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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
18:03 Uhr

Infantinos Größenwahn im Trump Tower: Wenn ein Fußball-Funktionär die Welt gerettet haben will

Infantinos Größenwahn im Trump Tower: Wenn ein Fußball-Funktionär die Welt gerettet haben will

Es gibt Reden, die brennen sich ins kollektive Gedächtnis ein – nicht wegen ihrer Weisheit, sondern wegen ihrer maßlosen Selbstüberschätzung. Genau eine solche Rede lieferte FIFA-Präsident Gianni Infantino vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien ab, und zwar standesgemäß im vergoldeten Ambiente des Trump Towers in New York. Der Mann, der einer der reichsten und – wie böse Zungen behaupten – umstrittensten Organisationen der Welt vorsteht, nahm den Mund einmal mehr gewaltig voll.

Das «größte Ereignis der Menschheitsgeschichte»?

Man höre und staune: Diese Weltmeisterschaft sei, so Infantino, das größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt habe. Nicht die Erfindung des Buchdrucks. Nicht die Mondlandung. Nicht der Fall der Berliner Mauer. Sondern ein Fußballturnier, veranstaltet von einer Funktionärskaste, die seit Jahrzehnten mit Korruptionsvorwürfen kämpft.

«Wir sind seit 120 Jahren der offizielle Glückslieferant für die Menschheit.» – Gianni Infantino

Ein Satz, der an Anmaßung kaum zu überbieten ist. Während in der Ukraine weiterhin gestorben wird, während der Nahe Osten im Sommer 2025 in Flammen aufging und Israel iranische Atomanlagen bombardierte, sitzt der oberste Fußballfunktionär im Trump Tower und erklärt sich selbst zum Heilsbringer der Menschheit. Man reibt sich verwundert die Augen.

Ein Schulterschluss mit der Macht

Bemerkenswert war vor allem, wie devot sich Infantino dem US-Präsidenten andiente. Immer wieder das «Herr Präsident», immer wieder die überschwänglichen Danksagungen. Man könnte fast meinen, es handle sich weniger um eine Ansprache als um eine Huldigung. Dabei betonte Infantino ausdrücklich, Trump brauche «keine Leute, die ihm Komplimente machen» – nur um im gleichen Atemzug genau das zu tun.

Der «amerikanische Traum» sei Wirklichkeit geworden, sieben Millionen Menschen in den Stadien, Milliarden vor den Fernsehern. Zahlen, die beeindrucken sollen. Doch was bleibt am Ende? Ein Turnier, das laut vielen Beobachtern von fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen überschattet wurde und bei dem – wie so oft im Profifußball – vor allem eines im Vordergrund stand: das Geld.

Wenn Selbstbeweihräucherung zum Programm wird

Die Wahrheit ist unbequem: Der moderne Spitzenfußball hat sich vom Sport längst entkoppelt. Es geht um Milliardenverträge, um Sponsoren, um politische Bühnen. Der Ball ist zur Nebensache geworden, während sich Funktionäre wie Infantino als Weltenlenker inszenieren. Dass ein Turnier, so unterhaltsam es auch sein mag, mit weltbewegenden Zäsuren der Menschheitsgeschichte gleichgesetzt wird, offenbart die völlige Realitätsferne einer abgehobenen Funktionärselite.

Und während sich die Mächtigen dieser Welt in vergoldeten Türmen selbst feiern, bleibt für den normalen Bürger die nüchterne Erkenntnis: Echte Werte lassen sich nicht durch pompöse Reden erschaffen. Wer in Zeiten geopolitischer Unsicherheit, ausufernder Staatsverschuldung und schleichender Geldentwertung auf Beständiges setzen will, tut gut daran, sich auf Substanzielles zu besinnen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen überdauern – ganz ohne die großspurige Rhetorik selbsternannter «Glückslieferanten».

Fazit: Bodenhaftung wäre angebracht

Infantinos Rede ist ein Lehrstück in Sachen Größenwahn. Sie zeigt, wie weit sich mancher Funktionär von der Wirklichkeit entfernt hat. Ein Fußballturnier bleibt ein Fußballturnier – schön, unterhaltsam, emotional. Aber die Menschheit gerettet hat es nicht. Wer echte Sicherheit sucht, sollte sich weniger von blumigen Worten blenden lassen und mehr auf Werte vertrauen, die tatsächlich bestehen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. Bitte informieren Sie sich eigenständig umfassend und ziehen Sie im Zweifel fachkundigen Rat hinzu.

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