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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
18:02 Uhr

Machtdemonstration im Mittelmeer: Trump schickt das größte Kriegsschiff der Welt vor Israels Küste

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter dramatisch zu – und die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump lassen keinen Zweifel daran, dass sie bereit sind, ihre militärische Überlegenheit unmissverständlich zur Schau zu stellen. Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, das größte und modernste Kriegsschiff der Welt, hat nach Medienberichten die israelische Küste erreicht. Eine offizielle Bestätigung des US-Militärs stand zunächst noch aus – doch die Signalwirkung ist bereits jetzt gewaltig.

Ein schwimmendes Bollwerk als diplomatische Botschaft

Die Verlegung des Superträgers ist kein isoliertes Manöver. Sie ist Teil eines umfassenden militärischen Aufmarsches, der in seiner Dimension an die Tage vor dem Irakkrieg 2003 erinnert. Mehr als 300 US-Militärflugzeuge sollen derzeit im Nahen Osten stationiert sein. In der Nacht zum Donnerstag landeten zudem 20 amerikanische Tankflugzeuge in Israel, darunter vier Maschinen des Typs KC-46A Pegasus am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Parallel zur USS Gerald R. Ford operiere in der Region bereits ein weiterer Flugzeugträgerverband um die USS Abraham Lincoln. Und als wäre das nicht genug, seien auch hochmoderne F-22-Tarnkappenjäger auf israelischem Boden stationiert worden.

Man muss kein Militärstratege sein, um zu verstehen, was hier geschieht: Washington baut eine Drohkulisse auf, die dem Iran unmissverständlich klarmachen soll, dass die Zeit der diplomatischen Leisetreterei vorbei ist. Trump, der bereits in seiner ersten Amtszeit das unter Barack Obama ausgehandelte Atomabkommen (JCPOA) einseitig aufkündigte und harte Sanktionen gegen Teheran verhängte, fährt nun einen Kurs der maximalen Eskalationsbereitschaft.

Teheran zwischen Trotz und Verhandlungstisch

Die iranische Seite reagiert erwartungsgemäß mit einer Mischung aus Empörung und demonstrativer Gelassenheit. Außenminister Abbas Araghtschi rief die USA dazu auf, in den laufenden Atomverhandlungen auf „übertriebene Forderungen" zu verzichten. In einem Telefonat mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr Abdelatty habe Araghtschi betont, Erfolg erfordere „Ernsthaftigkeit und Realismus von der anderen Seite und das Vermeiden jeglicher Fehlkalkulation".

Doch was Washington unter „Realismus" versteht, dürfte in Teheran für blankes Entsetzen sorgen. Laut dem Wall Street Journal verlangen die US-Unterhändler nichts Geringeres als den vollständigen Abbau der drei wichtigsten iranischen Nuklearstandorte in Fordow, Natanz und Isfahan. Darüber hinaus solle der Iran sein gesamtes angereichertes Uran an die Vereinigten Staaten übergeben. Ein etwaiges Abkommen müsse unbefristet gelten – keine auslaufenden Beschränkungen, keine Hintertürchen. Für ein Regime, das seit Jahrzehnten auf seinem Recht zur Urananreicherung beharrt, sind diese Forderungen praktisch unannehmbar.

Dritte Gesprächsrunde in Genf – und ein Hauch von Hoffnung?

Immerhin: Am Donnerstag hatte Araghtschi in Genf an einer dritten Runde indirekter Atomgespräche mit den USA unter Vermittlung des Oman teilgenommen. Sowohl der Iran als auch der Oman sprachen anschließend von „Fortschritten". Weitere Gespräche auf Expertenebene sollten in Wien fortgesetzt werden. Ob diese zaghafte Diplomatie angesichts der massiven Militärpräsenz vor Israels Küste Bestand haben kann, bleibt allerdings mehr als fraglich.

Trumps Warnung vor iranischen Langstreckenraketen

In seiner Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress hatte Trump die Bedrohung durch den Iran in drastischen Worten beschrieben. Teheran arbeite an Raketen, die die Vereinigten Staaten erreichen könnten, so der Präsident. Der Iran wies diese Behauptung als „Lügen" zurück. Offiziell verfügen iranische Raketen über eine Reichweite von rund 2.000 Kilometern, der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses schätzt sie auf etwa 3.000 Kilometer – beides weit entfernt von einer interkontinentalen Bedrohung für das amerikanische Festland, aber durchaus ausreichend, um weite Teile des Nahen Ostens und Europas zu erreichen.

US-Außenminister Marco Rubio präzisierte die amerikanische Position: Teheran reichere „derzeit nicht an, aber sie versuchen den Punkt zu erreichen, an dem sie es können". Besonders problematisch sei die iranische Weigerung, über das eigene Raketenprogramm zu verhandeln. Teheran betont dagegen seit Jahren gebetsmühlenartig, seine Raketen dienten ausschließlich der Verteidigung.

Die Schatten des Juni-Krieges

Die aktuelle Eskalation ist nicht im luftleeren Raum entstanden. Erst im vergangenen Juni hatten Israel und der Iran einen zwölftägigen Krieg geführt, bei dem die USA an der Seite Israels eingriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardierten. Die Narben dieses Konflikts sind noch frisch, das gegenseitige Misstrauen tiefer denn je. Dass Trump nun erneut die geballte Militärmacht der US-Navy in Stellung bringt, lässt wenig Raum für Optimismus.

Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während sich die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschäftigt und die Bundeswehr nach wie vor in einem desolaten Zustand verharrt, demonstrieren die Vereinigten Staaten einmal mehr, was militärische Handlungsfähigkeit bedeutet. Die Frage, ob Deutschland im Ernstfall überhaupt in der Lage wäre, seine eigenen Interessen in einer solchen Krise zu schützen, beantwortet sich angesichts kaputter Fregatten und fehlender Munitionsbestände praktisch von selbst.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Diplomatie noch eine Chance hat – oder ob der Nahe Osten erneut in einen offenen Konflikt schlittert. Eines steht fest: Mit der USS Gerald R. Ford vor Israels Küste hat Trump ein Ausrufezeichen gesetzt, das in Teheran nicht zu überhören sein dürfte.

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