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Kettner Edelmetalle
14.07.2026
07:19 Uhr

Freiburger Damenbad kapituliert vor Regelbrechern: Wenn MĂ€dchen ausgesperrt werden, damit der Betrieb funktioniert

Es ist eine dieser Meldungen, die man zweimal lesen muss, um zu begreifen, wie weit es in diesem Land gekommen ist. Im Freiburger Lorettobad, jenem traditionsreichen Damenbad im badischen SĂŒdwesten, dĂŒrfen seit dem 10. Juli am Wochenende keine MĂ€dchen unter 16 Jahren mehr in den geschĂŒtzten Frauenbereich. Der Grund? Offiziell heißt es, der Andrang sei zu groß. Doch wer die Vorgeschichte kennt, ahnt schnell, dass hinter dieser sterilen Verwaltungsformulierung eine ganz andere Wahrheit steckt.

Die Wahrheit hinter dem bĂŒrokratischen Nebelvorhang

Denn was war dem Einlassstopp vorausgegangen? Beschwerden. Und zwar reichlich. StammgĂ€ste berichteten von grĂ¶ĂŸeren Besuchergruppen aus dem benachbarten Elsass, die teils mit Kleinbussen anreisten und sich – so der Eindruck der langjĂ€hrigen Besucherinnen – hĂ€ufig eben nicht an die geltenden Regeln hielten. Ein GrĂŒndungsmitglied des Vereins „Freunde des Lorettobades“ sah sich sogar veranlasst, einen offenen Brief an den OberbĂŒrgermeister und mehrere Gemeinderatsfraktionen zu richten.

Die Rede war unter anderem von Frauen, die in normaler Kleidung und langen GewĂ€ndern ins Wasser gestiegen seien. Zwei langjĂ€hrige Stammbesucherinnen bestĂ€tigten gegenĂŒber der Deutschen Presse-Agentur, dass der Aufenthalt an den Wochenenden zuletzt „kaum noch erholsam“ gewesen sei. Ein Ort der Ruhe, der Erholung, der ĂŒber Jahrzehnte gewachsenen Kultur – verwandelt in ein Ärgernis.

Wer regelmĂ€ĂŸig die Regeln bricht, wird nicht sanktioniert – die MĂ€dchen aber schon

Und was macht die Verwaltung? Sie schließt nicht etwa die Regelbrecher aus. Nein, sie sperrt lieber pauschal alle MĂ€dchen unter 16 Jahren aus. Man lasse sich diese Logik auf der Zunge zergehen: Statt jene zur Verantwortung zu ziehen, die fĂŒr die MissstĂ€nde sorgen, trifft die Maßnahme ausgerechnet die Einheimischen, die eigenen Kinder, die dieses Bad seit Generationen nutzen.

„Störer statt MĂ€dchen ausschließen“ – so lautet die treffende Forderung der Freien WĂ€hler in Freiburg, die verlangen, konkrete Regelbrecher zur Rechenschaft zu ziehen, anstatt kollektiv sĂ€mtliche MĂ€dchen unter 16 Jahren zu bestrafen.

Recht haben sie. Denn genau hier offenbart sich das ganze Elend einer Politik, die lieber die eigene Bevölkerung gĂ€ngelt, als unbequeme Konflikte klar zu benennen und zu lösen. Der parteilose OberbĂŒrgermeister Martin Horn, seinerzeit von der SPD in sein Amt gehievt, nannte die Entscheidung immerhin „problematisch“. Doch bemerkenswert ist, was er nicht sagt: ĂŒber die eigentlichen Verursacher der Situation kein kritisches Wort.

Ein Symptom, kein Einzelfall

Wer glaubt, es handele sich um einen bedauerlichen Ausrutscher, der irrt gewaltig. Bereits zuvor hatten mehrere FreibĂ€der in Baden-WĂŒrttemberg ihre Sicherheitsmaßnahmen verschĂ€rfen mĂŒssen, nachdem es zu einer Serie von PolizeieinsĂ€tzen gekommen war – wiederkehrende VorfĂ€lle, die grenznahe StĂ€dte in BedrĂ€ngnis bringen. Was hier geschieht, ist ein Muster, das sich durch das ganze Land zieht: Öffentliche RĂ€ume, einst Orte der Begegnung und Erholung, werden StĂŒck fĂŒr StĂŒck ihres ursprĂŒnglichen Charakters beraubt.

Man mag es als Provinzposse abtun. Doch das Lorettobad ist ein Sinnbild. Ein kleines, badisches Sinnbild dafĂŒr, wie eine Verwaltung, die aus Bequemlichkeit und falsch verstandener Toleranz nicht mehr in der Lage ist, klare Regeln durchzusetzen, am Ende die Falschen bestraft. Die eigenen BĂŒrger. Die eigenen Kinder. Diese Kritik ist lĂ€ngst nicht mehr nur die Meinung unserer Redaktion – sie wird von einem erheblichen Teil der deutschen Bevölkerung geteilt, der spĂŒrt, dass hier grundlegend etwas aus dem Ruder lĂ€uft.

Was bleibt, wenn das Vertrauen schwindet

Wenn Institutionen versagen, wenn öffentliche Ordnung zur Verhandlungsmasse wird und wenn der Staat nicht einmal mehr in der Lage ist, ein Damenbad in seinem ursprĂŒnglichen Sinn zu erhalten, dann verlieren die Menschen zwangslĂ€ufig das Vertrauen. Nicht nur in die Kommunalpolitik, sondern in die HandlungsfĂ€higkeit des Gemeinwesens insgesamt. Und genau dieses schwindende Vertrauen ist es, das viele BĂŒrger dazu bewegt, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen – sei es im Alltag oder bei der Absicherung ihres Vermögens.

Denn wo staatliche Strukturen bröckeln, wo auf Papierwerten kein Verlass mehr ist und wo politische Versprechen sich als heiße Luft entpuppen, da besinnen sich kluge Menschen auf BestĂ€ndiges. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrtausenden Sinnbild echter StabilitĂ€t – unabhĂ€ngig von politischen Moden, von Verwaltungsversagen und von der Beliebigkeit staatlicher Entscheidungen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle das, was viele öffentliche Institutionen in Deutschland lĂ€ngst verloren haben: VerlĂ€sslichkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist angehalten, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und fĂŒr seine finanziellen Entscheidungen selbst Verantwortung zu ĂŒbernehmen. FĂŒr Anlageentscheidungen ĂŒbernehmen wir keine Haftung.

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