
Goldpreis sackt unter 5.000 Dollar: Wenn die Wall Street hustet, verkaufen Anleger ihr Edelmetall
Es war ein Donnerschlag an den Märkten, der selbst hartgesottene Investoren zusammenzucken ließ: Der Goldpreis brach innerhalb einer einzigen Handelssitzung um 3,2 Prozent ein – der heftigste Tagesverlust seit einer Woche. Silber traf es noch brutaler: Das weiße Metall stürzte zeitweise um mehr als zehn Prozent ab. Doch wer glaubt, dass damit die Ära des Goldes zu Ende geht, der irrt gewaltig.
Margin Calls als Brandbeschleuniger
Was war geschehen? Die Verwerfungen an der Wall Street, ausgelöst durch eine panische Neubewertung der Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Unternehmensgewinne, rissen die Edelmetallmärkte mit in die Tiefe. Der Mechanismus ist so alt wie die Börse selbst und doch immer wieder verheerend: Wenn Aktienportfolios massiv an Wert verlieren, werden sogenannte Margin Calls fällig. Investoren müssen Sicherheiten nachschießen – und greifen dafür ausgerechnet zu ihren liquidesten Positionen. Gold und Silber, eigentlich als sichere Häfen geschätzt, werden dann zum Opfer einer erzwungenen Liquidierung.
Hinzu kamen algorithmische Handelsstrategien, die den Abwärtsdruck noch verstärkten. Sogenannte Commodity Trading Advisors (CTAs) – computergestützte Trendfolgemodelle – hätten die Dynamik zusätzlich beschleunigt, wie Marktbeobachter berichten. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Nicht fundamentale Schwäche, nicht ein plötzlicher Vertrauensverlust in das Edelmetall, sondern kalte Algorithmen und Zwangsverkäufe drückten den Preis unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Dollar.
Schnäppchenjäger greifen beherzt zu
Doch die Erholung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Freitag stieg der Spotpreis für Gold zeitweise um bis zu 1,4 Prozent. Clevere Anleger erkannten die Gelegenheit und schlugen zu – ein Verhalten, das man in Zeiten maximaler Unsicherheit immer wieder beobachten kann. Wer die Geschichte der Edelmetallmärkte kennt, weiß: Solche durch technische Faktoren ausgelösten Korrekturen sind keine Trendwenden, sondern Kaufgelegenheiten.
Auch Silber stabilisierte sich nach dem dramatischen Einbruch. Die hohe Volatilität begünstigte zwar kurzfristige Positionsschließungen und Gewinnmitnahmen, doch der übergeordnete Trend bleibt intakt. Trotz der starken Schwankungen steuerte der Goldpreis auf eine nahezu unveränderte Wochenbilanz zu – ein bemerkenswertes Zeichen der Widerstandsfähigkeit.
Inflationsdaten und die Fed: Das Zünglein an der Waage
Nun richten sich alle Blicke auf die anstehenden US-Inflationszahlen, die als richtungsweisend für die weitere Geldpolitik der Federal Reserve gelten. Robuste Arbeitsmarktdaten für Januar hatten zuvor die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen gedämpft. Dabei wäre gerade eine lockerere Geldpolitik ein mächtiger Katalysator für den Goldpreis, denn das Edelmetall wirft bekanntlich keine laufenden Erträge ab und wird in einem Niedrigzinsumfeld relativ attraktiver.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung des bekannten Hedgefonds-Managers David Einhorn, der in einem Interview erklärte, er rechne mit deutlich stärkeren Zinssenkungen als derzeit vom Markt eingepreist. Kevin Warsh, den Präsident Trump als möglichen Nachfolger des amtierenden Fed-Chefs Jerome Powell ins Spiel gebracht habe, könnte die vom Weißen Haus gewünschten niedrigeren Finanzierungskosten umsetzen. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, dürfte dies dem Goldpreis erheblichen Rückenwind verleihen.
Allzeithoch bei über 5.595 Dollar – und dann der Absturz
Man darf nicht vergessen, woher der Goldpreis kommt. Am 29. Januar erreichte das Edelmetall mit über 5.595 US-Dollar je Unze ein neues Allzeithoch – der vorläufige Höhepunkt einer mehrjährigen Rally, die durch geopolitische Spannungen, Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank und eine strukturelle Umschichtung weg von klassischen Anlageklassen wie Staatsanleihen und Währungen befeuert wurde. Dass nach einem solchen Anstieg eine Korrektur von rund 13 Prozent folgte, ist weder überraschend noch besorgniserregend. Es ist schlicht das Atmen des Marktes.
Die großen Investmentbanken zeigen sich denn auch unbeeindruckt von den jüngsten Turbulenzen. BNP Paribas prognostiziere einen Goldpreis von 6.000 US-Dollar bis Jahresende. Auch die Deutsche Bank und Goldman Sachs seien optimistisch gestimmt. Als zentrale Treiber würden anhaltende geopolitische Spannungen, die Diskussionen um die Unabhängigkeit der Fed sowie die fortschreitende Abkehr von traditionellen Reservewährungen genannt.
Warum physisches Gold gerade jetzt Sinn ergibt
Die jüngsten Ereignisse führen einmal mehr vor Augen, wie fragil das globale Finanzsystem geworden ist. Algorithmen, die in Sekundenbruchteilen Milliarden bewegen. Margin Calls, die eine Kettenreaktion auslösen. Und eine Geldpolitik, die zunehmend zum Spielball politischer Interessen wird – man denke nur an Trumps offenkundigen Wunsch nach niedrigeren Zinsen und einem gefügigen Fed-Chef. In einem solchen Umfeld erweist sich physisches Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität, unabhängig von digitalen Handelsmodellen und politischen Launen.
Während Aktien, ETFs und andere Papieranlagen den Launen der Algorithmen und der Politik ausgeliefert sind, bietet physisches Edelmetall einen greifbaren Wert, der keinem Gegenparteirisiko unterliegt. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte die aktuelle Korrektur nicht als Warnsignal, sondern als Chance begreifen, sein Portfolio mit physischem Gold und Silber zu ergänzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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