
Explosionen vor der Wahl: US-Jets attackieren Irans Insel Keschm!

Wenige Stunden vor den US-Zwischenwahlen haben amerikanische Streitkräfte nach Angaben eines Regierungsvertreters iranische Stellungen in der Straße von Hormus angegriffen. Das iranische Staatsfernsehen meldete am Montagabend Explosionen auf der Insel Keschm. Brisant ist das vor allem deshalb, weil Präsident Donald Trump zuvor erklärt hatte, vor der Wahl keine Angriffe auf den Iran anordnen zu wollen.
Rakete auf US-Flugzeug, Antwort aus der Luft
Laut einem US-Regierungsvertreter, der sich gegenüber der Nachrichtenagentur AP äußerte, galten die Schläge iranischen Einheiten, die Boden-Luft-Raketen gegen amerikanische Einrichtungen abgefeuert haben sollen. Ein Reporter des US-Portals Axios schrieb auf X, ein US-Kampfjet habe eine Stellung der Revolutionsgarden auf Keschm attackiert. Zuvor sei von dort eine Rakete auf ein amerikanisches Flugzeug geschossen worden.
Auch CNN und CBS berichteten über die Angriffe und sprachen von „begrenzten“ Schlägen. Die halbamtliche iranische Agentur Fars meldete Explosionen zudem in der Hafenstadt Bandar Lengeh, die vom Meer her zu hören gewesen seien.
Ein Zufall ist der Ort nicht. Keschm liegt direkt an der Mündung der Meerenge und diente Medienberichten zufolge im Krieg wiederholt als Basis für Angriffe auf die Schifffahrt.
Geheime Nadelstiche statt offener Krieg?
Nach allem, was bisher bekannt ist, kehren die USA damit nicht zu vollen Kampfhandlungen zurück. Das Wall Street Journal berichtete allerdings, der Angriff gehöre zu einer ganzen Serie kleinerer Schläge, die Washington in den vergangenen Wochen ohne öffentliche Ankündigung ausgeführt habe. Die Regierung habe diese bewusst geheim gehalten, um nicht den Eindruck einer neuen Offensive zu erwecken.
Da fragt man sich schon, wie viel die Beteuerung noch wert ist, man halte vor der Wahl still. Trump selbst gab sich am Montag gelassen. Er habe es „nicht eilig“, die Angriffe auszuweiten, sagte er sinngemäß gegenüber Axios. Den Iran habe man finanziell bereits schwer getroffen.
Vance setzt auf Verhandlungen
Vizepräsident J.D. Vance hatte nur Stunden vorher Zuversicht verbreitet. Er habe mit Trump über die Gespräche mit Teheran gesprochen.
„Der Präsident und ich sind beide recht zuversichtlich, was die Aussichten auf eine mögliche Verhandlungslösung angeht.“
Irans Außenminister Abbas Araghchi sprach nach Angaben der Staatsagentur IRNA von „sehr intensiven“ Gesprächen über Vermittler. Teheran sei aber ebenso auf ein militärisches Szenario vorbereitet wie auf ein diplomatisches.
Benzinpreise als Achillesferse der Republikaner
Der Krieg begann im Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Seit Anfang April gilt zwar eine Waffenruhe, doch wirklich gehalten hat sie nie. Laut Medienberichten hält Teheran die Straße von Hormus weiter weitgehend geschlossen und greift Tanker und Frachtschiffe an. Die Meerenge ist einer der wichtigsten Engpässe der Weltwirtschaft, ein großer Teil des weltweit gehandelten Öls muss hier durch.
Die Rechnung landet an den Zapfsäulen. In den USA gilt der unpopuläre Krieg mit seinen Folgen für Benzinpreise und Lebenshaltungskosten als größter Schwachpunkt der Republikaner im Kampf um ihre Mehrheiten im Kongress. Auch deutsche Autofahrer und Unternehmen spüren jeden Ölpreisausschlag, und das in einem Land, dessen Energiepreise ohnehin zu den höchsten der Industriewelt zählen.
Märkte zwischen Hoffnung und Nervosität
Zuletzt hatten Friedenssignale den Ölpreis kräftig gedrückt, Gold und Silber zogen Berichten zufolge wieder an. Die Explosionen auf Keschm zeigen jedoch, wie zerbrechlich diese Hoffnung ist. Ein einziger Raketenstart kann die Lage über Nacht kippen.
Gerade solche Phasen zeigen, wofür physisches Gold und Silber da sind: Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sichern sie gegen politische Schocks ab, die kein Wahlkampfversprechen verhindern kann.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trifft seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung.
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