
Fluggastzahlen steigen – doch der Inlandsflugverkehr bleibt ein Schatten seiner selbst
Die deutschen Hauptverkehrsflughäfen verzeichneten im Jahr 2025 rund 207,2 Millionen Fluggäste. Das klingt zunächst nach einer erfreulichen Nachricht, doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein besorgniserregendes Bild der deutschen Luftfahrtbranche. Während die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent gestiegen sind, liegt das Passagieraufkommen noch immer deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019.
Das Allzeithoch bleibt in weiter Ferne
Im Jahr 2019 erreichten die deutschen Flughäfen mit 226,7 Millionen Fluggästen einen historischen Höchststand. Davon ist man heute noch weit entfernt – das aktuelle Aufkommen liegt satte 8,6 Prozent unter diesem Rekordwert. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung beim innerdeutschen Flugverkehr, der regelrecht eingebrochen ist und sich seither nicht mehr erholt hat.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine deutliche Sprache: Während der Auslandsverkehr im Jahr 2025 um 4,1 Prozent auf 195,3 Millionen Fluggäste zulegte, stagnierte die Zahl der Inlandsflüge bei mageren 11,9 Millionen Passagieren. Ein Plus von gerade einmal 0,3 Prozent – das ist praktisch Stillstand.
Inlandsflüge: Fast die Hälfte weniger als vor Corona
Der innerdeutsche Luftverkehr hat sich seit der Pandemie nie wieder erholt. Die Fluggastzahlen auf Inlandsflügen lagen 2025 noch immer um erschreckende 48,4 Prozent unter dem Niveau von 2019. Fast die Hälfte aller Inlandsflüge ist schlichtweg verschwunden – und das nicht etwa, weil die Deutschen weniger reisen wollen.
Die Gründe für diesen dramatischen Einbruch sind vielfältig: explodierende Ticketpreise durch immer neue Umweltabgaben, eine ideologisch motivierte Verteufelung des Fliegens durch grüne Klimapolitik und ein marodes Bahnnetz, das keine echte Alternative bietet. Die deutsche Luftfahrtbranche leidet unter einer Politik, die Mobilität zum Luxusgut macht und den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig schwächt.
Auslandsverkehr nähert sich dem Vor-Corona-Niveau
Immerhin zeigt sich beim internationalen Flugverkehr ein anderes Bild. Die Zahl der Fluggäste auf Auslandsflügen lag nur noch 4,1 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Offenbar zieht es die Deutschen verstärkt ins Ausland – sei es für Urlaub oder geschäftliche Reisen. Ob dies auch ein Zeichen dafür ist, dass immer mehr Menschen dem zunehmend regulierten und bürokratisierten Deutschland den Rücken kehren, bleibt Spekulation.
Luftfracht übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau
Eine positive Entwicklung gibt es zumindest bei der Luftfracht zu vermelden. Mit 4,75 Millionen Tonnen transportierter Fracht wurde das Vor-Corona-Niveau von 2019 erstmals leicht überschritten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 1,7 Prozent, gegenüber 2019 sogar ein Anstieg um 1,4 Prozent. Die Logistikbranche scheint sich also besser von den Pandemiefolgen erholt zu haben als der Personenverkehr.
Dennoch bleibt die Frage, wie lange Deutschland als Luftfahrtstandort noch wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn die Politik weiterhin auf Verbote und Verteuerung setzt, anstatt auf Innovation und wirtschaftliche Vernunft.

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