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Kettner Edelmetalle
25.09.2026
11:51 Uhr
KI-generiert

Gefährliche Manöver am Riff: China drängt die Philippinen ab!

Gefährliche Manöver am Riff: China drängt die Philippinen ab!
Symbolbild: KI-generiert

Im Südchinesischen Meer hat es erneut gekracht, zumindest fast. Nach Angaben der philippinischen Küstenwache (PCG) sollen chinesische Schiffe am Donnerstag einen Versorgungseinsatz für philippinische Soldaten am Second Thomas Shoal behindert haben. Die Mission sei abgebrochen worden. Es war schon der zweite Vorfall innerhalb einer Woche.

Kein Crash, aber viel zu knapp

Ein Sprecher der PCG schilderte die Lage Medienberichten zufolge so:

„Es gab keine Kollision und niemand wurde verletzt, aber die gefährlichen Manöver der chinesischen Küstenwache schufen ein ernsthaftes Kollisionsrisiko.“

Die Versorgung galt Soldaten, die auf einem Wrack ausharren. Gemeint ist die BRP Sierra Madre, ein rostendes Kriegsschiff, das Manila 1999 laut Berichten absichtlich auf dem Riff auf Grund setzen ließ, um seine Gebietsansprüche zu untermauern. Seitdem ist der Kahn ein Außenposten mit Flagge. Wer die Besatzung nicht versorgen kann, verliert auf Dauer die Stellung. Genau darauf scheint Peking zu setzen: China verlangt den Abzug des Schiffs und hat das Riff mit eigenen Schiffen umstellt.

Gerammt, geprügelt, bestritten

Schon am 18. September soll ein Schiff der chinesischen Küstenwache ein philippinisches Regierungsboot gerammt haben. Das Boot war laut PCG im Auftrag der Fischereibehörde unterwegs und sollte philippinische Fischer mit Treibstoff versorgen. Geländer und Teile des Decks seien beschädigt worden, Verletzte habe es keine gegeben.

Peking sieht das naturgemäß anders. Ein Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums habe laut der Staatsagentur Xinhua erklärt, das philippinische Schiff habe Warnungen ignoriert, absichtlich den Kurs geändert und beschleunigt, um vor den Bug des chinesischen Schiffs zu gelangen. Der Sachverhalt sei „klar und eindeutig“, für Fehlinformationen aus Manila gebe es keinen Raum.

Im Juli hatte es nach philippinischer Darstellung noch rauer zugehen sollen: Chinesische Besatzungsmitglieder sollen einem philippinischen Marineangehörigen mehrfach mit einem Holzstock auf den Kopf geschlagen haben. Chinas Küstenwache stellte es umgekehrt dar. Philippinische Schlauchboote hätten ein chinesisches Patrouillenboot gerammt, die Besatzung habe mit Rudern und Stöcken angegriffen. Aussage steht gegen Aussage, und das Muster bleibt dasselbe.

Ein Konflikt mit langer Zündschnur

Neu ist das alles nicht. Im Juni 2024 eskalierte ein Versorgungseinsatz am selben Riff besonders heftig. Nach Analysen von Sicherheitsexperten umzingelte die chinesische Küstenwache damals philippinische Schlauchboote, rammte sie, enterte sie und beschädigte die Ausrüstung mit Messern und Äxten. Mehrere Philippiner wurden verletzt. Eine kurz danach vereinbarte Deeskalations-Absprache sorgte nur für eine kurze Atempause.

China beansprucht große Teile des Südchinesischen Meeres. Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan erheben ebenfalls Ansprüche. Ein internationales Schiedsgericht in Den Haag wies Pekings weitreichende Ansprüche bereits 2016 zurück, doch China erkennt den Spruch bis heute nicht an. Das Völkerrecht endet offenbar dort, wo die Küstenwache mit dem größeren Rumpf auftaucht.

Warum das auch Deutschland betrifft

Hinzu kommt eine gefährliche Kettenreaktion. Die Philippinen sind seit 1951 durch einen Beistandsvertrag mit den USA verbunden. Aus einem gerammten Boot könnte also schneller ein Großmachtkonflikt werden, als vielen lieb ist. Durch die Region läuft zudem ein erheblicher Teil des Welthandels. Für die exportabhängige deutsche Wirtschaft, die ohnehin unter Zöllen aus Washington und hohen Kosten daheim leidet, wäre eine Blockade dieser Seewege ein Albtraum.

Berlin und Brüssel reden gern von einer „Indo-Pazifik-Strategie“. Ob davon am Second Thomas Shoal irgendetwas ankommt, ist eine andere Frage. Für Anleger bleibt die Lehre: Geopolitische Brandherde lassen sich nicht wegregulieren. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Phasen historisch als krisenfester Anker bewährt, als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigene Recherchen anstellen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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