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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
19:23 Uhr

Historisches Urteil: US-Supreme Court kippt Trumps Zölle – Wall Street jubelt

Was für ein Tag an den amerikanischen Finanzmärkten. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat am Freitag in einer wegweisenden Entscheidung die globalen Strafzölle von Präsident Donald Trump für verfassungswidrig erklärt – und die Börsen reagierten mit deutlichen Kursgewinnen. Der Nasdaq legte um 1,1 Prozent zu, der S&P 500 gewann 0,64 Prozent, und selbst der behäbige Dow Jones kletterte um 0,23 Prozent nach oben. Ein Urteil, das die Weltwirtschaft noch lange beschäftigen dürfte.

Das Ende der „Liberation Day"-Zölle?

Die Richter des Supreme Court, der bekanntlich über eine konservative Mehrheit verfügt, entschieden mit 6 zu 3 Stimmen gegen die von Trump am 2. April 2025 unter dem martialischen Titel „Liberation Day" verhängten Importzölle. Diese hatten einen Basiszoll von 10 Prozent auf sämtliche Einfuhren in die USA vorgesehen, ergänzt durch länderspezifische Aufschläge von 15 bis 50 Prozent. Die rechtliche Grundlage – ein Bundesgesetz für nationale Notfälle – trug nach Auffassung der Richter diese weitreichenden Handelsmaßnahmen schlicht nicht.

Trump bezeichnete das Urteil erwartungsgemäß als „Schande" und ließ über Vertraute verlauten, er verfüge über einen Alternativplan. Tatsächlich ordnete er noch am selben Tag einen temporären globalen Zoll von 10 Prozent für 150 Tage an, um die vom Gericht kassierten Abgaben zumindest teilweise zu ersetzen. Man kennt das Muster: Wo ein Wille ist, findet Trump einen Weg – oder zumindest einen Umweg.

Milliardenschwere Rückerstattungen drohen

Die wirtschaftlichen Konsequenzen des Urteils könnten gewaltig sein. Tausende Unternehmen weltweit hatten bereits Klagen gegen die Zölle eingereicht und Rückerstattungen der gezahlten Abgaben gefordert. Nach Berechnungen von Ökonomen des Penn-Wharton Budget Model besteht das Risiko, dass mehr als 175 Milliarden US-Dollar an Zolleinnahmen zurückerstattet werden müssen. Eine Summe, die selbst für den amerikanischen Staatshaushalt keine Kleinigkeit darstellt.

An der Börse profitierten vor allem jene Unternehmen, die unter den Zöllen besonders gelitten hatten. Spielzeughersteller wie Hasbro und Mattel, der Online-Möbelhändler Wayfair, Williams-Sonoma und der Luxusmöbelanbieter RH verzeichneten allesamt deutliche Kursgewinne. Auch Solarunternehmen wie First Solar und Canadian Solar sowie Hausbauer wie Pultegroup und Lennar legten spürbar zu.

Erleichterung bei Verbrauchern und Unternehmen

Michael James, Aktienhändler bei Rosenblatt Securities in Los Angeles, brachte die Stimmung auf den Punkt: Es sei zwar noch zu früh für eine umfassende Bewertung, doch die erste Wahrnehmung sei, dass das Urteil den Inflationsdruck mildern könnte – sofern die Entscheidung Bestand habe. Genau deshalb sehe man eine deutliche Rally nicht nur am Gesamtmarkt, sondern insbesondere bei konsumnahen Titeln.

Dabei hatte der Tag an den Märkten alles andere als verheißungsvoll begonnen. Wirtschaftsdaten zeigten, dass das US-Wachstum im vierten Quartal deutlich stärker als erwartet eingebrochen war, während die Inflation – gemessen am PCE-Index – im Dezember wieder anzog. Eine toxische Kombination, die an das Schreckgespenst der Stagflation erinnert. Händler hielten dennoch an ihren Wetten fest, dass die Federal Reserve ihre nächste Zinssenkung im Juni vornehmen werde.

Ein Lehrstück für Europa – und für Deutschland

Was bedeutet dieses Urteil für Europa und insbesondere für Deutschland? Die Antwort ist komplex. Einerseits dürfte die Entscheidung kurzfristig für Erleichterung sorgen, denn die 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe standen wie ein Damoklesschwert über der ohnehin angeschlagenen deutschen Exportwirtschaft. Andererseits zeigt Trumps blitzschnelle Reaktion – die sofortige Anordnung eines temporären 10-Prozent-Zolls –, dass der Handelskonflikt keineswegs beendet ist. Er hat lediglich seine Form gewandelt.

Für die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz sollte dies ein Weckruf sein. Während man in Berlin fleißig an einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bastelt, das kommende Generationen mit Schulden belastet, und sich in ideologischen Debatten über Klimaneutralität bis 2045 verliert, verschiebt sich die geopolitische Tektonik in atemberaubendem Tempo. Die deutsche Wirtschaft braucht keine weiteren Subventionsprogramme und Schuldenberge – sie braucht wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, niedrigere Energiekosten und eine Politik, die den Standort Deutschland wieder attraktiv macht.

Unsicherheit bleibt der ständige Begleiter

Sieben der elf S&P-Sektoren notierten im Plus, angeführt vom Kommunikationsdienstleistungssektor, der von einem 4,5-prozentigen Kursanstieg bei Alphabet profitierte. Gleichzeitig belasteten hohe Bewertungen und Sorgen über die Disruption durch künstliche Intelligenz weiterhin den Technologiesektor. Die Frage, ob die massiven Investitionen in KI sich tatsächlich auszahlen, bleibt unbeantwortet.

Nicht alle Werte profitierten vom allgemeinen Aufschwung. Akamai Technologies brach um 10,6 Prozent ein, nachdem der Cloud-Anbieter eine enttäuschende Gewinnprognose für das erste Quartal vorgelegt hatte. Auch Blue Owl Capital verlor weitere 2,6 Prozent, nachdem die Strategie des Unternehmens zur Kapitalrückführung aus einem kleinen Schuldenfonds die Anleger verunsichert hatte.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen, Handelskonflikte und inflationäre Tendenzen die Märkte in Atem halten, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit einer breiten Vermögensstreuung als richtig. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in einem solchen Umfeld einen bewährten Anker der Stabilität – unabhängig davon, welches Urteil ein Gericht fällt oder welchen Zoll ein Präsident per Dekret verhängt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen könnten. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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