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Gescheiterte Verhandlungen: Vance verlässt Pakistan ohne Iran-Abkommen – USA beginnen Minenräumung in der Straße von Hormus

Gescheiterte Verhandlungen: Vance verlässt Pakistan ohne Iran-Abkommen – USA beginnen Minenräumung in der Straße von Hormus

Die Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sind am Sonntag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach 21 Stunden intensiver Verhandlungen in Islamabad verließ US-Vizepräsident JD Vance Pakistan mit leeren Händen. Der Grund: Teheran weigerte sich, eine verbindliche Zusage abzugeben, auf Atomwaffen zu verzichten. Was als diplomatischer Durchbruch hätte in die Geschichte eingehen können, endete als ernüchterndes Schauspiel – mit weitreichenden Konsequenzen für die ohnehin fragile Sicherheitslage im Nahen Osten.

Vance: „Schlechte Nachrichten für den Iran"

Der US-Vizepräsident gab sich nach dem Scheitern der Gespräche betont gelassen, ja fast provokant. Man habe keine Einigung erzielt, und das sei vor allem für den Iran eine schlechte Nachricht, deutlich mehr als für die Vereinigten Staaten, so Vance vor der versammelten Presse. Washington habe sein „finales und bestes Angebot" vorgelegt. Die Kernforderung sei unmissverständlich gewesen: eine klare, affirmative Verpflichtung Teherans, weder Atomwaffen anzustreben noch die Werkzeuge zu deren schneller Herstellung zu entwickeln.

Die iranische Seite sieht die Dinge naturgemäß anders. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete unter Berufung auf Quellen nahe dem Verhandlungsteam, dass es keine Pläne für eine neue Gesprächsrunde gebe. Das amerikanische Team habe lediglich nach einem Vorwand gesucht, den Verhandlungstisch zu verlassen, hieß es aus Teheran. Man könnte fast meinen, beide Seiten hätten sich von Anfang an darauf geeinigt, sich nicht zu einigen.

Die Straße von Hormus als geopolitisches Nadelöhr

Während in Islamabad noch verhandelt wurde, schuf Washington bereits Fakten auf dem Wasser. Das US Central Command (CENTCOM) bestätigte, dass am 11. April zwei amerikanische Lenkwaffenzerstörer – die USS Frank E. Peterson und die USS Michael Murphy – damit begonnen hätten, Seeminen in der Straße von Hormus zu räumen. Es handelte sich um die erste Durchfahrt amerikanischer Kriegsschiffe durch die strategisch bedeutsame Meerenge seit Beginn des nun sechs Wochen andauernden Konflikts.

Admiral Brad Cooper, Kommandeur des CENTCOM, erklärte, man habe mit der Einrichtung einer neuen sicheren Passage begonnen, die bald der internationalen Schifffahrt zur Verfügung gestellt werde, um den freien Warenverkehr zu fördern. Die Straße von Hormus, durch die täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöltransports fließt, ist seit Wochen durch iranische Seeminen blockiert – ein Druckmittel, das Teheran offenbar nicht ohne Weiteres aus der Hand geben möchte.

Trumps „Gefallen für die Welt"

Präsident Trump ließ es sich nicht nehmen, die Minenräumung in seiner unnachahmlichen Art zu kommentieren. Auf seinen sozialen Medien verkündete er, man beginne nun damit, die Straße von Hormus „als Gefallen für Länder auf der ganzen Welt" freizuräumen – darunter China, Japan, Südkorea, Frankreich und Deutschland. Dass diese Länder nicht den Mut oder Willen hätten, diese Arbeit selbst zu erledigen, fügte er mit kaum verhohlener Verachtung hinzu. Eine Spitze, die insbesondere für die europäischen Verbündeten schmerzhaft sein dürfte – und die man in Berlin wohl lieber überhört.

In der Tat offenbart diese Bemerkung ein fundamentales Problem der europäischen, insbesondere der deutschen Sicherheitspolitik. Während die USA ihre Marine in einem der gefährlichsten Gewässer der Welt einsetzen, um Handelsrouten freizuhalten, von denen auch die deutsche Wirtschaft massiv profitiert, diskutiert man hierzulande lieber über Gendersternchen und Lastenfahrräder. Die strategische Abhängigkeit Europas von amerikanischer Militärmacht war selten so schmerzhaft offensichtlich wie in diesen Tagen.

Iran behauptet, Kriegsschiffe zurückgedrängt zu haben

Die iranische Seite stellte die Ereignisse erwartungsgemäß in einem gänzlich anderen Licht dar. Teheran habe den pakistanischen Vermittler ausdrücklich darüber informiert, dass das amerikanische Schiff innerhalb von 30 Minuten beschossen werde, sollte es seine Fahrt fortsetzen – und dass dies die Verhandlungen beschädigen würde. Tatsächlich verlief die Durchfahrt jedoch offenbar ohne Zwischenfälle. Ob der Iran tatsächlich die Fähigkeit besaß, seine Drohung wahrzumachen, oder ob seine militärischen Kapazitäten bereits so stark degradiert sind, dass die Schiffe schlicht unbemerkt passierten, bleibt eine der spannendsten Fragen dieses Konflikts.

Verhandlungen im Schatten des Krieges

Die Gespräche in Islamabad waren die dritte Runde direkter Verhandlungen zwischen Washington und Teheran und fanden nur wenige Tage nach der Verkündung eines fragilen zweiwöchigen Waffenstillstands statt. Pakistan fungierte als Vermittler – ein bemerkenswerter diplomatischer Coup für Premierminister Shehbaz Sharif, der beide Seiten zu „konstruktivem Engagement" aufrief.

Die iranische Delegation umfasste nicht weniger als 71 Personen, darunter Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, Außenminister Abbas Araghchi, den Sekretär des Verteidigungsrats und sogar den Zentralbankgouverneur. Diese ungewöhnlich große und hochrangige Zusammensetzung wurde von Beobachtern als Zeichen gedeutet, dass Teheran durchaus ernsthaft verhandeln wollte – und nicht nur auf Zeit spielte.

Ghalibaf selbst formulierte die iranische Position mit diplomatischer Vorsicht: Man habe guten Willen, aber kein Vertrauen. Wenn die amerikanische Seite zu einem echten Abkommen bereit sei und die Rechte der iranischen Nation anerkenne, werde man Bereitschaft zu einer Einigung zeigen. Irans stellvertretender Außenminister Kazem Gharibabadi ging noch weiter und behauptete, Teheran verhandle aus einer Position der Stärke heraus, da der Krieg gegen den Iran keine entscheidenden strategischen Gewinne für die USA gebracht habe.

Trump: „Kein Backup-Plan nötig"

Präsident Trump zeigte sich von solchen Einschätzungen unbeeindruckt. Auf die Frage nach möglichen nächsten Schritten, sollten die Gespräche scheitern, antwortete er lapidar: Man brauche keinen Backup-Plan. Das iranische Militär sei besiegt. Die Marine sei vernichtet, die Luftwaffe zerstört, die Flugabwehr nicht existent, das Radar tot, die Raketen- und Drohnenfabriken weitgehend dem Erdboden gleichgemacht.

Doch hinter dieser martialischen Rhetorik verbirgt sich eine komplexere Realität. Trotz der massiven militärischen Schläge kontrolliert der Iran weiterhin faktisch die Straße von Hormus. Nur ein dünnes Rinnsal „geprüfter und genehmigter" Schiffe passiert die Meerenge – und zahlt dabei offenbar saftige Durchfahrtsgebühren an Teheran. Gleichzeitig berichten US-Medien von einer fortgesetzten Pentagon-Aufrüstung in der Region: Kampfjets seien kürzlich im Nahen Osten eingetroffen, 1.500 bis 2.000 Soldaten der Elite-Einheit 82nd Airborne könnten in den kommenden Tagen folgen, dazu Tausende Marinesoldaten und eine Flugzeugträger-Kampfgruppe.

Libanon: Kämpfe dauern an, diplomatische Kontakte nehmen zu

Während in Pakistan verhandelt wurde, gingen die israelischen Angriffe im Libanon weiter. Das libanesische Gesundheitsministerium erhöhte die Opferzahl der überraschenden israelischen Angriffe vom Mittwoch auf 357 Tote – eine Zahl, die angesichts laufender Such- und Bergungsarbeiten noch steigen dürfte. Am Samstag wurden weitere Luftangriffe auf Ortschaften im Bezirk Nabatieh gemeldet, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden, darunter ein Sanitäter und ein Mitglied des libanesischen Zivilschutzes.

Ein seltener Lichtblick: Die libanesischen und israelischen Botschafter in den USA führten ein Telefongespräch – der erste direkte Kontakt zwischen beiden Ländern, der öffentlich bekannt wurde. Die Hisbollah unterstützt nach Angaben libanesischer Offizieller den pakistanischen Dialogprozess, lehnt jedoch eine separate Verhandlungsrunde in Washington kategorisch ab.

Was bedeutet das Scheitern für die Weltmärkte?

Die unmittelbaren Marktreaktionen fielen zunächst verhalten aus. Lediglich der Kryptomarkt zeigte eine spürbare Reaktion, wobei Bitcoin einen Teil der nach der Waffenstillstandsankündigung erzielten Gewinne wieder abgab. Die Wahrscheinlichkeit eines Friedensabkommens vor Ende des zweiwöchigen Waffenstillstands ist nach Einschätzung von Prognosemärkten drastisch gesunken.

Für die globalen Energiemärkte bleibt die Lage hochexplosiv. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig geöffnet ist, schwebt über dem Ölpreis ein Damoklesschwert. Und solange der Konflikt andauert, dürften die geopolitischen Risikoprämien auf sämtliche Rohstoffe erhöht bleiben. In solch unsicheren Zeiten erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährungen ihre Berechtigung im Portfolio haben. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Schocks absichern möchte, kommt an einer soliden Edelmetall-Beimischung kaum vorbei.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der brüchige Waffenstillstand hält oder ob die Region in eine neue Eskalationsspirale gerät. Eines steht fest: Die Welt schaut gebannt auf den Persischen Golf – und Deutschland steht, wie so oft in den letzten Jahren, am Spielfeldrand und hofft, dass andere die Probleme lösen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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