Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
18.12.2025
19:08 Uhr

Mercosur-Chaos: Lula streckt die Hand aus, während Brüssel in Tränengas versinkt

Was für ein Schauspiel in der europäischen Hauptstadt! Während Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva der zerstrittenen Europäischen Union großzügig mehr Bedenkzeit für das umstrittene Mercosur-Freihandelsabkommen anbietet, eskalieren die Bauernproteste im Brüsseler Europaviertel zu regelrechten Straßenschlachten. Tränengas, Wasserwerfer, brennende Barrikaden – die Bilder erinnern an Kriegsszenen, nicht an die vermeintliche Wiege der europäischen Demokratie.

Italien wird zum Zünglein an der Waage

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat Lula um einen Aufschub gebeten – „eine Woche, zehn Tage, maximal einen Monat". Der brasilianische Staatschef zeigte sich am Donnerstag in Brasilia überraschend kompromissbereit und kündigte an, diese Bitte an die anderen Mercosur-Staaten Argentinien, Paraguay und Uruguay weiterzuleiten. Damit könnte sich die ursprünglich für Samstag geplante Unterzeichnung auf das kommende Jahr verschieben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte das Abkommen eigentlich bei einem Gipfeltreffen in Brasilien unter Dach und Fach bringen wollen. Doch ohne die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten geht nichts – und im Rat zeichnet sich eine Sperrminorität ab. Italien lehnt das Abkommen zwar nicht grundsätzlich ab, fordert aber ausreichende Zusicherungen für die heimischen Landwirte.

Merz drängt, Macron blockiert

Bundeskanzler Friedrich Merz machte beim EU-Gipfel in Brüssel Druck für einen raschen Abschluss des Abkommens. Die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Automobilindustrie, erhofft sich von der geplanten Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern erhebliche Vorteile. Es wäre nach Angaben der EU-Kommission die größte Freihandelszone der Welt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hingegen bleibt bei seiner kategorischen Ablehnung.

„Dieses Abkommen kann nicht unterzeichnet werden"
, erklärte er unmissverständlich in Brüssel. Auch Polen und Österreich haben bereits angekündigt, wegen der Sorgen ihrer Landwirte und Bürger gegen eine Unterzeichnung zu stimmen.

Straßenschlachten im Herzen Europas

Die Wut der europäischen Bauern entlud sich derweil in beispielloser Weise. Tausende Landwirte blockierten mit ihren Traktoren die Straßen des Brüsseler Europaviertels, warfen mit Kartoffeln und Eiern. Als Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen, Pyrotechnik einsetzten und Brände legten, reagierte die Polizei mit aller Härte. Wasserwerfer und Tränengas kamen zum Einsatz, mindestens ein Mensch wurde verletzt.

Die Sicherheitslage war derart angespannt, dass das Europäische Parlament Mitarbeiter aus mehreren Gebäuden evakuieren musste. Auch deutsche Landwirte beteiligten sich an den Protesten. Ihre Befürchtung: Das Abkommen würde eine Flut günstiger Agrarimporte aus Südamerika nach Europa schwemmen und gleichzeitig Einschnitte bei den EU-Agrarsubventionen nach sich ziehen.

Die Angst vor dem Preisverfall

Insbesondere französische und italienische Bauern sehen ihre Existenz bedroht. Sie befürchten, unter enormen Preisdruck durch billige Agrarprodukte aus Brasilien, Argentinien und Co. zu geraten. Während die Industrie jubelt, bangen die Landwirte um ihre Zukunft. Es ist ein Konflikt, der die ti Zerrissenheit der Europäischen Union offenbart – zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der eigenen Bevölkerung.

Ob die notwendige Mehrheit für eine Unterzeichnung letztlich zustande kommt, bleibt ungewiss. Eines jedoch ist sicher: Die Bilder aus Brüssel werden so schnell nicht vergessen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen