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Job-Beben in der Industrie: 300.000 Stellen auf der Kippe!

Job-Beben in der Industrie: 300.000 Stellen auf der Kippe!
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands wichtigster Industriezweig steuert auf den nächsten Kahlschlag zu. Nach Angaben des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall könnten in der Metall- und Elektroindustrie in den kommenden zwei bis drei Jahren bis zu 300.000 weitere Arbeitsplätze verloren gehen. Gleichzeitig legt die IG Metall mit Warnstreiks Betriebe lahm und fordert fünf Prozent mehr Lohn.

Rund 10.000 Jobs weg – Monat für Monat

Rechnerisch wären das etwa 10.000 Arbeitsplätze im Monat. Es geht also nicht um eine Delle, sondern um einen Aderlass. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander wird in der „Bild“ mit diesen Worten zitiert:

„Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der Metall- und Elektro-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht.“

Den zusätzlichen Wohlstandsverlust für Deutschland beziffert der Bericht auf rund 35 Milliarden Euro pro Jahr. Und das kommt noch obendrauf: Nach Zanders Angaben hat die Branche in den vergangenen sieben Jahren bereits rund 350.000 Stellen verloren. Damit sei schon heute ein jährlicher Wertschöpfungsverlust von etwa 42 Milliarden Euro verbunden.

Aktuell arbeiten noch rund 3,7 Millionen Menschen in der Branche. Fallen weitere 300.000 Stellen weg, blieben etwa 3,4 Millionen übrig. Das wäre der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Mehr als drei Jahrzehnte Aufbau würden damit wieder verloren gehen.

China, Strompreise, Bürokratie: Ein Giftcocktail

Für die Misere nennen die Arbeitgeber gleich mehrere Gründe: die wachsende Konkurrenz aus China, hohe Arbeits- und Energiekosten, ausufernde Bürokratie und die US-Zölle unter Präsident Donald Trump. Einiges davon kommt von außen. Vieles ist aber hausgemacht. Seit dem Atomausstieg und Jahren einer teuren Energiepolitik zahlen deutsche Betriebe im internationalen Vergleich Spitzenpreise für Strom.

Die IG Metall sieht die Schuld auch in den Chefetagen. Sie wirft dem Management vor allem in der Autoindustrie Fehler vor. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht. Für viele Beobachter ist trotzdem klar: Ohne bessere Standortbedingungen hilft auch die klügste Unternehmensführung nur begrenzt. Und von der versprochenen Wirtschaftswende der Merz-Regierung merken viele Betriebe bisher wenig.

Schaeffler als Mahnmal

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Zulieferer Schaeffler. Das Unternehmen will in Europa 3460 Stellen streichen, davon 2660 in Deutschland. Die Werke in Dortmund und Morbach sollen schließen, der Standort Berlin soll seine Aktivitäten einstellen und Schwalbach soll ganz aufgegeben werden.

Tarifpoker mitten im Sturm

Ausgerechnet jetzt eskaliert der Tarifstreit. Die IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Medienberichten zufolge wurde bereits in mehr als 2000 Betrieben gestreikt, darunter bei Mercedes und Rheinmetall.

Die Arbeitgeber bieten eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 an. Ab Juli 2028 soll eine dauerhafte Erhöhung um 1,3 Prozent folgen, bei einer Laufzeit von 26 Monaten bis Ende 2028. Die Gewerkschaft hält das für unzureichend und spricht von einer faktischen „Minusrunde“.

Zander weist die Forderung scharf zurück. „Die Lage ist katastrophal. Die Unternehmen kämpfen vielfach um das Überleben, und eine Besserung ist nicht in Sicht“, sagte er der „Bild“. Fünf Prozent mehr Lohn seien „unverantwortlich“ und gefährdeten weitere Arbeitsplätze.

Wer zahlt am Ende die Zeche?

Arbeitgeber und Gewerkschaft streiten um Prozente. Die eigentlichen Stellschrauben liegen aber in Berlin und Brüssel: Energiepreise, Abgaben, Regulierung. Während die industrielle Substanz schrumpft, setzt die Bundesregierung auf ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro. Kritiker warnen, dass diese Last am Ende die Bürger tragen.

Viele Sparer fragen sich deshalb, wie sie ihr Erspartes absichern können. Physisches Gold und Silber haben sich über Generationen als krisenfeste Sachwerte bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie eine sinnvolle Ergänzung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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