
Halbleiter-Offensive: Taiwan und USA besiegeln historisches 500-Milliarden-Dollar-Abkommen

Was sich bereits Anfang der Woche andeutete, ist nun Realität geworden: Die Vereinigten Staaten und Taiwan haben ein wegweisendes Handelsabkommen unterzeichnet, das die geopolitischen Karten im globalen Chipmarkt neu mischen dürfte. Die Dimensionen sind gewaltig – eine halbe Billion Dollar steht im Raum, und die Botschaft an Peking könnte kaum deutlicher sein.
Zölle sinken, Investitionen explodieren
Im Kern des Abkommens steht eine spürbare Entlastung für taiwanesische Exporteure: Die Zölle auf Waren von der selbstverwalteten Insel werden von zuvor 20 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Damit rückt Taiwan auf Augenhöhe mit Japan und Südkorea, die bereits im vergangenen Jahr ähnliche Vereinbarungen mit Washington aushandeln konnten. Für die exportorientierte taiwanesische Wirtschaft ist dies ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.
Doch der eigentliche Paukenschlag verbirgt sich in den Investitionszusagen. Taiwans Technologiesektor verpflichtet sich zu Direktinvestitionen von mindestens 250 Milliarden Dollar, um fortschrittliche Halbleiter-, Energie- und KI-Operationen in den USA auszubauen. Hinzu kommen weitere 250 Milliarden Dollar an Kreditgarantien für zusätzliche Investitionen in die amerikanische Halbleiter-Lieferkette.
TSMC als unausgesprochener Hauptakteur
Obwohl das Weiße Haus in seiner offiziellen Stellungnahme den Namen Taiwan Semiconductor Manufacturing Company nicht explizit erwähnte, sind die Implikationen für den weltweit führenden Hersteller von KI-Chips offensichtlich. Berichten zufolge sieht das Abkommen vor, dass TSMC mindestens vier weitere Chipfabriken in Arizona errichten wird – zusätzlich zu den sechs Werken und zwei hochmodernen Verpackungsanlagen, die das Unternehmen dort bereits zugesagt hat.
Trumps Reindustrialisierungsstrategie trägt Früchte
Für Präsident Donald Trump ist dieses Abkommen ein weiterer Baustein seiner erklärten Mission, die amerikanische Industrie wiederzubeleben. Der taiwanesische Präsident Lai Ching-te hatte seine grundsätzliche Unterstützung für dieses Ziel signalisiert, gleichzeitig aber auf notwendige Reformen bei Grundstückspreisen, Energieversorgung und Arbeitskräftepolitik hingewiesen, damit die ambitionierten Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden können.
Eine hochrangige taiwanesische Delegation reiste eigens nach Washington, um die Vereinbarung mit Trumps Vertretern zu finalisieren. Die Geschwindigkeit, mit der dieses Abkommen zustande kam, zeigt einmal mehr, dass entschlossenes politisches Handeln durchaus Ergebnisse liefern kann – eine Lektion, die man sich in manchen europäischen Hauptstädten durchaus zu Herzen nehmen könnte.
Geopolitische Dimension nicht zu unterschätzen
Das Abkommen ist weit mehr als ein bloßes Handelsgeschäft. Es festigt die strategische Partnerschaft zwischen Washington und Taipeh in einer Zeit, in der China seinen Druck auf die Inselrepublik kontinuierlich erhöht. Die massive Verlagerung von Halbleiterproduktion auf amerikanischen Boden reduziert zudem die Verwundbarkeit der westlichen Technologieversorgung im Falle einer möglichen Eskalation in der Taiwanstraße.
Für Anleger, die ihr Portfolio gegen geopolitische Risiken absichern möchten, bleiben physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Ergänzung. In Zeiten, in denen Handelsströme und Lieferketten zum Spielball großer Mächte werden, bietet das zeitlose Metall eine Stabilität, die keine Regierung per Dekret aufheben kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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