
Melania-Dokumentation stürmt US-Kinocharts: Sieben Millionen Dollar am Startwochenende
Was für ein fulminanter Auftakt für die First Lady auf der großen Leinwand! Der Dokumentarfilm über Melania Trump hat bei seinem Kinostart in den Vereinigten Staaten sämtliche Erwartungen pulverisiert und sich direkt auf Platz drei der US-Kinocharts katapultiert. Mit geschätzten sieben Millionen Dollar – umgerechnet rund 5,9 Millionen Euro – am Startwochenende beweist die Produktion, dass das Interesse an der Frau des 47. US-Präsidenten ungebrochen ist.
Vom schleppenden Vorverkauf zum Kassenschlager
Dabei hatten die Vorzeichen zunächst gar nicht so rosig ausgesehen. Frühere Berichte deuteten auf einen eher zähen Ticketverkauf hin, weshalb Branchenbeobachter mit gedämpften Erwartungen in das Startwochenende gegangen waren. Umso bemerkenswerter erscheint nun das tatsächliche Ergebnis. David Gross, Analyst bei Franchise Entertainment Research, ordnete die Zahlen entsprechend ein: Für einen Dokumentarfilm sei dies "ein hervorragender Start".
Lediglich der Science-Fiction-Streifen "Iron Lung" auf Platz zwei und der Horrorfilm "Send Help" auf dem Spitzenplatz konnten "Melania" übertrumpfen. Dass eine Dokumentation in diesem Genre-Umfeld derart erfolgreich abschneidet, darf durchaus als kleine Sensation gewertet werden.
Intime Einblicke in die Tage vor der Amtseinführung
Der Film gewährt den Zuschauern einen exklusiven Blick auf die zwanzig Tage vor der zweiten Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 – und zwar aus der ganz persönlichen Perspektive seiner Ehefrau. Bei der feierlichen Premiere im renommierten John F. Kennedy Center zeigte sich der Präsident demonstrativ angetan von dem Werk über seine Gattin.
Amazons millionenschwere Investition wirft Fragen auf
Finanziert wurde die Produktion vom US-Technologieriesen Amazon, der Dutzende Millionen Dollar sowohl in die Herstellung als auch in die Vermarktung des Films investierte. Diese beträchtliche Summe blieb freilich nicht ohne Kontroverse. Kritiker warfen die Frage auf, ob sich der Konzern von Jeff Bezos mit diesem finanziellen Engagement möglicherweise die Gunst des Präsidenten erkaufen wollte.
Eine Debatte, die angesichts der politischen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik in den USA durchaus ihre Berechtigung hat. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass große Technologiekonzerne unter der Trump-Administration besonders genau beobachtet werden – und ein gutes Verhältnis zum Weißen Haus durchaus von Vorteil sein kann.
Ein Zeichen für traditionelle Werte?
Der Erfolg des Films lässt sich auch als Indikator für das anhaltende Interesse der amerikanischen Bevölkerung an der Institution der First Lady interpretieren. Melania Trump, die stets für ihre Eleganz und Zurückhaltung bekannt war, verkörpert für viele Amerikaner ein traditionelles Familienbild, das in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche offenbar nach wie vor großen Anklang findet. Dass ausgerechnet eine Dokumentation über sie solche Kassenerfolge feiert, spricht Bände über die Sehnsucht nach Beständigkeit und klassischen Werten in einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft.












