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Khameneis Drohgebärden: Irans Regime prophezeit Trumps Sturz während Proteste abflauen

Khameneis Drohgebärden: Irans Regime prophezeit Trumps Sturz während Proteste abflauen

In einer bemerkenswerten Eskalation der Rhetorik hat Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei auf seiner persischsprachigen Social-Media-Präsenz ein Bild veröffentlicht, das den amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit historischen Tyrannen vergleicht und dessen baldigen Sturz prophezeit. Die Botschaft, die sich primär an die eigene Bevölkerung richtet, zieht Parallelen zu Pharao, Nimrod und den gestürzten Schahs des Iran.

Provokation auf höchster Ebene

Die maschinelle Übersetzung der Nachricht lautet sinngemäß: "Jener Vaterfigur, die dort mit Arroganz und Stolz sitzt und über die ganze Welt urteilt, sollte wissen, dass die Tyrannen und Unterdrücker der Welt – wie Pharao, Nimrod, Reza Khan und Mohammad Reza – auf dem Höhepunkt ihres Stolzes gestürzt wurden. Auch dieser wird gestürzt werden." Eine Aussage, die angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen als brandgefährlich einzustufen ist.

Der Zeitpunkt dieser verbalen Attacke erscheint keineswegs zufällig. Berichten zufolge verlieren die seit Ende Dezember andauernden Proteste gegen das Regime an Schwung, nachdem es am Wochenende zu blutigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften gekommen sein soll. Gleichzeitig mobilisiert die Regierung massive Gegenproteste in den Städten, darunter auch in der Hauptstadt Teheran.

Blutige Bilanz und Informationskrieg

Die Zahlen, die aus dem abgeschotteten Land dringen, sind erschütternd – wenngleich schwer zu verifizieren. Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA spricht von mehr als 544 Toten innerhalb von 15 Tagen, darunter acht Kinder. Diese Angaben lassen sich aufgrund der von der Regierung verhängten Internetsperre kaum überprüfen. Ein regelrechter Informationskrieg tobt zwischen den Narrativen des Regimes und der Opposition.

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete die Reaktion auf die Proteste als Kampf gegen "Terroristen" und sprach von einem "Vier-Fronten-Krieg" gegen die USA und Israel. Die Menge skandierte dabei die altbekannten Parolen: "Tod Israel, Tod Amerika." Eine Rhetorik, die an Zynismus kaum zu überbieten ist, während das eigene Volk auf den Straßen stirbt.

Washington zwischen Drohung und Diplomatie

Die Trump-Administration befindet sich in einer heiklen Lage. Einerseits hat der Präsident unmissverständlich gedroht, Iran "sehr, sehr hart" zu treffen, sollte das Regime weiterhin Demonstranten töten. Andererseits deutet sich eine überraschende Wendung an: Trump erklärte, Iran habe Kontakt aufgenommen und Verhandlungen über ein Atomabkommen vorgeschlagen. "Wir werden sie vielleicht treffen", sagte er an Bord der Air Force One.

Die Idee, Starlink-Terminals in den Iran zu bringen, um den Demonstranten trotz der Internetsperre Kommunikation zu ermöglichen, steht ebenfalls im Raum. Trump kündigte an, mit Elon Musk darüber zu sprechen. Bereits während der Proteste 2022 sollen solche Terminals ins Land geschmuggelt worden sein.

Wirtschaftliche Auswirkungen bereits spürbar

Goldman Sachs warnt in einer aktuellen Analyse vor den Marktauswirkungen der Eskalation. Die Rhetorik allein treibe bereits die Preise für Öl und Gold nach oben. Die Bank sieht einen strategischen Wert in Rohstoffinvestitionen angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen. Für Anleger, die ihr Portfolio gegen solche Unwägbarkeiten absichern möchten, könnten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung darstellen.

Regime unter Druck – aber nicht am Ende

Irans Außenminister Abbas Araghchi behauptet, die Sicherheitskräfte hätten die Proteste seit Samstag "unter Kontrolle" gebracht. Das Internet werde "bald nach vollständiger Kontrolle der Sicherheitslage" wiederhergestellt. Die Schuld für die Unruhen schiebt Teheran erwartungsgemäß Israel und den USA zu – ein altbewährtes Muster autoritärer Regime, die jegliche interne Opposition als ausländische Verschwörung darstellen.

Ob Trump tatsächlich militärisch eingreifen würde, bleibt fraglich. Ein solcher Schritt wäre bei seiner eigenen Basis vermutlich höchst unpopulär. Die amerikanische Öffentlichkeit hat nach den Erfahrungen im Irak und Afghanistan wenig Appetit auf weitere Militärabenteuer im Nahen Osten. Dennoch wird der Präsident am Dienstag über "kinetische und nicht-kinetische Optionen" informiert werden.

Die Situation im Iran verdeutlicht einmal mehr die Fragilität autoritärer Systeme, die auf wirtschaftlichem Versagen und brutaler Unterdrückung aufgebaut sind. Doch ob diese Proteste das Ende des Mullah-Regimes einläuten oder wie 2022 im Sande verlaufen, bleibt abzuwarten.

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