
Kubas Flughäfen ohne Treibstoff: Trumps Wirtschaftskrieg zeigt Wirkung

Die Lage auf der sozialistischen Karibikinsel spitzt sich dramatisch zu. Internationale Fluggesellschaften können ab sofort nicht mehr in Kuba tanken – ein Schlag, der das ohnehin am Boden liegende Regime in Havanna weiter in die Knie zwingt. Die Ankündigung der kubanischen Regierung vom Sonntag markiert einen neuen Tiefpunkt in der jahrzehntelangen Isolation des kommunistischen Staates.
Trumps Zolldrohungen zeigen unmittelbare Wirkung
Der Treibstoffmangel kommt nicht von ungefähr. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich unmissverständlich klargemacht, dass jedes Land, das Kuba mit Öl beliefert – ob direkt oder indirekt – mit amerikanischen Strafzöllen rechnen müsse. Diese Drohung entfaltet nun ihre volle Wirkung. Der Kerosinmangel soll nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE mindestens einen Monat andauern und sämtliche internationalen Flughäfen des Landes betreffen.
Die Trump-Administration hatte bereits Ende Januar in einer Exekutivanordnung erklärt, dass die kubanische Regierung eine „ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung" darstelle, die eine nationale Notstandserklärung rechtfertige. Kubas enge Verbindungen zu China, Russland und dem Iran, Menschenrechtsverletzungen sowie die kommunistische Führung würden die Region durch Migration und Gewalt destabilisieren, so die Begründung aus Washington.
Russland spricht von „wahrhaft kritischer" Lage
Selbst Moskau, traditionell ein enger Verbündeter Havannas, kann die Dramatik der Situation nicht mehr beschönigen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow räumte am Montag ein, dass die Treibstoffsituation in Kuba „wahrhaft kritisch" sei. Man stehe in intensivem Kontakt mit den kubanischen Freunden über diplomatische und andere Kanäle, so Peskow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
„Der Würgegriff der USA verursacht dem Land zahlreiche Schwierigkeiten."
Diese Worte aus dem Kreml verdeutlichen, wie effektiv die amerikanische Druckpolitik mittlerweile greift. Russland, das selbst unter westlichen Sanktionen leidet, kann seinem sozialistischen Bruderland offenbar nicht mehr in dem Maße beistehen, wie es früher möglich war.
Drastische Sparmaßnahmen als Überlebenskampf
Die kubanische Regierung hat am Freitag weitreichende Notmaßnahmen verkündet, die das Ausmaß der Krise verdeutlichen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem Einschränkungen beim Treibstoffverkauf, die Schließung einiger Touristeneinrichtungen, verkürzte Schultage sowie eine Reduzierung der Arbeitswoche in staatlichen Unternehmen auf vier Tage – von Montag bis Donnerstag.
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte die amerikanischen Zolldrohungen „aufs Schärfste" und beschuldigte Washington, auf „Erpressung und Nötigung" zurückzugreifen, um andere Länder zur Teilnahme an der „weltweit verurteilten Blockadepolitik" gegen Kuba zu zwingen.
Mexiko zwischen den Fronten
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte vergangene Woche an, humanitäre Hilfe nach Kuba schicken zu wollen. Gleichzeitig arbeite man an einer diplomatischen Lösung, um die Öllieferungen an die Karibikinsel wieder aufzunehmen. Mexiko hatte seine Lieferungen von Rohöl und raffinierten Produkten nach Kuba unter dem Druck der Trump-Administration bereits eingestellt.
Die Entwicklungen zeigen eindrücklich, wie konsequent die neue amerikanische Außenpolitik unter Trump agiert. Während europäische Regierungen oft zögern und zaudern, setzt Washington klare Prioritäten und scheut nicht davor zurück, wirtschaftlichen Druck als Instrument der Außenpolitik einzusetzen. Ob man diese Vorgehensweise nun gutheißt oder nicht – ihre Wirksamkeit lässt sich kaum bestreiten.

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