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19.08.2026
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KI-generiert

Lagarde warnt: Europas Wohlstandsmodell bricht weg!

Lagarde warnt: Europas Wohlstandsmodell bricht weg!
Symbolbild: KI-generiert

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, hat Europa bei einem Auftritt vor dem International Business Council des Weltwirtschaftsforums in Genf ein düsteres Zeugnis ausgestellt. Das Wachstumsmodell der Nachkriegszeit erodiere und werde in der bekannten Form nicht zurückkehren, sagte sie am Mittwoch. Ihr Appell: Europa müsse endlich zusammenwachsen — sonst verliere es auch das Rennen um die künstliche Intelligenz.

Drei Säulen — und alle drei wackeln

Lagarde beschrieb den europäischen Aufstieg als Ergebnis dreier Faktoren: wachsender Welthandel, eine Industrie mit Zugang zu billiger Energie und eine stabile, regelbasierte Weltordnung unter dem Schutzschirm der USA. Alle drei seien heute geschwächt.

Allein im vergangenen Jahr seien weltweit mehr als 2.500 neue Handelsbeschränkungen in Kraft getreten. US-Präsident Donald Trump verhängte nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus zunächst einen Basiszoll von 20 Prozent auf EU-Waren, der im Rahmen eines Handelsabkommens später auf 15 Prozent gesenkt wurde. Doch wie belastbar dieser Deal ist und wie einzelne Güter wie Stahl künftig behandelt werden, bleibt dem Bericht zufolge offen.

Bemerkenswert ist, was Lagarde nicht ausführte: Die zweite Säule, die günstige Energie, hat sich Europa in erheblichem Maße selbst weggesägt. Wer Kernkraft abschaltet, Industriestrompreise ins Rekordniveau treibt und gleichzeitig Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt, muss sich über schwindende Wettbewerbsfähigkeit nicht wundern.

Der Schutzschirm wird löchrig

Auch sicherheitspolitisch zieht es sich zusammen. Lagarde verwies auf geopolitische Spannungen, kritische Abhängigkeiten und Engpässe, die plötzlich sichtbar würden — und auf wachsende Bedrohungen direkt vor Europas Haustür. Frühere Lieferketten seien auf Effizienz getrimmt worden, nicht auf Widerstandsfähigkeit.

Trump kritisiert die europäischen Verbündeten seit Jahren für zu niedrige Verteidigungsausgaben; laut dem Bericht drohte seine Regierung sogar mit einem Rückzug aus der Allianz. Zugleich hätten russische Flugzeuge europäischen Luftraum zunehmend verletzt, und der Krieg zwischen den USA und Iran belaste die Konjunktur.

„Unternehmen investieren weniger, wenn Kapital als weniger sicher gilt" — so umschrieb Lagarde laut Bericht die Folgen für Produktion und Konsum.

Der KI-Vergleich, der wehtut

Besonders scharf fiel Lagardes Warnung zur Digitalisierung aus: Die erste digitale Revolution habe Europa weitgehend verpasst, die Gewinne seien überproportional anderswo gelandet. Bei der KI dürfe sich das nicht wiederholen.

Die Zahlen sprechen für sich. Die 34 wertvollsten börsennotierten Tech-Konzerne Europas kommen zusammen auf rund 1,37 Billionen Euro Marktwert — die sieben US-Giganten der „Magnificent Seven" auf über 23 Billionen Dollar. Ein Verhältnis von etwa eins zu fünfzehn.

Als Ausweg nannte Lagarde unter anderem die „EU Inc.", eine optionale EU-weite Rechtsform, mit der Unternehmen sich einmal gründen und dann unter einheitlichen Regeln europaweit tätig sein könnten. Europäische Größe müsse zu europäischer Skalierung werden.

Protektionismus? Auch in Brüssel

Deutlicher wurde ein Handelsexperte: Marco Forgione vom Chartered Institute of Export and International Trade sagte im Fernsehen, der Binnenmarkt sei frei, der Handel nach Europa hinein aber „sehr weit davon entfernt" und stark protektionistisch. Ohne fundamentale politische und wirtschaftliche Änderungen komme Europa aus seiner jahrzehntelangen Stagnation nicht heraus.

Für viele Bürger klingt das nach der bitteren Quittung für eine Politik, die Regulierung mit Fortschritt verwechselt. Wenn selbst die oberste Währungshüterin das Ende eines Wohlstandsmodells konstatiert, ist die Frage nach werthaltigen, staatlich nicht beliebig vermehrbaren Vermögensbestandteilen — etwa physischem Gold und Silber als Beimischung — keine exotische mehr.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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