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KI-generiert

Machtwechsel im Kongress: Gold greift wieder nach 4.000 Dollar!

Machtwechsel im Kongress: Gold greift wieder nach 4.000 Dollar!
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Zwischenwahlen 2026 erschüttern Washington und die Märkte. Weil die Demokraten offenbar auf eine Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat zusteuern, hat Gold am Mittwoch um fast zwei Prozent zugelegt und testet die Marke von 4.000 Dollar je Feinunze. Präsident Donald Trump muss sich ab Januar wohl auf einen Kongress einstellen, der ihm deutlich mehr Gegenwind macht.

Lebenszeichen nach einem harten Herbst

Der Sprung kommt zur rechten Zeit. Seinen Rekord hatte Gold im Januar erreicht, danach folgte eine schmerzhafte Korrektur. Ende Oktober lag der Preis Berichten zufolge rund 27 Prozent unter dem Höchststand. Ausgerechnet am 30. Oktober, als die US-Börsen einen ihrer schwächsten Tage seit Langem erlebten, gab auch Gold nach.

Ist der sichere Hafen also gar nicht mehr sicher? Die Wahlnacht liefert eine erste Antwort. Und die Experten sind sich dabei alles andere als einig.

Weniger KI-Rausch, fallende Realzinsen

Christopher Vecchio, Leiter der Futures- und Devisenstrategie bei Tastylive, beschreibt ein klares Szenario. Ein demokratisch beherrschter Kongress könne die Tech-Branche ausbremsen, vor allem die milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren für künstliche Intelligenz, die das US-Wachstum zuletzt mitgetragen haben.

Wenn diese Bauwelle abflaue, könnten die Unternehmensinvestitionen nach seiner Einschätzung binnen drei bis sechs Monaten sinken. Dann müsse die Fed die Zinsen nicht erhöhen, und die Realzinsen dürften fallen. Das hilft Gold: Je niedriger die Realzinsen und je schwächer der Dollar, desto weniger kostet es Anleger, ein Metall ohne laufende Zinsen zu halten. Bis ins erste Quartal 2027 könne Gold davon profitieren, meint Vecchio. Er weist aber darauf hin, dass der neue Kongress erst im Januar antritt und der Konflikt mit dem Iran ungelöst bleibt.

Der Schuldenberg wählt nicht mit

Jen Bawden, Gründerin von Bawden Capital, blickt weiter nach vorn. Keine der beiden Parteien habe ein überzeugendes Rezept gegen die ausufernde US-Verschuldung. Steigende Zinslasten könnten die Notenbank am Ende zu lockerer Geldpolitik oder einer größeren Bilanz drängen.

„Für mich ist Gold eine Absicherung gegen das Risiko, dass die Politik auf wachsende Schulden mit billigem Geld reagiert und die Kaufkraft des Dollars mit der Zeit schwächt.“

Das kommt deutschen Sparern bekannt vor. Auch Berlin finanziert mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen auf Pump, obwohl Kanzler Merz solide Finanzen versprochen hatte.

Trump könnte nach außen aufdrehen

Chris Weston, Research-Chef bei Pepperstone, hält die Größe der demokratischen Mehrheit für entscheidend. Werde Trump im Inland blockiert, könne er außenpolitisch umso offensiver auftreten. Ein schwächerer Dollar, sinkende Realrenditen und der Wunsch nach Schutz vor einer unberechenbareren Regierung bilden laut Weston ein starkes Umfeld für Goldkäufer.

Die Stimme der Skeptiker

Michele Schneider, Chefstrategin bei MarketGauge, ist vorsichtiger. „Die Flucht in Gold ist gebrochen“, sagte sie. Schulden, Inflation und Krisen seien zwar nicht verschwunden, derzeit suchten Anleger Schutz aber eher in US-Staatsanleihen.

Ihre Marken sind klar: Erst wenn Gold die 4.000 Dollar zurückerobere, kehre der Schwung zurück. Unter rund 3.940 Dollar drohe dagegen ein Rutsch Richtung 3.500 Dollar, im Extremfall bis 2.500 Dollar. Einen Rettungsanker sieht Schneider selbst: Notenbanken, die dem US-Schuldenberg und dem Papiergeld misstrauen, kaufen weiter.

Fazit: Wer langfristig denkt, schaut auf die Schulden

Ob Demokraten oder Republikaner gewinnen, die Staaten auf beiden Seiten des Atlantiks verschulden sich weiter. Die Schwankungen der letzten Monate zeigen, wie nervös die Märkte sind. Auf lange Sicht spricht jedoch viel dafür, physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen zu halten. Sie sind ein Schutz gegen Politiker, die immer neues Geld drucken.

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Wir geben keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten oder Edelmetallen. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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