
Hotelriese am Abgrund: Revo Hospitality Group reißt 5500 Arbeitsplätze in den Strudel der Insolvenz

Die deutsche Hotelbranche erlebt einen weiteren schweren Schlag. Mit der Revo Hospitality Group, ehemals bekannt als HR Group, hat einer der größten Hotelbetreiber Europas Insolvenz angemeldet. Rund 140 Einzelgesellschaften des Konzerns haben beim Amtsgericht Charlottenburg den Gang in die Eigenverwaltung beantragt – ein Vorgang, der die Fragilität der deutschen Wirtschaft einmal mehr schonungslos offenlegt.
Ein Imperium wankt
Die Dimensionen dieser Pleite sind beachtlich: Mehr als 125 Hotels allein in Deutschland und Österreich, europaweit sogar 250 Häuser unter dem Management der Gruppe. Namhafte Marken wie Hilton, Accor, Wyndham, Marriott und Radisson vertrauten der Revo Hospitality Group ihre Standorte an. Der Jahresumsatz belief sich zuletzt auf stolze 1,3 Milliarden Euro. Doch hinter der glänzenden Fassade brodelte es schon lange.
Was als Erfolgsgeschichte begann – 2008 mit einem einzigen Hotel in Leipzig – entwickelte sich zu einem klassischen Fall von Größenwahn. Bis 2020 wuchs das Portfolio auf 51 Hotels, danach beschleunigte sich das Expansionstempo noch einmal dramatisch. Die Akquisitionen verschlangen Unsummen, während die erhofften Übernachtungszahlen ausblieben und die Umsatzziele für 2025 verfehlt wurden.
Die wahren Ursachen: Politisches Versagen trifft unternehmerische Hybris
Das Unternehmen selbst benennt die Gründe für das Desaster erstaunlich offen: gestiegene Lohnkosten, die massive Anhebung der Mindestlöhne, explodierende Mieten, Energiepreise und Lebensmittelkosten. Wer hier nicht die Handschrift einer verfehlten Wirtschaftspolitik erkennt, verschließt bewusst die Augen vor der Realität.
„Die starke Expansion in den letzten Jahren führte zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen", räumt das Unternehmen ein.
Doch diese hausgemachten Probleme trafen auf ein wirtschaftliches Umfeld, das durch politische Fehlentscheidungen vergiftet wurde. Die Energiekrise, die Inflation, die regulatorische Überfrachtung – all dies sind keine Naturgewalten, sondern Konsequenzen einer Politik, die den Wirtschaftsstandort Deutschland systematisch geschwächt hat.
5500 Schicksale in der Schwebe
Für die rund 5500 Mitarbeiter beginnt nun eine Zeit der Ungewissheit. Zwar soll der Hotelbetrieb fortgeführt werden, und bis März erhalten die Beschäftigten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Doch was danach kommt, steht in den Sternen. Die bestellten Sanierer Gordon Geiser und Benedikt de Bruyn von GT Restructuring geben sich optimistisch und versprechen eine „zügige Sanierung" bis zum Sommer.
Immerhin: Das Interesse von Investoren am deutschen Hotelmarkt ist laut Daten von JLL Hotels & Hospitality Group zuletzt um 40 Prozent gestiegen. Ausländische Käufer machten dabei mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens aus. Ein bezeichnendes Detail – während deutsche Unternehmen unter der Last der Bürokratie und Abgaben zusammenbrechen, wittern internationale Investoren Schnäppchen.
Ein Symptom einer kranken Wirtschaft
Die Insolvenz der Revo Hospitality Group ist kein Einzelfall, sondern ein weiteres Symptom einer tiefgreifenden Krise des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Konjunktur lahmt, der Konsum schwächelt, die Kosten explodieren. Ganze Branchen wanken, und die politisch Verantwortlichen scheinen unfähig oder unwillig, gegenzusteuern. Wie viele Insolvenzen, wie viele verlorene Arbeitsplätze braucht es noch, bis ein grundlegender Kurswechsel erfolgt?
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