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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
21:26 Uhr

Kanada und Mexiko schmieden Rohstoff-Allianz – ein Weckruf für Europas verschlafene Mineralienpolitik

Kanada und Mexiko schmieden Rohstoff-Allianz – ein Weckruf für Europas verschlafene Mineralienpolitik

Während Europa sich in bürokratischen Genehmigungsverfahren und ideologisch aufgeladenen Klimadebatten verliert, schaffen Kanada und Mexiko Fakten. Die beiden nordamerikanischen Nationen arbeiten an einem gemeinsamen Aktionsplan für kritische Mineralien, Infrastruktur und Lieferketten, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgestellt werden soll. Das Ziel: Investitionen beschleunigen, Handelsbarrieren abbauen und den Transport von Rohstoffen über Grenzen hinweg drastisch zu vereinfachen.

Kein Prestigeprojekt, sondern knallharte Industriepolitik

Man muss kein Bergbauexperte sein, um zu verstehen, was hier geschieht. Es geht nicht um eine weitere glanzvolle Pressekonferenz mit hohlen Versprechen. Die Initiative zielt darauf ab, jene Engpässe zu beseitigen, die Rohstoffprojekte seit Jahren ausbremsen – von schleppenden Genehmigungsverfahren über fehlende Transportkorridore und unzureichende Energieversorgung bis hin zu mangelnden Verarbeitungskapazitäten. Die größten Hindernisse im Bereich kritischer Mineralien seien eben nicht geologischer Natur, heißt es aus Branchenkreisen. Sie seien logistischer, regulatorischer und finanzieller Art.

Der Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr. Regierungen weltweit behandeln den Zugang zu Mineralien, die in Elektrofahrzeugen, Stromnetzen, Elektronik und Verteidigungssystemen zum Einsatz kommen, zunehmend als Frage der nationalen Sicherheit. Die wachsende Unsicherheit rund um das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA/TMEC – verschärft durch Donald Trumps aggressive Zollpolitik mit 25 Prozent auf mexikanische und kanadische Importe – dürfte die Dringlichkeit zusätzlich erhöht haben.

Mexiko will raus aus der Rohstoff-Falle

Besonders bemerkenswert ist Mexikos erklärter Wille, nicht länger nur als Rohstofflieferant zu fungieren. Mexikanische Regierungsvertreter hätten die Bedeutung einer stärkeren Wertschöpfung durch Verarbeitung und Raffination betont, wo Margen, Arbeitsplätze und strategischer Einfluss deutlich größer seien. Kanada, das über tiefere Erfahrung im sogenannten Midstream-Segment verfüge, könnte hier Expertise und Kapazitäten einbringen.

Welche Mineralien konkret im Fokus stehen, wurde bislang nicht benannt – ein Umstand, der aufhorchen lässt. Denn wer keine konkreten Rohstoffe benennt, der hat entweder noch keine Einigung erzielt oder hält seine Karten bewusst verdeckt. Der Kontext liefert allerdings Hinweise: Mexiko hat parallel einen separaten Aktionsplan mit den USA für kritische Mineralien lanciert. In den begleitenden Diskussionen tauchen regelmäßig Lithium, Nickel, Kobalt und andere batterierelevante Materialien auf – Rohstoffe, deren Verarbeitung sich auf erschreckend wenige Jurisdiktionen konzentriert, allen voran China.

Historische Lehren: Vom Preiskartell zur Lieferketten-Absicherung

Die Geschichte mineralischer Kooperationen ist reich an gescheiterten Experimenten. Der Internationale Zinnrat versuchte einst, Preisschwankungen durch Pufferbestände und koordinierte Interventionen zu kontrollieren – und kollabierte Mitte der 1980er Jahre spektakulär. Die Internationale Bauxit-Vereinigung wollte die Position der Erzeugerländer stärken, scheiterte aber daran, dass dauerhafter Einfluss nicht aus der bloßen Kontrolle von Erzvorkommen erwächst, sondern aus der Beherrschung von Verarbeitungskapazitäten und Marktzugang. Auch CIPEC, gegründet von großen Kupferexporteuren wie Chile, Peru und Sambia, konnte die globalen Märkte letztlich nicht nach seinen Vorstellungen formen.

Die heutigen Mineralienpartnerschaften verfolgen einen grundlegend anderen Ansatz. Statt Preise zu fixieren, konzentrieren sich Regierungen auf die Absicherung von Lieferketten und die Beschleunigung von Investitionen. Kanada verankere G7-nahe Zusammenarbeit über die Critical Minerals Production Alliance, während das Minerals Security Partnership Länder wie Kanada, die EU und Japan zusammenbringe, um diplomatische und finanzielle Unterstützung für strategische Mineralienprojekte zu koordinieren.

Und wo bleibt Deutschland?

Man reibt sich verwundert die Augen. Während Nordamerika seine Rohstoffversorgung mit pragmatischer Entschlossenheit absichert, diskutiert man hierzulande lieber über Gendersternchen und Lastenfahrrad-Subventionen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt, doch von einer kohärenten Strategie zur Sicherung kritischer Mineralien ist wenig zu hören. Deutschland, das als Industrienation existenziell auf den Import von Lithium, Kobalt und Seltenen Erden angewiesen ist, droht zum Spielball geopolitischer Kräfte zu werden.

Der kanadisch-mexikanische Vorstoß ist letztlich ein Plan, einen Plan zu veröffentlichen – diplomatisches Signaling, das erst durch konkrete Details Substanz gewinnen wird. Investoren und Branchenkenner werden genau beobachten, ob eine kurze Liste prioritärer Mineralien, konkrete Maßnahmen bei Genehmigungen und Projektfinanzierung sowie eine Pipeline von Verarbeitungs- und Infrastrukturprojekten folgen. Ohne diese Elemente bliebe die Initiative bloße Symbolpolitik.

Edelmetalle als Anker in unsicheren Zeiten

Eines zeigt die aktuelle Entwicklung mit aller Deutlichkeit: Die globale Jagd nach Rohstoffen intensiviert sich. Gold notiert bereits über 4.900 Dollar je Unze, Silber-Futures klettern kräftig. In einer Welt, in der Lieferketten zum geopolitischen Druckmittel werden und Handelsregeln über Nacht umgeschrieben werden können, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die zunehmende Unsicherheit absichern möchte, sollte Gold und Silber als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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