Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
19.02.2026
14:04 Uhr

Italiens Ölgigant Eni will zurück ins Handelsgeschäft – während Europas Energieriesen Milliarden scheffeln

Während die politische Klasse Europas noch vor wenigen Jahren den endgültigen Abschied vom fossilen Zeitalter verkündete und Milliarden in windige Klimaprojekte pumpte, vollzieht sich in den Chefetagen der großen Ölkonzerne eine bemerkenswerte Kehrtwende. Das jüngste Beispiel: Der italienische Energieriese Eni erwägt ernsthaft, sein 2019 eingestelltes Ölhandelsgeschäft wiederzubeleben – schlicht, weil die Konkurrenz damit Milliarden verdient.

Descalzi gibt offen zu: „Es liegt nicht in unserer DNA"

Eni-Chef Claudio Descalzi machte in einem Interview mit der Financial Times keinen Hehl aus seiner Motivation. Er habe den Handel 2019 eingestellt, doch die anderen großen Konzerne – BP, Shell, TotalEnergies – seien allesamt massive Händler und verdienten damit Milliardensummen. Eine bemerkenswert ehrliche Einschätzung, die zugleich offenbart, wie viel Geld Eni in den vergangenen Jahren auf dem Tisch liegen ließ.

Besonders aufschlussreich ist Descalzis Selbsteinschätzung: „Es liegt nicht in unserer DNA. Wir sind nicht besonders kommerziell." Deshalb suche man nun den Schulterschluss mit erfahrenen Rohstoffhandelshäusern. Vorläufige Gespräche würden bereits mit mehreren Partnern geführt, darunter das Schweizer Handelshaus Mercuria. Die Logik dahinter ist bestechend einfach: Eni produziert enorme Mengen an Öl und Gas und könnte physisches Hedging anbieten – ein Trumpf, der für jeden Handelspartner attraktiv sein dürfte.

Die große Ernüchterung der Energiewende

Was sich hier abzeichnet, ist weit mehr als eine unternehmerische Einzelentscheidung. Es ist ein Symptom einer fundamentalen Verschiebung in der europäischen Energielandschaft. Die großen Ölkonzerne des Kontinents haben sich in den vergangenen Monaten systematisch von ihren klimafreundlichen Investitionen zurückgezogen und konzentrieren sich wieder auf ihr Kerngeschäft: die Förderung und den Handel von Öl und Gas.

Man erinnere sich: Noch vor drei, vier Jahren überboten sich Shell, BP und TotalEnergies gegenseitig mit ambitionierten Klimazielen und Investitionen in erneuerbare Energien. Grüne Politiker und Klimaaktivisten applaudierten. Doch die Realität hat die Ideologie eingeholt. Die Aktionäre – jene Menschen, die tatsächlich ihr eigenes Geld riskieren – drängen nun auf Wachstum im traditionellen Geschäft. Prognosen zum sogenannten „Peak Oil" verschieben sich immer weiter in die Zukunft. Welch eine Überraschung für all jene, die das Ende des Ölzeitalters bereits für morgen ausgerufen hatten.

Auch die Handelsgiganten schwächeln

Freilich ist nicht alles Gold, was glänzt – oder in diesem Fall: nicht alles Öl, was fließt. Shell musste vor der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen eine schwächere Performance seiner Handelssparte einräumen. Auch BP vermeldete ein nachlassendes Handelsgeschäft im letzten Quartal 2024. TotalEnergies hingegen geht einen anderen Weg und hat kürzlich ein Handels-Joint-Venture mit Bahrains BapcoEnergies geschlossen – ein strategischer Schachzug, der den Zugang zu internationalen Märkten für bahrainische Ölprodukte erweitern soll.

Eine Lektion für deutsche Energiepolitiker

Die Entwicklung bei Eni sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Während Deutschland unter der vorherigen Ampelregierung Milliarden in eine ideologisch getriebene Energiewende versenkte, Kernkraftwerke abschaltete und die eigene Industrie mit explodierenden Energiekosten in die Knie zwang, besinnen sich die großen europäischen Energiekonzerne auf das, was funktioniert. Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Fossile Energieträger bleiben auf absehbare Zeit das Rückgrat der Weltwirtschaft.

Ob die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz den Mut aufbringt, diese unbequeme Wahrheit anzuerkennen und die deutsche Energiepolitik entsprechend neu auszurichten, bleibt abzuwarten. Die Zeichen aus Rom, London und Paris jedenfalls sprechen eine unmissverständliche Sprache: Wer im globalen Energiemarkt mitspielen will, kommt am Öl- und Gasgeschäft nicht vorbei – ganz gleich, wie viele Klimagipfel noch abgehalten werden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Rohstoffe, Aktien oder andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, sich umfassend zu informieren und eigenständige Anlageentscheidungen zu treffen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber können als bewährter Baustein zur Vermögenssicherung eine sinnvolle Ergänzung in einem breit diversifizierten Portfolio darstellen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen