais stehen und zusehen müssen, wie ihre Existenzgrundlage erodiert, sind nur die jüngsten Opfer dieser strukturellen Versäumnisse.

Auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Infrastruktur modernisieren will, hat bislang keine überzeugenden Antworten auf die fundamentale Frage der Energiesicherheit geliefert. Stattdessen werden Schulden aufgetürmt, die kommende Generationen belasten werden – während die akuten Probleme der europäischen Wirtschaft ungelöst bleiben.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten, in denen geopolitische Konflikte die Energiepreise explodieren lassen, Lieferketten zerreißen und ganze Wirtschaftszweige in die Knie zwingen, zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während Fischpreise schwanken, Aktienmärkte nervös reagieren und die Inflation weiter an der Kaufkraft nagt, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher in unsicheren Zeiten. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und physische Edelmetalle als Beimischung berücksichtigt, schützt sich gegen genau jene Verwerfungen, die wir derzeit an Europas Küsten beobachten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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