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Kettner Edelmetalle
03.09.2026
13:34 Uhr
KI-generiert

Goldman Sachs dreht bei: 4.900 Dollar Goldpreis im Visier!

Goldman Sachs dreht bei: 4.900 Dollar Goldpreis im Visier!
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht beim Goldpreis wieder klar nach oben. In einer aktuellen Einschätzung nennen die Analysten ein Kursziel von 4.900 US-Dollar je Feinunze. Gemessen am Kurs vom 3. September 2026, der sich laut Marktdaten um die Marke von 4.400 Dollar bewegte, wäre das ein Aufschlag von rund elf Prozent.

Was nach einer forschen Wette klingt, begründet die Bank mit einem strukturellen Wandel am Markt. Drei Kräfte wirken demnach zusammen: Notenbankkäufe, nachlassender Zinsdruck – und ein Mechanismus im Derivatemarkt, den viele Anleger schlicht übersehen.

Notenbanken kaufen wie nie – China vorneweg

Das Fundament liefern die Zentralbanken. Sie schichten ihre Währungsreserven seit Jahren konsequent um, weg von reinen Papierversprechen, hin zu physischem Metall. Im laufenden Jahr liegt das offizielle Kaufvolumen laut den Analysten bei durchschnittlich 50 Tonnen pro Monat – fast dreimal so viel wie im historischen Schnitt vor 2022.

Jüngste Daten deuten sogar auf eine Beschleunigung hin: saisonbereinigt rund 100 Tonnen monatlich, angeführt von der chinesischen Notenbank. Wer wissen will, wie Staaten geopolitisches Risiko bewerten, muss nicht auf Sonntagsreden hören. Ein Blick in die Reservebilanzen genügt.

Der Bremsklotz Zins verliert an Kraft

Der zweite Treiber ist die Geldpolitik. Weil die Märkte Spekulationen auf weitere Straffungen der Federal Reserve auspreisen und von einem abkühlenden Inflationstrend ausgehen, verliert Gold seinen größten Gegner: die Konkurrenz durch verzinste Anlagen. Ein Metall zahlt keine Kupons – das schmerzt nur, solange Anleihen attraktiv rentieren.

Bemerkenswert ist der Stimmungsumschwung. Medienberichten zufolge hatten mehrere Großbanken, darunter Goldman Sachs, ihre Goldprognosen im Juni 2026 nach einem heftigen Preisrutsch spürbar gekappt. Zuvor war im Januar sogar von 5.400 Dollar die Rede gewesen. Das Allzeithoch lag laut Kursdaten bei rund 5.595 Dollar im Tagesverlauf – die Korrektur danach war brutal.

Der stille Brandbeschleuniger: Call-Optionen

Spannend wird es beim dritten Punkt. Immer mehr Investoren sichern ihre Depots über Gold-Call-Optionen ab. Nähert sich der Kassapreis den relevanten Ausübungspreisen, müssen die Stillhalter dieser Optionen gegensteuern – sie kaufen physisches Metall oder Terminkontrakte, um ihre Risiken zu decken.

Aus einer normalen Aufwärtsbewegung kann so eine sich selbst verstärkende Kaufspirale werden. Dieser Effekt sei im Basisszenario der 4.900 Dollar noch gar nicht enthalten, betonen die Analysten. Er erhöhe das Aufwärtsrisiko zusätzlich.

Die Weichen für Gold stehen klar auf Expansion – so das Fazit der Analysten.

Die Kehrseite: Es wird ruppiger

Ehrlich bleiben gehört dazu: Derselbe Hebel wirkt in beide Richtungen. Setzen Gewinnmitnahmen ein, dürften die Ausschläge nach unten ebenfalls heftiger ausfallen. Wer 2026 dabei war, hat das erlebt.

Hinzu kommt ein Argument, das über kurzfristige Charts hinausweist: Gold ist in institutionellen Portfolios nach wie vor historisch untergewichtet. Wachsen die Zweifel an der Schuldentragfähigkeit westlicher Staaten – man denke an die milliardenschweren Sondervermögen und die Rekordverschuldung diesseits wie jenseits des Atlantiks –, könnte weiteres Kapital umgeschichtet werden.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Prognosen Dritter können sich als unzutreffend erweisen. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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