
Kubas Diktator spielt mit dem Feuer: Díaz-Canel provoziert Trump mit Durchhalteparolen
Es ist ein Schauspiel, das an die dunkelsten Kapitel des Kalten Krieges erinnert: Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat sich in einem bemerkenswerten Interview mit dem US-Sender NBC direkt gegen Donald Trump gestellt und dabei Töne angeschlagen, die man seit der Kubakrise von 1962 kaum mehr gehört hat. „Ich habe keine Angst. Ich bin bereit, mein Leben für die Revolution zu geben", verkündete der Staatschef der sozialistischen Karibikinsel – und man fragt sich unwillkürlich, ob hier ein Staatsmann spricht oder ein Mann, der die Zeichen der Zeit schlichtweg nicht erkennen will.
Revolutionsromantik trifft auf geopolitische Realität
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Kuba liegt wirtschaftlich am Boden. Die Energieversorgung bricht zusammen, Stromausfälle gehören zum Alltag, und die Bevölkerung leidet unter massiven Versorgungsengpässen. Dass ausgerechnet in dieser Situation der Präsident eines gescheiterten sozialistischen Experiments martialische Durchhalteparolen von sich gibt und die Nationalhymne zitiert – „Für das Vaterland zu sterben bedeute zu leben" –, entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie. Denn es ist ja gerade das eigene Volk, das unter den Folgen jahrzehntelanger kommunistischer Misswirtschaft leidet.
Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, die USA könnten Kuba „übernehmen" oder „befreien". Die Insel sei eine „sehr geschwächte Nation". Parallel dazu verschärfte Washington den wirtschaftlichen Druck erheblich. Seit Januar kontrollieren die USA den Schiffsverkehr rund um Kuba, um gezielt die Energieversorgung der Insel zu treffen. Wichtige Öllieferungen aus Venezuela – dem letzten verbliebenen Verbündeten mit nennenswerten Ressourcen – sind nach US-Maßnahmen gegen die Regierung in Caracas weitgehend ausgefallen.
Eine faktische Ölblockade mit verheerenden Folgen
Was sich vor den Küsten Kubas abspielt, bezeichnen internationale Beobachter inzwischen als faktische Ölblockade. Die US-Regierung habe den Zufluss von Treibstoff gezielt unterbunden, was zu massiven Engpässen auf der gesamten Insel geführt habe. Díaz-Canel nannte das Vorgehen „grausam" und „bösartig" – Worte, die man durchaus auch auf die Politik seiner eigenen Regierung gegenüber dem kubanischen Volk anwenden könnte. Denn wer seit über sechs Jahrzehnten ein Ein-Parteien-System aufrechterhält, politische Gefangene inhaftiert und jede Form von Opposition unterdrückt, sollte mit dem Begriff „Grausamkeit" vorsichtig umgehen.
Besonders aufschlussreich war Díaz-Canels Verweis auf die Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA Anfang des Jahres. Es gebe „keine Rechtfertigung" für eine solche Aktion, sagte er – und offenbarte damit vor allem eines: die nackte Angst, dass ihm ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Dass er gleichzeitig beteuerte, keine Angst zu haben, wirkt da fast schon unfreiwillig komisch.
Washingtons Bedingungen – und Havannas Sturheit
Die US-Regierung knüpft eine Entspannung der Lage an klare Bedingungen: die Freilassung politischer Gefangener, Mehrparteienwahlen sowie Presse- und Gewerkschaftsfreiheit. Es sind Forderungen, die in jeder funktionierenden Demokratie als selbstverständlich gelten würden. Doch Díaz-Canel machte keinerlei Zusagen. Auch Forderungen nach einem Rücktritt wies er brüsk zurück. „Selbstbestimmung und Unabhängigkeit stehen für uns an erster Stelle", erklärte er. Revolutionäre würden nicht einfach zurücktreten.
Man muss kein Freund der bisweilen brachialen Außenpolitik Donald Trumps sein, um festzustellen: Die Forderungen Washingtons sind im Kern nicht unvernünftig. Freie Wahlen, Pressefreiheit, die Freilassung politischer Gefangener – das sind keine imperialistischen Zumutungen, sondern grundlegende Menschenrechte. Dass ein sozialistischer Autokrat diese als Einmischung in innere Angelegenheiten zurückweist, überrascht freilich niemanden, der die Geschichte kommunistischer Regime auch nur oberflächlich kennt.
Gespräche ohne Substanz
Trotz der aufgeheizten Rhetorik laufen im Hintergrund offenbar Gespräche zwischen beiden Seiten. Díaz-Canel bestätigte zwar Kontakte, betonte jedoch, er habe bislang nicht direkt mit US-Außenminister Marco Rubio gesprochen – jenem Rubio, der als Sohn kubanischer Einwanderer die Verhältnisse auf der Insel aus nächster Nähe kennt und seit Jahren zu den schärfsten Kritikern des Regimes in Havanna gehört.
Beobachter sehen die Lage als festgefahren. Während Washington den Druck systematisch erhöht, zeigt sich die kubanische Führung nicht bereit, auch nur einen Millimeter von ihrer ideologischen Linie abzuweichen. Es ist ein gefährliches Spiel, das Díaz-Canel hier treibt. Denn am Ende werden es nicht die Funktionäre in ihren klimatisierten Büros sein, die den Preis für diese Konfrontation zahlen – sondern die einfachen Kubaner, die schon jetzt kaum noch wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen.
Die Situation in der Karibik zeigt einmal mehr, wohin ideologische Verblendung und die Weigerung, sich der Realität zu stellen, führen können. Es wäre an der Zeit, dass auch in Europa manche Regierungen diese Lektion beherzigen – bevor es zu spät ist.

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