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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
06:26 Uhr

Krieg gegen die Zivilbevölkerung: US-Angriffe zerstören 116 Funkmasten im Süden des Iran

Es sind Bilder, die man aus den dunkelsten Kapiteln der Kriegsgeschichte kennt: Zerstörte Infrastruktur, abgeschnittene Wasserversorgung, eine Bevölkerung, die im Dunkeln und in der Isolation zurückgelassen wird. Am siebten Tag des Krieges hat sich die Lage im Süden des Iran nach anhaltenden US-Luftangriffen dramatisch zugespitzt. Nicht militärische Ziele stehen offenbar im Fokus – sondern zunehmend die zivile Grundversorgung ganz normaler Menschen.

116 Funkmasten außer Betrieb – die Kommunikation bricht zusammen

Nach Angaben des Kommunikationschefs der Provinz Hormozgan hätten die nächtlichen Angriffe die Telekommunikation in Bandar Abbas und Hajiabad im nördlichen Teil der Provinz massiv gestört. Insgesamt seien mindestens 116 Funktürme durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt worden, wie iranische Nachrichtenagenturen berichten. Festnetz, Mobilfunk und Internet – alles liege in weiten Teilen brach.

Was auf den ersten Blick wie ein rein militärisches Kalkül aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als etwas weit Beunruhigenderes. Denn wer Funkmasten zerstört, trifft nicht in erster Linie Soldaten und Generäle. Er trifft die Familie, die versucht, ihre Angehörigen zu erreichen. Er trifft den kleinen Händler, der auf digitale Zahlungssysteme angewiesen ist. Er trifft die Zivilbevölkerung mit voller Wucht.

Wenn das Trinkwasser zur Kriegswaffe wird

Doch damit nicht genug. Iranische Behörden werfen den Vereinigten Staaten vor, gezielt Kraftwerke und Pumpen einer Entsalzungsanlage im Dorf Bonji angegriffen zu haben. Die Folge: Mehreren Dörfern im Süden sei die Trinkwasserversorgung schlicht abgeschnitten worden. Man muss diesen Umstand einen Moment sacken lassen. Strom ist das eine. Doch die Wasserversorgung einer ganzen Bevölkerung ins Visier zu nehmen, betritt eine moralische Grauzone, die selbst im modernen Kriegsgeschehen ihresgleichen sucht.

Wer die Wasserversorgung von Zivilisten zur Verhandlungsmasse macht, sollte sich nicht wundern, wenn die vielbeschworene "regelbasierte Ordnung" des Westens international an Glaubwürdigkeit verliert.

Die Strategie dahinter: Destabilisierung von innen

Beobachter vermuten, dass Washington auf eine altbekannte Strategie zurückgreife: Destabilisierung von innen. Durch das gezielte Kappen von Kommunikation und Informationszugang solle die Bevölkerung mürbe gemacht werden. Möglicherweise, so heißt es, hänge man in den USA immer noch der Illusion an, durch möglichst großes tägliches Leid, wirtschaftlichen Schmerz und massive Härten einen Volksaufstand gegen die Führung in Teheran anzuzetteln.

Der größte Hebel bleibt dabei die Blockade iranischer Häfen und das Unterbinden der Ölverkäufe – die Lebensader der iranischen Wirtschaft. Man kann von der Regierung in Teheran halten, was man will. Doch die zynische Rechnung, ein Regime durch das Aushungern seiner Bürger zu stürzen, ist historisch selten aufgegangen. Sie erzeugt vor allem eines: Leid bei den Schwächsten.

Eine Wirtschaft im freien Fall

Die iranische Wirtschaft, ohnehin gebeutelt von jahrelangen Sanktionen und galoppierender Inflation, gerät durch den Krieg endgültig ins Wanken. Die Zahlen sprechen eine erschütternd deutliche Sprache:

  • Die Verbraucherpreise lagen im Juni um 88,6 Prozent über dem Vorjahreswert.
  • Allein in den ersten Julitagen schoss der Preis für eine Packung Eier in Teheran um 40 Prozent nach oben.
  • Die Wirtschaftsleistung des Landes soll laut IWF-Prognosen in diesem Jahr um 5,4 Prozent schrumpfen.
  • Nur die obersten drei Prozent der iranischen Haushalte könnten sich noch den vollen, von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Lebensmittelkorb leisten.

Viele Familien kauften Grundnahrungsmittel wie Reis und Fleisch nur noch auf Kredit oder strichen Fleisch ganz vom Speiseplan. Es ist das altbekannte Muster: Wenn die Währung kollabiert und die Preise explodieren, zahlt am Ende immer der einfache Bürger die Zeche.

Was uns diese Krise über den Wert echter Werte lehrt

Die Ereignisse im Iran sind ein Lehrstück in Sachen Fragilität moderner Papierwährungen und staatlicher Versprechen. Eine Inflation von fast 90 Prozent zeigt, wie schnell das Ersparte eines ganzen Lebens zu Staub zerfallen kann, wenn geopolitische Verwerfungen und Misswirtschaft aufeinandertreffen. Wer glaubt, dass so etwas nur in fernen Ländern geschieht, sollte einen kritischen Blick auf die eigene Lage werfen – auch in Deutschland türmt die aktuelle Bundesregierung mit ihren gigantischen Schuldenpaketen Belastungen auf, die kommende Generationen über Steuern und Abgaben abtragen müssen.

Gerade in solchen Zeiten zeigt sich der zeitlose Wert physischer Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Funkmasten, die man sprengen kann, keine Zentralbank, die sie beliebig vermehrt, und keine politische Fehlentscheidung, die sie über Nacht entwertet. Als krisenerprobter Anker der Vermögenssicherung gehören sie als sinnvolle Beimischung in jedes breit gestreute und gesunde Portfolio.

Ein düsterer Ausblick

Die Iraner werden landesweit dazu aufgerufen, Strom zu sparen und Klimaanlagen in Spitzenzeiten abzuschalten, während das Stromnetz unter enormer Last ächzt. Der Krieg gegen die Infrastruktur wird aggressiver und beispielloser. Für die Menschen im Iran dürfte es noch deutlich schlimmer werden, bevor auch nur ein Hoffnungsschimmer am Horizont erscheint.


Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt keine individuelle Beratung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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