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30.01.2026
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Grönland-Streit beschert dänischer Sozialdemokratin unverhofften Höhenflug

Grönland-Streit beschert dänischer Sozialdemokratin unverhofften Höhenflug

Es mutet beinahe wie eine Ironie der Geschichte an: Ausgerechnet Donald Trumps aggressive Rhetorik gegenüber der autonomen Insel Grönland katapultiert die angeschlagene dänische Premierministerin Mette Frederiksen auf ein beachtliches Umfragehoch. Die Sozialdemokratin, die noch vor wenigen Wochen als politisch schwer beschädigt galt, erlebt nun einen regelrechten Popularitätsschub – und das ausgerechnet dank des amerikanischen Präsidenten.

Vom politischen Tiefpunkt zum nationalen Bollwerk

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Laut einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Megafon liegt Frederiksens Partei derzeit bei 22,7 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um nahezu zehn Prozentpunkte gegenüber dem Dezember. Damit wären die Sozialdemokraten erneut stärkste Kraft im dänischen Parlament – wenngleich sie weiterhin auf Koalitionspartner angewiesen blieben.

Dabei sah es für die Regierungschefin noch vor kurzem düster aus. Bei den Kommunalwahlen im November erlitt ihre Partei ein historisches Debakel: Kopenhagen, traditionell eine sozialdemokratische Hochburg, ging erstmals seit hundert Jahren verloren. Ihre persönliche Zustimmung lag laut Yougov im Dezember bei mageren 34 Prozent. Ein politisches Comeback schien in weiter Ferne.

Der Trump-Effekt: Wenn Drohungen nach hinten losgehen

Dann kam Donald Trump mit seiner Ankündigung, sich Grönland notfalls gewaltsam einverleiben zu wollen. Was der amerikanische Präsident wohl als Machtdemonstration verstanden wissen wollte, entpuppte sich als politisches Geschenk für Frederiksen. Die Politologin Anne Rasmussen vom King's College London bringt es auf den Punkt:

„Es gibt eigentlich keine andere Erklärung dafür. Es ist in erster Linie Grönland."

Die Regierung Frederiksen habe Dänemarks Souveränität energisch verteidigt und damit ein sogenanntes „Rally around the flag"-Momentum ausgelöst. Ein Phänomen, das zuletzt während der Corona-Pandemie zu beobachten war, als sich die Bevölkerung hinter ihrer Führung versammelte.

Die unbequeme Wahrheit über Grönland

Freilich sollte man bei aller Empörung über Trumps Gebaren nicht vergessen, dass Dänemark selbst keine makellose Bilanz in Bezug auf seine arktische Besitzung vorweisen kann. Selbst die größte Stadt Grönlands kämpft mit erheblichen Infrastrukturproblemen: Müllentsorgung, unsichere Wasserversorgung, exorbitante Lebensmittelpreise. Es existieren keine Straßenverbindungen zwischen den Ortschaften – wer von A nach B möchte, ist auf das Flugzeug angewiesen. Dänemark hat die Insel über Jahrzehnte wirtschaftlich vernachlässigt, während man gleichzeitig von ihrer strategischen Bedeutung profitierte.

Vorgezogene Neuwahlen als Chance?

Ob Frederiksen das unverhoffte Momentum für vorgezogene Neuwahlen nutzen wird, bleibt abzuwarten. Spätestens am 1. November muss ohnehin gewählt werden. Die Versuchung dürfte groß sein, den aktuellen Rückenwind mitzunehmen, bevor er sich wieder legt.

Denn eines ist gewiss: Umfragewerte sind flüchtig. Sie können sich ebenso schnell wieder drehen, wie sie gestiegen sind. Trumps Grönland-Rhetorik mag Frederiksen kurzfristig genutzt haben – doch die strukturellen Probleme ihrer Regierung werden dadurch nicht gelöst. Die Frage ist nur, ob die dänischen Wähler das bis zum Wahltag vergessen haben werden.

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