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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
12:50 Uhr

Mahle kämpft mit schrumpfenden Margen – Autozulieferer im Würgegriff der Krise

Mahle kämpft mit schrumpfenden Margen – Autozulieferer im Würgegriff der Krise

Während die deutsche Automobilindustrie von einer Hiobsbotschaft zur nächsten taumelt, versucht der Stuttgarter Autozulieferer Mahle tapfer, die Fassade aufrechtzuerhalten. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2025 liest sich wie ein Armutszeugnis für den einstigen Stolz der deutschen Industrielandschaft: Der Umsatz sank von 11,68 auf rund 11,26 Milliarden Euro, das Konzernergebnis schmolz um neun Prozent von 22 auf magere 20 Millionen Euro zusammen. Zwanzig Millionen Euro Gewinn bei über elf Milliarden Umsatz – das ist eine Rendite, für die man sich in besseren Zeiten geschämt hätte.

Schwarze Zahlen als Trostpflaster

Mahle-Chef Arnd Franz verkauft das Ergebnis dennoch als Erfolgsgeschichte. Der Konzern befinde sich „auf dem Weg zu profitablem Wachstum", ließ er verlauten. Man darf sich fragen, wie lange dieser Weg noch sein soll. Immerhin: Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem Mahle schwarze Zahlen schreibt – nach einer Serie von Verlustjahren, die den Konzern an den Rand des Abgrunds geführt hatten. Dass man nun 20 Millionen Euro Gewinn als Erfolg feiert, sagt mehr über den Zustand der Branche als jede Analystenprognose.

Die Strategie des Unternehmens ruht auf drei Säulen: Elektrifizierung, Thermomanagement und – man höre und staune – dem guten alten Verbrennungsmotor. Eine bemerkenswert pragmatische Herangehensweise in Zeiten, in denen die politische Klasse jahrelang den Verbrenner am liebsten auf den Schrottplatz der Geschichte verbannt hätte. Die Realität holt die ideologiegetriebene Verkehrswende eben doch ein.

China, Energiekosten und politisches Versagen

Die Liste der Belastungsfaktoren, die Mahle für das schwache Ergebnis anführt, liest sich wie ein Kompendium des wirtschaftspolitischen Versagens: geopolitische Unsicherheiten, explodierende Energiekosten, heftige Währungsschwankungen und ein mörderischer Wettbewerb mit China. Hinzu kamen erhebliche Rückstellungen für Restrukturierungen, die das ohnehin dünne Ergebnis zusätzlich belasteten.

Besonders der Verweis auf die Energiekosten sollte jedem aufmerksamen Beobachter zu denken geben. Deutschland hat sich durch eine verfehlte Energiepolitik – Stichwort überhasteter Atomausstieg und grüne Transformation um jeden Preis – selbst in eine Lage manövriert, in der energieintensive Industrien kaum noch wettbewerbsfähig produzieren können. Dass ausgerechnet chinesische Wettbewerber den deutschen Zulieferern das Wasser abgraben, ist die bittere Ironie einer Politik, die Klimaschutz über wirtschaftliche Vernunft gestellt hat.

Operatives Ergebnis als Lichtblick?

Einen Silberstreif am Horizont gibt es immerhin: Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg deutlich von 347 auf 442 Millionen Euro. Das zeigt, dass das Kerngeschäft durchaus funktioniert – wenn man die massiven Restrukturierungskosten herausrechnet. Doch genau diese Bereinigung ist natürlich eine Schönfärberei, denn die Umbaukosten sind real und belasten den Konzern erheblich.

Mahle steht exemplarisch für das Dilemma der gesamten deutschen Zuliefererindustrie. Während Konkurrent ZF im vergangenen Jahr sogar einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro vermeldete, wirken Mahles 20 Millionen Euro Gewinn fast schon wie ein Triumph. Doch täuschen sollte man sich nicht: Die deutsche Automobilindustrie, einst das Rückgrat unserer Volkswirtschaft, befindet sich in einer existenziellen Krise. Und solange die politischen Rahmenbedingungen – von überbordender Bürokratie über astronomische Energiepreise bis hin zu einer ideologisch aufgeladenen Regulierungswut – nicht grundlegend korrigiert werden, dürfte sich daran wenig ändern.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, den Industriestandort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Ob das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur dabei hilft oder nur die nächste Generation mit Schulden belastet, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Unternehmen wie Mahle brauchen keine Subventionen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und bezahlbare Energie.

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