
Kriegsvorbereitungen im Nahen Osten: 112 US-Militärtransporter auf dem Weg – Erinnerungen an „Desert Storm"
Was sich derzeit über den Luftkorridoren zwischen den Vereinigten Staaten, Europa und dem Nahen Osten abspielt, lässt selbst erfahrene Militärbeobachter aufhorchen. Mindestens 112 C-17 Globemaster III – die gewaltigen Arbeitspferde der US Air Force für strategischen Truppentransport und Schwerlastlogistik – befinden sich entweder bereits in der Region oder sind auf dem Weg dorthin. Ein Aufmarsch, der in seiner Dimension an die Vorbereitungen zum Golfkrieg 1991 erinnert. „Desert Storm levels", wie es ein Beobachter treffend formulierte.
Eine Luftbrücke, die Bände spricht
Die Zahlen stammen aus öffentlich zugänglichen Flugverfolgungsdaten, die seit Mitte Januar einen stetigen Strom amerikanischer Militärtransporter in Richtung Naher Osten dokumentieren. Neben den 112 bereits gezählten C-17 seien weitere 17 bis 18 Flüge in Bearbeitung. Hinzu kämen logistische Flüge der britischen Royal Air Force von RAF Marham zur Basis RAF Akrotiri auf Zypern – jenem strategischen Vorposten, der schon in vergangenen Konflikten als Drehscheibe für westliche Militäroperationen diente.
Wer die Dimensionen einer C-17 Globemaster kennt, dem wird bei diesen Zahlen schwindelig. Jede einzelne Maschine kann über 77 Tonnen Nutzlast befördern, auf provisorischen Landebahnen von nur 1.000 Metern Länge operieren und dank Luftbetankung interkontinentale Reichweiten erzielen. Ob schwere Kampfpanzer, Artilleriesysteme oder ganze Kompanien von Soldaten – die C-17 bringt alles dorthin, wo es gebraucht wird. Und zwar schnell.
Diplomatie als Feigenblatt?
Offiziell befinden sich die USA und der Iran in indirekten Verhandlungen, vermittelt durch den Oman. Doch die Realität hinter den diplomatischen Kulissen sieht düster aus. Teheran weigert sich standhaft, sein Raketenprogramm zur Disposition zu stellen – genau jene rote Linie, die Washington gezogen hat. Eine zweite Verhandlungsrunde sei zwar geplant, doch ob sie überhaupt stattfindet, steht buchstäblich in den Sternen.
Irans Außenminister Abbas Araghchi hat die entscheidende Frage gestellt, die sich wohl jeder nüchterne Beobachter stellt: Nimmt Washington diese Gespräche überhaupt ernst – oder dienen sie lediglich als Zeitgewinn für den militärischen Aufmarsch? Teheran sei „nicht eingeschüchtert", so Araghchi, doch die massive Truppenbewegung wecke „Zweifel an der Ernsthaftigkeit und Bereitschaft der anderen Seite, sich auf echte Verhandlungen einzulassen".
Teherans unmissverständliche Warnung
Die Worte des iranischen Chefdiplomaten lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Sollten die USA angreifen, so Araghchi, werde der Iran amerikanische Militärbasen in der gesamten Region ins Visier nehmen – da man das US-Festland nicht erreichen könne. Die Konsequenz wäre ein Flächenbrand, der den gesamten Nahen Osten in einen Krieg ziehen würde. Man greife keine Nachbarländer an, sondern ausschließlich amerikanische Stützpunkte, so die unmissverständliche Botschaft aus Teheran.
Europa im Windschatten der Eskalation
Für Deutschland und Europa könnte eine militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran katastrophale Folgen haben. Die Energiepreise würden explodieren, die ohnehin fragile Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen, und die geopolitische Instabilität würde ein Ausmaß erreichen, das seit dem Zweiten Golfkrieg nicht mehr gesehen wurde. Dass die britische RAF bereits logistische Flüge nach Zypern durchführt, zeigt: Auch europäische NATO-Partner bereiten sich offenbar auf verschiedene Szenarien vor.
Man fragt sich unweigerlich, wo in dieser brandgefährlichen Gemengelage die Stimme der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz bleibt. Deutschland, das sich unter der Ampel-Koalition außenpolitisch zur Bedeutungslosigkeit herabgewirtschaftet hat, scheint auch unter neuer Führung kein Gewicht in die Waagschale werfen zu können – oder zu wollen. Statt sich als ehrlicher Makler für Diplomatie einzusetzen, duckt sich Berlin einmal mehr weg, während andere die Weichen für Krieg oder Frieden stellen.
Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die Welt am Rande eines neuen großen Krieges steht oder ob die Diplomatie doch noch eine Chance bekommt. Die 112 C-17 in der Luft sprechen jedenfalls eine unmissverständliche Sprache. In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen will, sollte über eine Beimischung von Edelmetallen in seinem Portfolio ernsthaft nachdenken – denn wenn die Kanonen erst einmal donnern, ist es für viele Absicherungsstrategien bereits zu spät.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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