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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
17:21 Uhr

Gasspeicher auf Tiefstand: Deutschlands Energiereserven schmelzen wie Schnee in der Sonne

Während die politische Klasse in Berlin sich weiterhin mit ideologischen Grabenkämpfen beschäftigt, offenbart sich im Stillen eine beunruhigende Realität: Die deutschen Gasspeicher sind auf einen Füllstand von nur noch rund 27 Prozent abgesackt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei fast 50 Prozent. Ein dramatischer Rückgang, der Fragen aufwirft – Fragen, die man in Berlin offenbar lieber nicht beantworten möchte.

Bayern als Achillesferse der Versorgungssicherheit

Besonders alarmierend ist die Lage im Freistaat Bayern. Dort melden einzelne Speicher Füllstände, die man nur noch als katastrophal bezeichnen kann. Der Speicher Wolfersberg sei Ende Januar gerade einmal zu fünf Prozent gefüllt gewesen, Schmidhausen komme auf magere 13 Prozent. Breitbrunn und Inzenham-West lägen bei 17 Prozent, einzig Bierwang halte sich mit 42 Prozent noch einigermaßen über Wasser. Diese Zahlen gehen aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor – ausgerechnet jener Partei, die maßgeblich dafür mitverantwortlich ist, dass Deutschland in diese energiepolitische Sackgasse geraten ist.

Die Geister, die man rief

Man muss sich die Absurdität dieser Situation einmal auf der Zunge zergehen lassen. Jahrelang wurde unter grüner Federführung eine Energiepolitik betrieben, die fossile Energieträger verteufelte, Kernkraftwerke abschaltete und Deutschland in eine beispiellose Abhängigkeit von Gasimporten trieb. Dann kam die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – ein Akt, dessen vollständige Aufklärung bis heute auf sich warten lässt. Und nun stehen wir da: mit leeren Speichern, steigenden Energiepreisen und einer Industrie, die unter den Folgen dieser politischen Fehlentscheidungen ächzt.

Der Geschäftsführer des Speicherverbandes Ines, Sebastian Heinermann, bringt es auf den Punkt: Der Status quo sei nicht tragfähig. Die bestehenden Mechanismen würden die Versorgungssicherheit nicht ausreichend absichern, weil die Anreize zur Befüllung der Gasspeicher schlicht unzureichend seien. Eine Diagnose, die so überraschend kommt wie der Winter im Dezember.

Strategische Gasreserve – zu wenig, zu spät?

Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordere nun die Schaffung einer nationalen Speicherreserve als Absicherung gegen akute Krisenfälle und unerwartete externe Schocks. Auch der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, halte eine strategische Gasreserve für sinnvoll. Schön und gut – doch wo war diese Weitsicht, als man sehenden Auges die energiepolitischen Grundlagen dieses Landes demontierte?

Das Bundeswirtschaftsministerium beschwichtigt derweil in gewohnter Manier: Ein Versorgungsengpass drohe trotz der niedrigen Füllstände nicht, da der Speicherbedarf insgesamt gesunken sei. Eine Formulierung, die man auch so lesen kann: Die Industrie verbraucht weniger Gas – weil sie abwandert oder ihre Produktion drosselt. Das ist kein Grund zur Beruhigung, sondern ein Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die wahren Kosten der Energiewende

Was wir hier erleben, ist nichts weniger als die Quittung für eine ideologiegetriebene Energiepolitik, die über Jahre hinweg die Versorgungssicherheit eines der größten Industrieländer der Welt aufs Spiel gesetzt hat. Die Bürger zahlen die Zeche – mit explodierenden Energiekosten, mit dem schleichenden Verlust industrieller Arbeitsplätze, mit einer Inflation, die ihren Wohlstand auffrisst. Und während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant, das kommende Generationen mit Schulden belastet, bleiben die Gasspeicher erschreckend leer.

Es wäre an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Berlin endlich die Realität anerkennen: Energiesicherheit ist kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Volkswirtschaft. Wer diese Grundlage zerstört, zerstört den Wohlstand eines ganzen Landes. Die aktuellen Füllstände der Gasspeicher sind ein stummer, aber unmissverständlicher Beweis dafür.

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