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27.03.2026
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Israels Streitkräfte vor dem Zusammenbruch: Wenn eine Armee an allen Fronten gleichzeitig kämpft

Israels Streitkräfte vor dem Zusammenbruch: Wenn eine Armee an allen Fronten gleichzeitig kämpft

Es ist ein Alarmsignal, das man in seiner Dramatik kaum überschätzen kann: Israels Generalstabschef Eyal Zamir hat in einer Sitzung des sicherheitspolitischen Kabinetts offen vor einem inneren Kollaps der israelischen Streitkräfte gewarnt. Zehn „rote Flaggen" habe er gehisst – ein militärischer Hilferuf, der in seiner Deutlichkeit beispiellos ist. Die Botschaft an die politische Führung könnte unmissverständlicher kaum sein: Ohne sofortige und tiefgreifende Reformen drohe die Armee, ihre grundlegenden Aufgaben nicht mehr erfüllen zu können.

Dauereinsatz an fünf Fronten gleichzeitig

Was Zamir beschreibt, ist keine theoretische Gefahr, sondern die bittere Realität einer Armee, die sich seit Oktober 2023 in einem permanenten Ausnahmezustand befindet. Die Israel Defense Forces operieren gleichzeitig im Gazastreifen, im Libanon, im Westjordanland, in Syrien und – seit der jüngsten Eskalation – auch gegen Ziele im Iran. Hinzu kommt die Bindung zusätzlicher Kräfte für den Schutz neuer Siedlungen im Westjordanland. Die Diskrepanz zwischen dem, was politisch gefordert wird, und dem, was militärisch leistbar ist, wächst mit jedem Tag.

Besonders die Reservisten, das Rückgrat der israelischen Verteidigungsfähigkeit, stehen seit Monaten im Dauereinsatz. Sie pendeln zwischen Kampfzone und Zivilleben, zwischen Schützengräben und Schreibtischen. Familien zerbrechen, Betriebe leiden, und der Patriotismus allein – so ehrenwert er sein mag – zahlt weder die Miete noch bringt er die Kinder ins Bett. Eine Armee, die ihre eigenen Soldaten verschleißt, sägt am Ast, auf dem sie sitzt.

Zamirs Forderungen: Wehrpflicht auch für Orthodoxe

Die Forderungen des Generalstabschefs sind so klar wie politisch brisant. Er verlangt ein umfassendes Wehrgesetz, das auch bisher weitgehend vom Militärdienst befreite Bevölkerungsgruppen einbezieht – namentlich die ultraorthodoxen Juden, die in Israel traditionell von der Wehrpflicht ausgenommen sind. Darüber hinaus fordert Zamir eine grundlegende Stärkung der Reserve sowie eine Verlängerung des Pflichtdienstes. Es sind Maßnahmen, die an den Grundfesten der israelischen Innenpolitik rütteln, denn die Befreiung der Orthodoxen vom Wehrdienst ist seit Jahrzehnten ein hochsensibles Thema, das Koalitionen zusammenhält – oder sprengt.

Ex-Premierminister Naftali Bennett beziffert den Personalmangel auf rund 20.000 fehlende Soldaten. Eine Zahl, die verdeutlicht, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Bennett warnte zudem, dass eine Regierung, die von radikalen Koalitionspartnern abhängig sei, weder Sicherheit garantieren noch militärisch bestehen könne. Ein Satz, der wie ein Dolchstoß in Richtung Netanjahu wirkt.

Netanjahus beredtes Schweigen

Und was tut der Premierminister? Benjamin Netanjahu schweigt. Auf Anfragen von Journalisten zur alarmierenden Einschätzung seines eigenen Armeechefs reagierte er schlicht nicht. Ein Schweigen, das lauter spricht als jede Rede. Oppositionsführer Jair Lapid warf der Regierung vor, die Warnungen bewusst zu ignorieren. Im Falle einer neuen Katastrophe könne sich die politische Führung nicht mehr auf Unwissenheit berufen. Auch der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot schlug in dieselbe Kerbe: Die politische Führung könne nicht länger behaupten, von alledem nichts gewusst zu haben.

Was wir hier beobachten, ist ein Muster, das in der Geschichte immer wieder zu Katastrophen geführt hat: Eine politische Klasse, die militärische Realitäten ignoriert, weil sie unbequem sind. Die lieber die Augen verschließt, als schmerzhafte Entscheidungen zu treffen. Die ihre Soldaten verheizt, während sie sich in innenpolitischen Grabenkämpfen verliert.

Ein Lehrstück auch für Europa

Die Krise der israelischen Streitkräfte sollte auch in Europa – und ganz besonders in Deutschland – aufmerksam verfolgt werden. Denn sie zeigt exemplarisch, was geschieht, wenn eine Nation ihre Verteidigungsfähigkeit über Jahre hinweg vernachlässigt und dann plötzlich an mehreren Fronten gleichzeitig gefordert ist. Die Bundeswehr, deren desolater Zustand seit Jahren bekannt ist, dürfte bei einer vergleichbaren Belastung noch weitaus schneller an ihre Grenzen stoßen. Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird jedenfalls kaum ausreichen, um auch die militärische Einsatzbereitschaft Deutschlands auf ein Niveau zu heben, das den aktuellen geopolitischen Realitäten entspricht.

Israel steht an einem Scheideweg. Entweder die politische Führung findet den Mut zu den notwendigen Reformen – oder sie riskiert, dass die stärkste Armee des Nahen Ostens von innen heraus erodiert. Eine Armee, die im Inneren zerstritten und überdehnt ist, verliert ihre Abschreckungswirkung nach außen. Und das ist ein Signal, das die Feinde in der Region mit Sicherheit registrieren werden.

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