280.000
Kunden
Sicherer
Versand
19.08.2026
14:55 Uhr
KI-generiert

Lagarde warnt: Europas Wohlstandsmodell bricht weg!

Lagarde warnt: Europas Wohlstandsmodell bricht weg!
Symbolbild: KI-generiert

Christine Lagarde, PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank, hat Europa bei einem Auftritt vor dem International Business Council des Weltwirtschaftsforums in Genf ein dĂŒsteres Zeugnis ausgestellt. Das Wachstumsmodell der Nachkriegszeit erodiere und werde in der bekannten Form nicht zurĂŒckkehren, sagte sie am Mittwoch. Ihr Appell: Europa mĂŒsse endlich zusammenwachsen — sonst verliere es auch das Rennen um die kĂŒnstliche Intelligenz.

Drei SĂ€ulen — und alle drei wackeln

Lagarde beschrieb den europÀischen Aufstieg als Ergebnis dreier Faktoren: wachsender Welthandel, eine Industrie mit Zugang zu billiger Energie und eine stabile, regelbasierte Weltordnung unter dem Schutzschirm der USA. Alle drei seien heute geschwÀcht.

Allein im vergangenen Jahr seien weltweit mehr als 2.500 neue HandelsbeschrĂ€nkungen in Kraft getreten. US-PrĂ€sident Donald Trump verhĂ€ngte nach seiner RĂŒckkehr ins Weiße Haus zunĂ€chst einen Basiszoll von 20 Prozent auf EU-Waren, der im Rahmen eines Handelsabkommens spĂ€ter auf 15 Prozent gesenkt wurde. Doch wie belastbar dieser Deal ist und wie einzelne GĂŒter wie Stahl kĂŒnftig behandelt werden, bleibt dem Bericht zufolge offen.

Bemerkenswert ist, was Lagarde nicht ausfĂŒhrte: Die zweite SĂ€ule, die gĂŒnstige Energie, hat sich Europa in erheblichem Maße selbst weggesĂ€gt. Wer Kernkraft abschaltet, Industriestrompreise ins Rekordniveau treibt und gleichzeitig KlimaneutralitĂ€t ins Grundgesetz schreibt, muss sich ĂŒber schwindende WettbewerbsfĂ€higkeit nicht wundern.

Der Schutzschirm wird löchrig

Auch sicherheitspolitisch zieht es sich zusammen. Lagarde verwies auf geopolitische Spannungen, kritische AbhĂ€ngigkeiten und EngpĂ€sse, die plötzlich sichtbar wĂŒrden — und auf wachsende Bedrohungen direkt vor Europas HaustĂŒr. FrĂŒhere Lieferketten seien auf Effizienz getrimmt worden, nicht auf WiderstandsfĂ€higkeit.

Trump kritisiert die europĂ€ischen VerbĂŒndeten seit Jahren fĂŒr zu niedrige Verteidigungsausgaben; laut dem Bericht drohte seine Regierung sogar mit einem RĂŒckzug aus der Allianz. Zugleich hĂ€tten russische Flugzeuge europĂ€ischen Luftraum zunehmend verletzt, und der Krieg zwischen den USA und Iran belaste die Konjunktur.

„Unternehmen investieren weniger, wenn Kapital als weniger sicher gilt" — so umschrieb Lagarde laut Bericht die Folgen fĂŒr Produktion und Konsum.

Der KI-Vergleich, der wehtut

Besonders scharf fiel Lagardes Warnung zur Digitalisierung aus: Die erste digitale Revolution habe Europa weitgehend verpasst, die Gewinne seien ĂŒberproportional anderswo gelandet. Bei der KI dĂŒrfe sich das nicht wiederholen.

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich. Die 34 wertvollsten börsennotierten Tech-Konzerne Europas kommen zusammen auf rund 1,37 Billionen Euro Marktwert — die sieben US-Giganten der „Magnificent Seven" auf ĂŒber 23 Billionen Dollar. Ein VerhĂ€ltnis von etwa eins zu fĂŒnfzehn.

Als Ausweg nannte Lagarde unter anderem die „EU Inc.", eine optionale EU-weite Rechtsform, mit der Unternehmen sich einmal grĂŒnden und dann unter einheitlichen Regeln europaweit tĂ€tig sein könnten. EuropĂ€ische GrĂ¶ĂŸe mĂŒsse zu europĂ€ischer Skalierung werden.

Protektionismus? Auch in BrĂŒssel

Deutlicher wurde ein Handelsexperte: Marco Forgione vom Chartered Institute of Export and International Trade sagte im Fernsehen, der Binnenmarkt sei frei, der Handel nach Europa hinein aber „sehr weit davon entfernt" und stark protektionistisch. Ohne fundamentale politische und wirtschaftliche Änderungen komme Europa aus seiner jahrzehntelangen Stagnation nicht heraus.

FĂŒr viele BĂŒrger klingt das nach der bitteren Quittung fĂŒr eine Politik, die Regulierung mit Fortschritt verwechselt. Wenn selbst die oberste WĂ€hrungshĂŒterin das Ende eines Wohlstandsmodells konstatiert, ist die Frage nach werthaltigen, staatlich nicht beliebig vermehrbaren Vermögensbestandteilen — etwa physischem Gold und Silber als Beimischung — keine exotische mehr.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schĂŒtzen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier fĂŒr den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende EinwilligungserklĂ€rung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von GrĂŒnden mit Wirkung fĂŒr die Zukunft widerrufen. Die RechtmĂ€ĂŸigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberĂŒhrt.“