
Frei erfundene Hetze: Elon Musk verklagt das ZDF wegen „Jagd auf Migranten“-Lüge
Es ist ein Vorgang, der das ohnehin ramponierte Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiter erodieren lässt. Der Tech-Milliardär und SpaceX-Gründer Elon Musk hat angekündigt, rechtlich gegen das Zweite Deutsche Fernsehen vorzugehen. Der Grund: Eine Behauptung, die nach allem, was bislang bekannt ist, schlicht erfunden zu sein scheint. Auf der Plattform X verkündete Musk am Montagabend, man habe gegen den Sender „rechtliche Schritte für deren empörende Lügen eingeleitet“.
Was dem Sender vorgeworfen wird
Der Stein des Anstoßes ist eine Ausgabe der Sendung „ZDF heute live“. Dort soll behauptet worden sein, Musk habe im Zusammenhang mit den Unruhen in Nordirland öffentlich dazu aufgerufen, „Jagd auf Migranten“ zu machen. Die Moderatorin eröffnete die dreißigminütige Sendung mit dramatischen Worten von einem „brutalen Mordversuch auf offener Straße in Belfast“ und einem „rassistischen Mob“. Im selben Atemzug fiel der Name des Unternehmers – als angeblicher Stichwortgeber des Geschehens, in einem Topf mit einem britischen Rechtsextremisten.
Belege für diesen schwerwiegenden Vorwurf? Fehlanzeige.
Genau hier liegt der eigentliche Skandal. Denn für die Anschuldigung, Musk habe zu Gewalt gegen Menschen aufgerufen, existiert offenbar kein einziger Nachweis. Auf Nachfrage soll ein Sprecher des Senders lediglich verharmlosend reagiert haben. Übersetzt heißt das: Ein gebührenfinanzierter Sender stellt einen der bekanntesten Unternehmer der Welt als Brandstifter dar – und kann diese Darstellung nicht untermauern.
Ein Sender, der von Zwangsgebühren lebt
Man stelle sich vor: Jeder Haushalt in diesem Land zahlt Monat für Monat seinen verpflichtenden Beitrag. Im Gegenzug erwartet der Bürger eine ausgewogene, faktentreue Berichterstattung. Was er stattdessen geliefert bekommt, ist offenbar eine ganze Sendung, die sich um die Frage dreht, was Elon Musk wohl „davon habe“, die Proteste zu „befeuern“ – aufgebaut auf einem Fundament, das sich bei näherer Betrachtung in Luft auflöst.
Es reiht sich ein Muster aneinander. Immer dann, wenn missliebige Persönlichkeiten ins Visier geraten, scheint die journalistische Sorgfalt auf wundersame Weise zu verschwinden. Die Frage, die sich jeder zahlende Bürger stellen muss, lautet: Wie oft passiert das eigentlich, ohne dass es ein Milliardär mit den Mitteln für eine Klage öffentlich macht?
Die Macht der Klage
Dass Musk nun den Rechtsweg beschreitet, dürfte für den Sender unbequem werden. Anders als der normale Bürger, der gegen die Übermacht der Rundfunkanstalten meist machtlos ist, verfügt er über die Ressourcen, sich juristisch zur Wehr zu setzen. Genau das macht den Fall so brisant: Er zwingt den öffentlich-rechtlichen Apparat erstmals dazu, Farbe zu bekennen und Belege auf den Tisch zu legen – sofern es sie denn gibt.
Ein Lehrstück über Vertrauen
Der eigentliche Verlierer in dieser Affäre ist nicht der angegriffene Unternehmer. Es ist die Glaubwürdigkeit eines Mediensystems, das sich gern als letzte Bastion der seriösen Information inszeniert. Wer Schlagzeilen über „Jagd auf Migranten“ in die Welt setzt, ohne sie belegen zu können, betreibt keine Aufklärung, sondern Stimmungsmache. Und Stimmungsmache auf Kosten der Beitragszahler ist genau das, was diesen Sendern niemand abkaufen sollte.
Es bleibt abzuwarten, wie das Verfahren ausgeht. Doch eines steht bereits fest: Die Episode ist ein weiterer Beleg dafür, dass eine grundlegende Reform des Gebührenfernsehens überfällig ist. Ein Apparat, der sich seiner Kontrolle entzieht und mit fremdem Geld gegen unliebsame Stimmen feuert, hat seine Daseinsberechtigung verspielt – das empfindet längst nicht nur unsere Redaktion so, sondern ein wachsender Teil der Bürger dieses Landes.
In unsicheren Zeiten, in denen man weder den Medien noch der Politik blind vertrauen kann, gewinnt die Frage nach beständigen Werten an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker bewährt – unabhängig von Schlagzeilen, Stimmungslagen und politischen Launen. Als solider Baustein eines breit gestreuten Vermögens behalten sie ihren Wert, während Vertrauen in Institutionen schwinden mag.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Rechtsberatung dar. Für rechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Rechtsanwalt. Ebenso handelt es sich nicht um eine Anlageberatung. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor jeder Investition eigenständig recherchieren.
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