
Kriegstreiberei auf Pump: Wenn Europas Geheimdienstchefs den Konflikt zur Gewissheit erklären

Es gibt Momente, in denen der Vorhang fällt und offen ausgesprochen wird, was zuvor nur in den abgeschirmten Hinterzimmern der Macht gemunkelt wurde. Ein solcher Moment ist eingetreten. Polens Auslandsgeheimdienstchef, Oberst Paweł Szota, hat in einem Interview mit der Tageszeitung Rzeczpospolita unverblümt erklärt, sein Land müsse so handeln, als sei ein bewaffneter Konflikt mit Russland eine absehbare Perspektive. Zu spät sei es, erst dann zu reagieren, wenn die Panzer bereits rollten.
Man lasse sich diese Worte auf der Zunge zergehen: Der Chef eines NATO-Geheimdienstes teilt seiner eigenen Bevölkerung mit, man bereite sich auf Krieg vor. Kein diplomatisches Ringen, keine Verhandlungen – schlicht die nüchterne Ankündigung einer militärischen Konfrontation.
Wenn Schuldenberge nach einem äußeren Feind schreien
Der Ökonom Martin Armstrong, dessen Prognosemodelle seit Jahrzehnten geopolitische Wendepunkte vorhersagen, bringt das eigentliche Motiv auf den Punkt. Die souveräne Schuldenkrise und der historische Kriegszyklus, so seine Analyse, würden in diesen Jahren zusammenfallen. Europa könne seinen aufgeblähten Wohlfahrtsstaat, die milliardenschwere grüne Agenda und eine endlose militärische Expansion schlicht nicht gleichzeitig stemmen. Irgendetwas müsse nachgeben.
Regierungen, die unter einem Schuldenberg begraben sind, greifen historisch immer wieder zum äußeren Konflikt – weil der Krieg die innenpolitische Abrechnung aufschiebt.
Der Krieg, so das bittere Kalkül, schaffe eine Rechtfertigung für Defizite, Notstandsgesetze, Zensur und Kapitalverkehrskontrollen – während er die aufgestaute Wut der Bürger geschickt auf einen äußeren Feind umlenke. Wer möchte da noch über explodierende Energiepreise diskutieren, wenn angeblich der Russe vor der Tür steht?
Die Zentralbanken als heimliche Regisseure
Auch der deutsche Ökonom Professor Richard Werner, der einst den Begriff „Quantitative Easing" prägte und die japanische Bankenkrise wie die Finanzkrise 2008 präzise vorhersagte, warnt eindringlich. Praktisch jeder große Krieg, so Werner, beginne unter falschen Vorwänden – und die Zentralbanken steckten dahinter. Kriege würden nicht geführt, weil sie unvermeidbar seien, sondern weil sie bestimmten Interessen dienten.
Werner geht noch weiter: Die deutsche Wirtschaft sei systematisch demontiert worden – durch die Sprengung von Nord Stream und durch gezielte Anreize, mit denen deutsche Industrieunternehmen in die USA gelockt würden. Man erinnere sich an das denkwürdige „Thank you, USA" des polnischen Politikers Radek Sikorski nach dem Anschlag auf die Ostsee-Pipelines. Während die heimische Industrie ausblutet, wird in den Leitmedien fleißig das Narrativ gepflegt, China trage die Schuld an allem.
Aufrüstung im Wochentakt – und Deutschland debattiert die Wehrpflicht
Die Zeichen stehen unübersehbar auf Sturm. Die NATO-Staaten streben inzwischen Verteidigungsausgaben von bis zu fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an – ein Vielfaches des einstigen Zwei-Prozent-Ziels. Betrachten wir, was sich derzeit auf dem Kontinent abspielt:
- In Deutschland wird wieder offen über die Rückkehr der Wehrpflicht diskutiert.
- Polen baut eine der größten Armeen Europas auf und betreibt intensive Zivilschutz-Kampagnen.
- Quer über den Kontinent tauchen Notstandspläne und Mobilisierungskonzepte auf.
- Woche für Woche folgt eine neue Militärausgaben-Ankündigung der nächsten.
Das sind wahrlich nicht die Handlungen von Regierungen, die auf Frieden hoffen. Es sind die Handlungen von Regierungen, die ihre Bevölkerungen psychologisch und finanziell auf den Ernstfall trimmen. Und während die neue Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durch die Republik treibt und die Schuldenbremse zur Makulatur verkommen lässt, zahlt am Ende der deutsche Bürger die Zeche – über Steuern, Abgaben und eine Inflation, die den hart erarbeiteten Wohlstand aufzehrt.
Die selbsterfüllende Prophezeiung
Und so schließt sich der teuflische Kreis: Sobald sich Regierungen selbst davon überzeugt haben, dass Krieg unvermeidlich sei, beginnen sie Entscheidungen zu treffen, die ihn tatsächlich unvermeidlich machen. Jede Mobilisierung der einen Seite wird von der anderen als Aggression gedeutet. Jedes Sanktionspaket lädt zur Vergeltung ein. Jede Truppenverlegung provoziert die nächste.
Szotas Behauptung, Russland teste systematisch rote Linien, mag im Detail zutreffen. Doch sie verschweigt geflissentlich die jahrzehntelange NATO-Osterweiterung, die genau jene roten Linien Moskaus immer weiter nach Osten verschoben hat. Und sie verschweigt die Rolle der Notenbanken, die mit Nullzinspolitik und Gelddruckerei die Vermögensschere weit aufgerissen haben – und nun einen äußeren Feind benötigen, um von den inneren Widersprüchen abzulenken.
Was bedeutet das für den Einzelnen?
Wer nur auf die täglichen Zuckungen der Aktienmärkte starrt, übersieht das große Ganze. Die geopolitische Instabilität ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer Politik, die keine andere Lösung mehr sieht als die Flucht nach vorn. Werners Rat bleibt zeitlos: Folge dem Geld. Die Zentralbanken sind eben keine neutralen Institutionen, die dem Gemeinwohl dienen, sondern die Architekten eines Systems, das periodisch Kriege benötigt, um sich selbst am Leben zu halten.
In Zeiten, in denen Papierwährungen entwertet werden, Staatsschulden ins Unermessliche wachsen und die Kriegstrommeln immer lauter schlagen, richtet sich der Blick vieler Anleger wieder auf das, was seit Jahrtausenden über jeden Systemzusammenbruch hinweg Bestand hatte: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie das, was kein Politiker per Notstandsgesetz kassieren kann – einen realen, greifbaren Wert.
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