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17.02.2026
18:09 Uhr

Friedensgespräche in Genf: Diplomatie oder bloßes Schattenboxen?

Friedensgespräche in Genf: Diplomatie oder bloßes Schattenboxen?

Am Dienstag haben in Genf neue Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland begonnen – unter Vermittlung der Vereinigten Staaten und auf neutralem Schweizer Boden. Was auf den ersten Blick wie ein Hoffnungsschimmer nach über vier Jahren blutigem Krieg wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein diplomatisches Ritual, dessen Ausgang mehr als ungewiss bleibt. Die Frage, die sich jeder nüchterne Beobachter stellen muss, lautet: Sind das tatsächlich Friedensgespräche – oder nur Gespräche über den Frieden?

Die Akteure am Verhandlungstisch

Die ukrainische Delegation wird vom Sicherheitsratssekretär Rustem Umjerow angeführt. Kiew wolle vor allem humanitäre Fragen und Sicherheitsgarantien auf die Tagesordnung setzen, so die Berichte. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe Moskau derweil vorgeworfen, bereits die nächste Welle schwerer Angriffe auf ukrainische Städte vorzubereiten – ein Vorwurf, der die ohnehin fragile Verhandlungsatmosphäre kaum verbessern dürfte.

Auf russischer Seite sitzt der erfahrene Chefunterhändler Wladimir Medinski am Tisch. Begleitet werde er vom Chef des militärischen Nachrichtendienstes GRU, Igor Kostjukow, sowie von Vizeaußenminister Michail Galusin. Allein die Zusammensetzung der russischen Delegation – dominiert von Militärs und Geheimdienstlern – spricht Bände über Moskaus Verständnis dieser Gespräche. Russland fordert bekanntlich Gebietsabtretungen in den Regionen Luhansk und Donezk. Ein Entgegenkommen scheint aus Sicht des Kremls nicht vorgesehen.

Deutschland verweigert den Luftraum – ein diplomatischer Affront

Besonders pikant: Die russische Delegation musste offenbar mit amerikanischer Hilfe über NATO-Gebiet nach Genf einfliegen, weil Deutschland der russischen Seite die Nutzung seines Luftraums verweigert habe. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Da bemühen sich die USA unter Präsident Trump, beide Kriegsparteien an einen Tisch zu bringen, und die deutsche Regierung torpediert diese Bemühungen durch bürokratische Blockaden. Wer Frieden will, sollte zumindest den Weg dorthin nicht versperren. Doch offenbar ist man in Berlin mehr daran interessiert, sich als treuer Vasall transatlantischer Hardliner zu profilieren, als tatsächlich zur Deeskalation beizutragen.

Dass zudem britische Vertreter uneingeladen bei den Verhandlungen aufgetaucht sein sollen, rundet das Bild eines diplomatischen Chaos ab, das man sich kaum besser hätte ausdenken können. London, das seit Kriegsbeginn zu den aggressivsten Befürwortern einer militärischen Eskalation gehört, scheint auch am Verhandlungstisch nicht loslassen zu können.

Istanbul 2022 – die verpasste Chance

Wer die aktuelle Lage verstehen will, muss zurückblicken. Im Frühjahr 2022, nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn, waren in Istanbul Friedensverhandlungen bereits weit fortgeschritten. Beide Seiten hatten sich auf Eckpunkte verständigt, die einen Waffenstillstand hätten ermöglichen können. Doch dann – so berichten zahlreiche Quellen übereinstimmend – habe der damalige britische Premierminister Boris Johnson Selenskyj persönlich davon abgebracht, den Deal zu unterzeichnen. Der Westen versprach stattdessen Waffen, Geld und bedingungslose Unterstützung. Hunderttausende Tote später stellt sich die bittere Frage: War es das wert?

Die Bedingungen, die Russland damals stellte, waren ungleich milder als das, was Moskau heute fordert. Die Ukraine kontrollierte noch weite Teile der umkämpften Gebiete. Heute sieht die militärische Realität völlig anders aus. Die ukrainische Armee kämpft an allen Fronten mit massiven Verlusten, die Infrastruktur des Landes liegt in Trümmern, und die westliche Unterstützung bröckelt zusehends.

Trumps Gratwanderung

Die Rolle der USA unter Donald Trump ist dabei alles andere als eindeutig. Einerseits hat der amerikanische Präsident wiederholt versprochen, den Krieg schnell zu beenden. Andererseits fließen weiterhin Waffen und Gelder in die Ukraine. Kritiker werfen Trump vor, er wolle den Krieg nicht wirklich beenden, sondern lediglich den Anschein diplomatischer Aktivität erwecken. Denn ein offenes Eingeständnis, dass der Westen diesen Stellvertreterkrieg faktisch verloren hat, wäre innenpolitisch verheerend – nicht nur für Washington, sondern auch für die europäischen Verbündeten, die Milliarden in diesen Konflikt gepumpt haben.

Für Deutschland hat dieser Krieg bereits jetzt verheerende wirtschaftliche Folgen. Die Sanktionspolitik gegen Russland hat die Energiepreise explodieren lassen und die ohnehin angeschlagene deutsche Industrie weiter geschwächt. Während Berlin unter der neuen Großen Koalition von Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auflegt – finanziert auf Pump und zu Lasten künftiger Generationen –, fließen gleichzeitig weitere Milliarden in die militärische Unterstützung der Ukraine. Der deutsche Steuerzahler darf die Zeche begleichen.

Frieden braucht Realismus, keine Illusionen

Die harten Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Russland sitzt militärisch am längeren Hebel. Die ukrainische Verhandlungsposition hat sich seit 2022 dramatisch verschlechtert. Wer jetzt noch glaubt, Kiew könne am Verhandlungstisch Bedingungen diktieren, der lebt in einer Parallelwelt. Echter Frieden erfordert schmerzhafte Kompromisse – auf beiden Seiten. Doch solange westliche Politiker Selenskyj einreden, er verhandle aus einer Position der Stärke, wird das Sterben weitergehen.

Was Europa und insbesondere Deutschland jetzt bräuchten, wäre eine nüchterne, interessengeleitete Außenpolitik, die nicht von moralischer Selbstüberhöhung, sondern von Pragmatismus geleitet wird. Stattdessen erleben wir eine politische Klasse, die sich in Durchhalteparolen ergeht und dabei die eigenen Bürger vergisst. Die explodierenden Lebenshaltungskosten, die Deindustrialisierung, der Verfall der Infrastruktur – all das sind direkte oder indirekte Folgen einer Politik, die ideologische Prinzipien über die Interessen der eigenen Bevölkerung stellt.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Verwerfungen erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Papierwährungen durch Inflation und Schuldenorgien entwertet werden, behält das Edelmetall seinen inneren Wert – unabhängig davon, welche Regierung gerade welchen Krieg führt oder welche Sanktionen verhängt.

Ob die Genfer Gespräche tatsächlich den Grundstein für einen dauerhaften Frieden legen können, bleibt abzuwarten. Die Skepsis ist berechtigt. Doch eines steht fest: Jeder Tag, an dem verhandelt statt geschossen wird, ist ein guter Tag. Vorausgesetzt, man lässt die Verhandler auch verhandeln – und blockiert nicht einmal den Luftraum für die Anreise.

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