
Feuer in der Straße von Hormus: Warum ein neuer Golfkonflikt jetzt jeden Sparer in Deutschland treffen könnte

Die Nadelöhre der Weltwirtschaft sind altbekannt – doch kaum eines ist so schmal, so verletzlich und so brisant wie die Straße von Hormus. Und ausgerechnet dort brennt es nun wieder lichterloh. Nach der offiziellen Beendigung der Waffenruhe mit dem Iran bereiten sich die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben auf einen Militäreinsatz vor, der sich über Tage, womöglich Wochen hinziehen könnte. Wer glaubt, das sei ein weit entferntes Problem, der irrt gewaltig – die Auswirkungen dürften bis an die deutsche Zapfsäule und in jedes Depot reichen.
Trump erklärt die Waffenruhe für beendet
Es waren deutliche Worte, die US-Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels wählte. Man verschwende schlicht seine Zeit, wenn man sich mit der iranischen Führung abgebe – von „kranken Leuten“ sei die Rede gewesen. Gleichzeitig ließ Trump eine Hintertür für weitere Verhandlungen offen. Ein Muster, das man von ihm kennt: maximale Härte, gepaart mit der Aussicht auf einen Deal.
Wie das Nachrichtenportal Axios berichtet, hätten US-Beamte durchblicken lassen, dass sich Washington auf einen mehrtägigen bis mehrwöchigen Einsatz einstelle. Wie lange die militärischen Auseinandersetzungen andauern würden, hänge einzig und allein vom Verhalten Teherans ab.
Angriffe und Gegenangriffe in der Nacht
In der Nacht zu Donnerstag griffen amerikanische Streitkräfte bereits zum zweiten Mal Ziele im Iran an. Betroffen sein sollen unter anderem zwei Eisenbahnbrücken im Nordosten des Landes. Das zuständige US-Kommando Centcom erklärte, Ziel sei es, den Iran in seiner Fähigkeit zu schwächen, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.
Insgesamt sollen laut Centcom rund 90 Ziele attackiert worden sein – darunter Luftverteidigungssysteme und Anlagen zur Küstenüberwachung. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen in mehreren Städten, unter anderem in Buschehr, wo sich eine Atomanlage befindet, sowie im Hafenort Bandar Abbas.
Sollte der Iran die Angriffe auf die Schiffe fortsetzen, „wird es viel schlimmer werden.“ – Donald Trump
Teheran reagierte prompt und griff US-Militärbasen in Bahrain und Kuwait an, wie CNN berichtete. Ins Visier geraten sei dabei auch der Navy-Stützpunkt Juffair – der wichtigste Marinehafen der USA im Persischen Golf. Bereits am Dienstag hatten die Amerikaner 80 iranische Ziele bombardiert, nachdem der Iran US-Schiffe in der Meerenge attackiert haben soll. Parallel traten die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft.
Warum diese Meerenge über Wohl und Wehe der Weltwirtschaft entscheidet
Man muss die geografischen Realitäten kennen, um die Tragweite zu begreifen. Durch die Straße von Hormus fließt ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls. Wird diese Ader auch nur für kurze Zeit abgeschnürt, schießen die Ölpreise nach oben – und mit ihnen die Preise an jeder Tankstelle, jede Heizkostenabrechnung und letztlich die gesamte Inflation. Ein Kommentator unter dem Ursprungsbericht brachte es zynisch auf den Punkt: Man solle wohl schnell noch tanken fahren und Öl für den Winter bunkern.
Für ein energiehungriges Land wie Deutschland, das sich durch eine verfehlte Energiepolitik ohnehin ins wirtschaftliche Abseits manövriert hat, ist ein solcher Preisschock brandgefährlich. Wer sich bereits vom Atomausstieg, von explodierenden Gaspreisen und einer ideologisch getriebenen Wärmewende gebeutelt sieht, dürfte nun aufhorchen. Ein neuer Ölpreisschock träfe eine bereits taumelnde Volkswirtschaft mit voller Wucht.
Geopolitische Krisen und der Wert von Beständigkeit
Die Geschichte lehrt uns eine simple Wahrheit: In Zeiten geopolitischer Verwerfungen suchen Menschen Zuflucht in Werten, die kein Politiker per Federstrich vernichten, keine Notenpresse verwässern und keine Kriegspartei sprengen kann. Während Aktienmärkte bei jeder Meldung aus dem Nahen Osten nervös zucken und ganze Depots ins Wanken geraten, haben physische Edelmetalle in solchen Momenten seit Jahrtausenden ihre Rolle als beständiger Hafen bewiesen.
Gold und Silber kennen keine Straße von Hormus, die sich blockieren ließe. Sie sind keine Papierversprechen, die im Krisenfall wertlos werden. Wer sein Vermögen breit aufstellen und krisenfest machen möchte, dem sei eine Beimischung physischer Edelmetalle als solides Fundament eines gesunden Portfolios angeraten – gerade in einer Welt, die von Konfliktherd zu Konfliktherd taumelt.
Ein Pulverfass, das uns alle etwas angeht
Ob sich die Lage in der Straße von Hormus beruhigt oder weiter eskaliert, vermag derzeit niemand seriös vorherzusagen. Sicher ist nur eines: Die Zeiten trügerischer Ruhe sind vorbei. Und während die deutsche Politik sich lieber mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, sollten kluge Bürger selbst Vorsorge treffen. Denn auf den Staat, das haben die vergangenen Jahre schmerzhaft gelehrt, ist im Ernstfall kein Verlass.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt weder eine individuelle Finanz-, Rechts- noch Steuerberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig ausreichend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.

Deutschland am AbgrundDeutschland am AbgrundDas große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz & Kay Gottschalk – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.
Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik

















