
Mercedes-Benz im freien Fall: Gewinn halbiert sich – und das ist erst der Anfang
Was einst als Inbegriff deutscher Ingenieurskunst und wirtschaftlicher Stärke galt, gleicht zunehmend einem Patienten auf der Intensivstation. Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz musste für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinneinbruch von 49 Prozent vermelden. Das Konzernergebnis schmolz von 10,4 Milliarden Euro auf magere 5,3 Milliarden Euro zusammen. Fast die Hälfte – einfach weg. Verdampft in einem toxischen Gemisch aus Zollpolitik, China-Krise und einem Wettbewerbsumfeld, das deutschen Premiumherstellern zunehmend die Luft zum Atmen nimmt.
China: Vom Goldesel zum Sorgenkind
Besonders dramatisch liest sich das Kapitel China. Ein Absatzrückgang von 19 Prozent auf dem einstmals wichtigsten Wachstumsmarkt der Welt – das ist kein Kratzer im Lack, das ist ein Totalschaden. Und dennoch bleibt das Reich der Mitte mit einem Anteil von fast einem Drittel am Gesamtabsatz der bedeutendste Einzelmarkt für die Schwaben. Eine gefährliche Abhängigkeit, die sich nun bitter rächt.
Die chinesischen Hersteller, allen voran BYD und andere Elektrofahrzeug-Produzenten, haben den deutschen Platzhirschen längst das Fürchten gelehrt. Während Mercedes noch über die „Transformation" philosophiert, bauen chinesische Konkurrenten in atemberaubendem Tempo technologisch hochwertige Fahrzeuge zu Preisen, bei denen einem in Stuttgart schwindelig werden dürfte. Der intensive Wettbewerb drückt die Margen, und die Zeiten, in denen deutsche Premiummarken in China quasi automatisch Rekordgewinne einfuhren, sind endgültig vorbei.
Trumps Zollkeule trifft auch den Stern
Als wäre die China-Misere nicht genug, schlagen nun auch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle voll durch. Die 20 Prozent auf EU-Importe treffen die exportabhängige deutsche Automobilindustrie ins Mark. Negative Wechselkurseffekte verschärfen die Lage zusätzlich. Der Umsatz ging konzernweit um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach sogar um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro ein.
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Mehr als die Hälfte des operativen Gewinns – pulverisiert. Und das trotz Kosteneinsparungen von über 3,5 Milliarden Euro allein in der Pkw-Sparte. Was wäre wohl ohne diese Sparmaßnahmen passiert? Die Antwort möchte man sich lieber nicht ausmalen.
Sparprogramm als Notbremse
Mercedes-Benz hat bereits vor einem Jahr die Reißleine gezogen und ein umfassendes Sparprogramm aufgelegt. Bis 2027 sollen die Produktionskosten um zehn Prozent sinken, die Materialkosten optimiert und die Fixkosten um weitere zehn Prozent reduziert werden. Ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte außerhalb der Produktion gehört ebenfalls zum Maßnahmenpaket. Im Klartext: Arbeitsplätze werden abgebaut. Stille, schleichende Deindustrialisierung – ein Phänomen, das Deutschland mittlerweile in erschreckend vielen Branchen beobachten muss.
Ein Symptom einer viel größeren Krise
Der Niedergang von Mercedes ist kein isoliertes Ereignis. Er ist Symptom einer tiefgreifenden Krise des Industriestandorts Deutschland. Jahrelang hat die Politik – insbesondere unter der desaströsen Ampelregierung – die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft systematisch verschlechtert. Überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten, eine ideologiegetriebene Klimapolitik und eine völlig verfehlte Industriestrategie haben dazu geführt, dass selbst Weltkonzerne wie Mercedes ins Straucheln geraten.
Mercedes-Chef Ola Källenius gibt sich dennoch betont optimistisch und verkündet, man sei „bereit für das Jahr 2026". Mit einem „klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio" wolle man die Transformation vorantreiben. Schöne Worte. Doch angesichts der Zahlen klingen sie wie das Pfeifen im Walde. Denn die strukturellen Probleme – die Zollpolitik, der chinesische Wettbewerb, die schwächelnde Binnennachfrage – werden sich nicht über Nacht in Luft auflösen.
Für Anleger, die ihr Vermögen in Zeiten wie diesen schützen wollen, drängt sich einmal mehr die Frage auf, ob Aktien von Unternehmen, die derart massiven geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sind, tatsächlich die richtige Wahl darstellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit und industriellen Umbruchs. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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