
Krieg am Golf: 200 US-Soldaten verwundet, Iran lehnt Waffenstillstand ab – und Europa duckt sich weg
Während die Welt gebannt auf die Straße von Hormus starrt, wo der globale Ölhandel im Würgegriff Teherans langsam erstickt, liefert das Pentagon eine nüchterne Bilanz: Rund 200 amerikanische Soldaten wurden seit Kriegsbeginn vor gut zwei Wochen verwundet. 13 sind tot. Die „überwiegende Mehrheit" der Verletzungen sei „leicht" gewesen, heißt es beschwichtigend aus dem US-Zentralkommando. Über 180 Soldaten hätten ihren Dienst bereits wieder aufgenommen. Man kennt diese Rhetorik – sie klingt nach Kontrolle, wo Chaos herrscht.
Trump zwischen Triumphgeheul und Hilferufen
Präsident Trump gibt sich gewohnt siegesgewiss. Iran sei „buchstäblich ausgelöscht" worden, mehr als 7.000 Ziele habe man getroffen, die Drohnenkapazitäten des Landes um 95 Prozent reduziert. Über 30 Minenleger seien zerstört, die strategische Ölinsel Kharg schwer beschädigt – allerdings, und das ist bemerkenswert, habe man die Öl-Exportterminals bewusst verschont. Eine kaum verhüllte Drohung: Was heute steht, könnte morgen brennen.
Doch hinter der martialischen Fassade wird die Nervosität spürbar. Auf die Frage, ob der Krieg bald vorbei sei, antwortete Trump mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Ich glaube nicht. Nicht diese Woche." Er drängt fieberhaft auf eine multinationale Marinekoalition zur Öffnung der Straße von Hormus und fordert „etwa sieben Länder" zur Beteiligung auf. Gleichzeitig warnte er europäische Verbündete, es könne eine „sehr schlechte" Zukunft für die NATO geben, sollten die Mitgliedsstaaten nicht helfen.
Europa verweigert sich – und Deutschland macht dicht
Und hier wird es für uns Deutsche besonders interessant. Denn während Trump nach Verbündeten ruft, schließt Berlin die Tür. Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte unmissverständlich: Der Krieg im Iran habe nichts mit der NATO zu tun. Deutschland werde sich weder am Krieg noch an einer militärischen Öffnung der Straße von Hormus beteiligen. „Solange dieser Krieg andauert, wird es keine Beteiligung geben", so die klare Ansage.
Italien hatte sich bereits zuvor kategorisch distanziert. Griechenland schloss militärische Operationen in der Meerenge ebenfalls aus. Selbst Großbritannien, traditionell Washingtons treuester Verbündeter, signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft, lehnte aber eine NATO-geführte Mission ab. Premierminister Starmer sprach von einem „tragfähigen kollektiven Plan", räumte aber ein, dass dies keine einfache Aufgabe werde. Man darf getrost übersetzen: Europa hat aus den desaströsen Nahostabenteuern der vergangenen Jahrzehnte gelernt – oder zumindest teilweise.
Dass ausgerechnet die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hier eine klare Linie zieht, verdient durchaus Anerkennung. Nach Jahren der außenpolitischen Orientierungslosigkeit unter der Ampelregierung scheint zumindest in dieser Frage ein Funken strategischer Vernunft eingekehrt zu sein. Deutschland hat wahrlich genug eigene Baustellen – ein 500-Milliarden-Sondervermögen, das kommende Generationen belasten wird, eine galoppierende Kriminalität und eine Wirtschaft, die dringend Stabilität braucht statt neuer militärischer Abenteuer.
Bagdad brennt, Teheran trotzt
Die Lage vor Ort eskaliert derweil weiter. Ein Drohnenangriff traf am Montagabend das legendäre Al-Rasheed-Hotel in Bagdads Grüner Zone – ein 18-stöckiges Wahrzeichen, in dem die diplomatischen Vertretungen der EU und Saudi-Arabiens untergebracht sind. Dicke Rauchschwaden stiegen aus den oberen Stockwerken. Wer den Angriff verübte, blieb zunächst unklar. Iran hatte zuvor gewarnt, dass US-Unternehmen und -Interessen in der gesamten Region angegriffen werden könnten – selbst wenn sich amerikanische Kräfte in Hotels versteckten.
Irans Außenminister Araghchi wies Berichte über diplomatische Kontakte mit Washington als „falsch" zurück. Der letzte Kontakt mit US-Gesandtem Witkoff habe vor dem amerikanischen Angriff stattgefunden. Einen Waffenstillstand lehnte Teheran kategorisch ab. Die Begründung ist so trotzig wie beunruhigend: „Dieser Krieg muss so enden, dass unsere Feinde nie wieder daran denken, diese Angriffe zu wiederholen." Man wolle den Aggressoren „steile und blutige Kosten" auferlegen.
Allerdings berichtete Israels Kanal 12, dass Araghchi und Witkoff zuletzt über Textnachrichten in Kontakt gestanden hätten – ein dünner Faden der Kommunikation, aber immerhin. Die Ölpreise reagierten prompt: Sie fielen bei Gerüchten über Gespräche und stiegen bei deren Dementis. Brent-Rohöl pendelte um die 102 Dollar.
Die Straße von Hormus: Selektive Blockade statt totaler Sperrung
Die eigentliche Achillesferse des Konflikts bleibt die Straße von Hormus. Durch diese enge Wasserstraße fließen normalerweise rund 20 Millionen Barrel Öl pro Tag – ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Derzeit ist der Verkehr um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Iran verfolgt eine selektive Blockadepolitik: „Freundliche" Schiffe aus China, Indien, Pakistan und der Türkei dürfen passieren, westliche Tanker werden aufgehalten.
US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte, dass Washington iranische, indische und chinesische Tankertransits „vorerst" toleriere, um die globale Versorgung zu stabilisieren. Er prognostizierte, dass die Ölpreise nach Kriegsende „deutlich unter 80 Dollar" fallen würden. Eine kühne Prognose angesichts der Tatsache, dass die Meerenge einem gigantischen Tankerparkplatz gleicht, dessen Auflösung Wochen dauern könnte.
Erste Lichtblicke gibt es dennoch: Ein pakistanischer Tanker namens „Karachi" durchquerte die Meerenge mit aktivem Ortungssignal unbeschadet – der erste nicht-iranische Frachter, dem dies gelang. Auch ein unter Marshall-Islands-Flagge fahrendes, aber in US-Besitz befindliches Frachtschiff schaffte die Passage. Manche Tanker schalten ihre Transponder ab und versuchen, sich unbemerkt durchzuschleichen. Andere senden neuerdings „Chinese" als Kennung – ein bizarres Schauspiel moderner Seekriegsführung.
China als Schlüssel – und Trumps Druckmittel
Der eigentliche Hebel in diesem Konflikt liegt nicht im Persischen Golf, sondern in Peking. Trump drohte, das für Ende März geplante Gipfeltreffen mit Xi Jinping zu verschieben, sollte China nicht bei der Öffnung der Meerenge helfen. „Es ist unser Krieg, aber euer Problem", paraphrasierte er sinngemäß den berühmten Ausspruch von Nixons Finanzminister Connally. Bessent relativierte dies zwar als „logistische" Erwägung, doch die Botschaft ist unmissverständlich: Peking bezieht einen Großteil seines Öls aus dem Golf und hat enormes Interesse an stabilen Lieferketten.
Für Xi Jinping könnte der Gipfel zum Moment werden, in dem Peking Teheran diskret zur Mäßigung drängt – oder riskiert, dass eine Eskalation auf Kharg Island Chinas importabhängige Industriewirtschaft schwer trifft.
Israel bombardiert weiter – und zahlt einen hohen Preis
Auch Israel intensiviert seine Angriffe. Das israelische Militär kündigte am Montag eine „großangelegte Angriffswelle auf Infrastruktur" in Teheran, Schiraz und Tabriz an. Man werde Iran „so lange wie nötig" bombardieren. Doch der Preis ist hoch: Israels Gesundheitsministerium meldete mindestens 3.369 Verwundete seit Kriegsbeginn, darunter Zivilisten und Militärangehörige. Mindestens ein Dutzend Menschen seien getötet worden – die tatsächlichen Zahlen dürften deutlich höher liegen, da die israelische Militärzensur Informationen zurückhält.
Der Flughafen Dubai International musste den Betrieb einstellen, nachdem ein iranischer Drohnenangriff einen Treibstofftank in Brand setzte. Saudi-Arabien fing seit Mitternacht 61 Drohnen ab. Die Huthis drohen mit einer Eskalation im Roten Meer, was Saudi-Arabiens Bypass-Pipeline gefährden könnte. Die Vorhersagemärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit eines Waffenstillstands bis Monatsende auf magere 14 Prozent.
Gold glänzt, wenn die Welt brennt
Was bedeutet all dies für den deutschen Bürger? Zunächst einmal steigende Energiepreise, die sich unweigerlich auf Inflation und Lebenshaltungskosten auswirken werden. Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland – belastet durch das schuldenfinanzierte Sondervermögen und eine schwächelnde Industrie – wird durch den Nahostkonflikt zusätzlich verschärft.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während Aktienmärkte nervös zucken, Ölpreise Achterbahn fahren und geopolitische Risiken die Weltwirtschaft erschüttern, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative sichere Hafen. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen diversifiziert hat, kann den aktuellen Turbulenzen deutlich gelassener entgegenblicken als jene, die ausschließlich auf volatile Papierwerte setzen.
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