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Kettner Edelmetalle
22.01.2026
07:40 Uhr

Goldpreis durchbricht 4.800-Dollar-Marke – Doch das große Geld wartet noch ab

Goldpreis durchbricht 4.800-Dollar-Marke – Doch das große Geld wartet noch ab

Der Goldpreis hat sich einmal mehr als Fels in der Brandung erwiesen. Nach einem kurzzeitigen Rücksetzer unter die psychologisch wichtige Marke von 4.800 US-Dollar je Feinunze notiert das Edelmetall wieder darüber – und könnte vor dem nächsten großen Sprung stehen. Doch ausgerechnet jene Akteure, die in anderen Anlageklassen längst die Kurse treiben würden, halten sich beim Gold noch auffällig zurück: die großen institutionellen Investoren.

Trumps Kehrtwende sorgte nur für kurze Verschnaufpause

Die jüngste Korrektur beim Goldpreis hatte einen Namen: Donald Trump. Der US-Präsident verkündete überraschend, Grönland nun doch nicht mit militärischen Mitteln übernehmen zu wollen. Zudem stellte er die angekündigten Sonderzölle gegen mehrere europäische Länder vorerst zurück. Was in anderen Zeiten als diplomatischer Fortschritt gefeiert worden wäre, interpretierte der Markt zunächst als Entspannungssignal – und der Goldpreis gab nach.

Doch die Erleichterung währte nur kurz. Bereits wenige Handelstage später hatte das Edelmetall seine Verluste wieder wettgemacht. Die fundamentalen Treiber – geopolitische Unsicherheiten, hartnäckige Inflation und eine ausufernde Staatsverschuldung – sind schließlich nicht verschwunden. Sie haben sich lediglich kurzzeitig hinter den Schlagzeilen versteckt.

Die OODA-Schleife: Warum Großinvestoren noch zögern

Besonders aufschlussreich ist die Analyse der Experten von Sprott Inc., einem der renommiertesten Akteure im Edelmetallsegment. Deren These: Die Rallye beim Goldpreis sei mittlerweile „unmöglich zu ignorieren" – und dennoch bleibe eine breite Umschichtung institutioneller Gelder in Richtung Gold bislang aus. Die Erklärung liefert ein Modell aus dem militärischen Bereich: die sogenannte OODA-Schleife.

OODA steht für „Observe, Orient, Decide, Act" – also Beobachten, Einordnen, Entscheiden und Handeln. Nach Einschätzung von Sprott haben die meisten großen Asset Manager die erste Stufe längst absolviert: Sie haben die Goldpreis-Rallye sehr wohl registriert. Doch genau bei der zweiten Stufe, der Orientierung, stecke ein Großteil der institutionellen Welt fest.

Expertise ausgedünnt, Stimmen verstummt

Der Grund für diese Blockade ist struktureller Natur. In vielen Investmenthäusern sei das Wissen über Edelmetalle in den vergangenen zehn Jahren regelrecht ausgedünnt worden. Teams, die früher fundierte Expertise zu Gold und Minenwerten aufgebaut hatten, seien vielerorts geschrumpft oder ganz verschwunden. Es fehle schlicht an internen Fürsprechern, die das Thema in den Investmentkomitees kontinuierlich vertreten und in Stressphasen argumentationsfähig machen könnten.

Die Konsequenz ist paradox: Selbst deutliche Kursgewinne beim Gold, die in anderen Anlageklassen typischerweise zu kräftigen Zuflüssen führen würden, lösen bei Institutionellen eher zusätzliche Prüfprozesse aus – statt Entscheidungen. Man beschäftige sich zwar intensiver mit dem Thema, so Sprott, aber die Umsetzung bleibe aus.

Keine neuen Mandate trotz 60 Prozent Kursgewinn

Die Sprott-Analysten untermauern ihre Einschätzung mit eigenen Erfahrungen: Trotz der starken Entwicklung am Goldmarkt habe das Unternehmen bislang kein einziges neues institutionelles Mandat erhalten, das explizit auf Gold oder Edelmetallaktien zielt. In anderen Sektoren, so der Vergleich, würden Asset Manager bei Kursgewinnen im Bereich von 60 Prozent oder mehr sehr schnell aktiv werden und Kapital neu allokieren. Beim Gold sei die Reaktion auffällig verhalten.

Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in klassischen Stimmungsbarometern wider. Die Bestände in goldgedeckten ETFs liegen weiterhin deutlich unter früheren Höchstständen. Die Beteiligung an Minenaktien – jenem Teil des Sektors, der in Hausse-Phasen oft zusätzliche Dynamik entwickelt – sei nach wie vor „deprimiert". Auch der Risikoappetit innerhalb des Edelmetallsegments bewege sich auf historisch niedrigem Niveau.

Kein spätes Zyklusende, sondern frühe Phase?

Für Sprott sind das keine typischen Merkmale eines späten Zyklus, in dem der Markt bereits „überlaufen" ist. Im Gegenteil: Die Analysten interpretieren diese Daten als Hinweis darauf, dass der Goldpreis zwar stark gelaufen ist, die großen potenziellen Käufer aber noch nicht in nennenswertem Umfang eingestiegen sind. Genau daraus leitet sich die These ab, dass das Umfeld für eine weitere Phase der Aufwärtsbewegung grundsätzlich vorhanden sein könnte.

Die entscheidende Frage lautet: Was könnte den Schalter umlegen? Was bringt Institutionelle dazu, von der Orientierungsphase in die Entscheidungs- und Handlungsphase überzugehen?

Instabilität als Katalysator

Sprott erwartet, dass eine Umschichtung in Richtung Gold weniger durch die reine Kursentwicklung getrieben wird, sondern durch Instabilität in anderen Märkten. Die Experten verweisen insbesondere auf die Aktienmärkte, die Investoren bislang vor harten Portfolio-Entscheidungen „geschützt" hätten. Erst wenn sich dort die Volatilität erhöht oder Risiken sichtbarer werden, könnte Gold als Absicherungsinstrument in größerem Stil in den Fokus rücken.

Ein weiterer möglicher Auslöser sei Stress im Anleihemarkt. Die Entwicklung der Staatsverschuldung und ein Umfeld hartnäckiger Inflation begrenzten den Spielraum für Fehler erheblich. In diesem Kontext äußern sich die Analysten kritisch über langfristige Staatsanleihen: In einer Welt, in der zugleich Inflationsrisiken bestehen, sei das Halten langer Laufzeiten aus ihrer Sicht riskant. Wenn diese Risiken stärker in die Portfolios durchschlagen, könnte Gold als alternativer „sicherer Hafen" zusätzliche Nachfrage erhalten.

5.000 Dollar als nächstes Kursziel?

Viele Analysten diskutieren bereits ein Erreichen von 5.000 US-Dollar je Unze Gold noch in diesem Jahr. Unabhängig von konkreten Preiszielen sieht Sprott das Edelmetall in einem Umfeld, in dem es gegenüber Aktien und Anleihen über einen längeren Zeitraum relativ stark bleiben könnte.

„Der Goldpreis konnte bereits viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen – doch das Kapital, das in klassischen Zyklen oft den größten Trend verstärkt, ist bislang noch eher Zuschauer als Treiber."

Genau deshalb lohnt aus Sicht der Sprott-Analysten der Blick weniger auf das, was Gold schon getan hat, sondern darauf, wann Institutionelle vom Beobachten ins Handeln wechseln. Sollte dieser Moment kommen, könnte die nächste Phase der Goldrallye deutlich dynamischer ausfallen als alles, was wir bisher gesehen haben.

Physisches Gold als Vermögensschutz

Für den privaten Anleger bleibt die Botschaft klar: Während die großen Institutionellen noch in ihren Prüfprozessen feststecken, bietet sich für vorausschauende Investoren die Möglichkeit, sich frühzeitig zu positionieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Vermögensschutz in Krisenzeiten bewährt – und könnten als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios dienen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, sich ausreichend zu informieren und eigenständige Anlageentscheidungen zu treffen. Investitionen in Edelmetalle und andere Anlageklassen sind mit Risiken verbunden, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.

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