
Industriestandort Deutschland im freien Fall: 124.000 Arbeitsplätze vernichtet – und kein Ende in Sicht
Was einst das pulsierende Herz der europäischen Wirtschaft war, gleicht zunehmend einem Patienten auf der Intensivstation. Die deutsche Industrie hat im Jahr 2025 rund 124.100 Arbeitsplätze abgebaut – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Das sind nicht bloß Statistiken. Das sind Existenzen, Familien, Lebensentwürfe, die zerbröseln wie morsches Holz.
Ein Trend, der längst keine Überraschung mehr sein dürfte
Bereits im Vorjahr waren 56.000 Stellen der industriellen Abrissbirne zum Opfer gefallen. Nun also mehr als das Doppelte. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 summiert sich der Aderlass auf erschreckende 266.200 verlorene Arbeitsplätze – ein Rückgang um knapp fünf Prozent. Jan Brorhilker von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY bringt es auf den Punkt: „Die deutsche Industrie steckt in einer tiefen Krise." Man möchte hinzufügen: Und die Politik schaut zu, als ginge sie das alles nichts an.
Denn wer ehrlich ist, der weiß, dass diese Entwicklung nicht vom Himmel gefallen ist. Jahrelange Überregulierung, explodierende Energiekosten, eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik und ein Bürokratiemonster, das selbst den robustesten Mittelständler in die Knie zwingt – all das hat den Standort Deutschland systematisch geschwächt. Und nun ernten wir die bitteren Früchte dieser Saat.
Die Automobilbranche: Vom Stolz der Nation zum Sorgenkind
Besonders dramatisch ist die Lage in jenem Sektor, der Deutschland einst weltberühmt machte. Die Automobilindustrie verlor allein im vergangenen Jahr fast 50.000 Arbeitsplätze. Seit 2019 schrumpfte die Belegschaft um rund 111.000 Mitarbeiter – ein Minus von 13 Prozent. Dreizehn Prozent! Das ist kein Strukturwandel mehr, das ist ein Kollaps in Zeitlupe.
Die schwache Umsatzentwicklung gilt als Haupttreiber dieser Misere. Der Industrieumsatz sank im vergangenen Jahr nicht inflationsbereinigt um 1,1 Prozent, nachdem er bereits im Vorjahr um 3,5 Prozent eingebrochen war. Man fragt sich unwillkürlich: Wie lange kann eine Branche solche Verluste verkraften, bevor sie endgültig den Anschluss an die internationale Konkurrenz verliert? China baut längst die Elektroautos, die deutsche Hersteller unter dem Druck politischer Vorgaben hätten entwickeln sollen – nur eben schneller, günstiger und mittlerweile auch qualitativ auf Augenhöhe.
Insolvenzen auf dem höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt
Als wäre der massive Stellenabbau nicht genug, explodiert parallel die Zahl der Firmenpleiten. Von Januar bis November 2025 wurden rund 1.480 Insolvenzverfahren in der Industrie eröffnet – elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit 2013. Diese Zahlen, die auf Rohdaten des Statistischen Bundesamtes basieren, zeichnen ein Bild der Verwüstung, das man sonst nur aus Krisenstaaten kennt.
Neben der Automobilbranche leiden auch die Papier- und Textilindustrie unter erheblichen Umsatzeinbußen von jeweils etwa drei Prozent. Lediglich die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Elektroindustrie konnten gegen den allgemeinen Negativtrend ihre Beschäftigungszahlen um drei beziehungsweise zwei Prozent steigern – ein schwacher Trost angesichts des Gesamtbildes.
Wo bleibt der versprochene Aufschwung?
Experte Brorhilker zeigt sich für die Zukunft wenig optimistisch. Es bräuchte einen „echten und deutlichen Aufschwung", um ein weiteres Abschmelzen der Beschäftigung zu verhindern. Doch woher soll dieser Aufschwung kommen? Von einer Großen Koalition, die ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen – in Wahrheit nichts anderes als ein gigantischer Schuldenberg – auf den Weg gebracht hat, das kommende Generationen abzahlen dürfen? Von einem Bundeskanzler Merz, der im Wahlkampf versprach, keine neuen Schulden zu machen, und dieses Versprechen schneller brach als die Tinte auf dem Koalitionsvertrag trocknen konnte?
Deutschland braucht keine weiteren Schulden und keine weiteren Subventionsprogramme. Deutschland braucht eine radikale Entbürokratisierung, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Politik, die den Unternehmer nicht als Feind, sondern als Rückgrat der Gesellschaft begreift. Solange das nicht geschieht, wird der industrielle Kahlschlag weitergehen – und mit ihm der schleichende Abstieg einer einst stolzen Wirtschaftsnation.
In Zeiten wie diesen, in denen die wirtschaftliche Unsicherheit greifbar wird und das Vertrauen in politische Lösungen schwindet, besinnen sich immer mehr Bürger auf bewährte Strategien der Vermögenssicherung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihren Wert bewiesen – gerade dann, wenn Papierwerte und politische Versprechen sich in Luft auflösten. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen Anker der Stabilität, den weder Inflation noch industrieller Niedergang erschüttern können.

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