
Messer-Attacke in Freiburg: Rentner (74) stirbt vor Gemeindezentrum

Ein 74 Jahre alter Mann ist in Freiburg nach einem Messerangriff gestorben. Die Tat ereignete sich am Dienstagabend gegen 21.20 Uhr vor einem kirchlichen Gemeindezentrum im Stadtteil Rieselfeld. Ein TatverdĂ€chtiger wurde noch am Tatort festgenommen â laut Polizei widerstandslos.
ZunĂ€chst hatten die Behörden von einer lebensgefĂ€hrlich verletzten Person gesprochen. Wenig spĂ€ter stand fest: Der Senior hat die Attacke nicht ĂŒberlebt. Es ist bereits der zweite Messerangriff in Freiburg binnen weniger Tage.
Polizei schweigt zum Motiv â religiöse BeweggrĂŒnde ausgeschlossen
Zu den HintergrĂŒnden hĂ€lt sich die Polizei bislang bedeckt. Ein Sprecher machte weder zum Motiv noch zur Person des Festgenommenen nĂ€here Angaben. Ausgeschlossen wurde nach Angaben der Ermittler lediglich ein religiöser Hintergrund der Tat.
Weitere Menschen habe der Angreifer nicht attackiert, hieĂ es. Ein Amoklauf oder Terrorakt scheint damit nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht im Raum zu stehen. FĂŒr den Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung.
Schon am Sonntag war in Freiburg ein 29-JĂ€hriger mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden â Berichten zufolge am Schlossbergring, die Staatsanwaltschaft geht dort von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Der TĂ€ter entkam unerkannt. Die Polizei prĂŒft nun, ob zwischen beiden FĂ€llen ein Zusammenhang besteht.
Zwei Angriffe in vier Tagen â und eine Stadt in Alarmstimmung
Rieselfeld gilt als ruhiges, familiengeprĂ€gtes Neubauviertel im Freiburger Westen. Ein Gemeindezentrum, ein Dienstagabend, ein 74-jĂ€hriger Mann: Es sind Orte und Situationen, die in Deutschland eigentlich fĂŒr NormalitĂ€t stehen sollten.
Genau darin liegt das Beunruhigende. Wer abends noch eine Kirchengemeinde verlĂ€sst, rechnet mit vielem â aber nicht mit einem Messer.
Die Statistik: 29.000 Messer-Taten in einem Jahr
Der Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters, das die amtlichen Zahlen seit Jahren dokumentieren. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik erfasste die Polizei in Deutschland im Jahr 2024 rund 29.000 Straftaten mit einem Messerangriff.
- Mehr als die HĂ€lfte dieser Taten entfiel auf den Bereich GewaltkriminalitĂ€t â rund 15.700 FĂ€lle.
- Bei gefĂ€hrlicher und schwerer Körperverletzung stieg der Anteil der Messerangriffe gegenĂŒber dem Vorjahr laut PKS um rund elf Prozent.
- Die GewaltkriminalitĂ€t insgesamt kletterte auf ĂŒber 217.000 registrierte FĂ€lle.
Aus Sicht unserer Redaktion sind das keine abstrakten Zahlen, sondern das Protokoll eines schleichenden Verlusts an Sicherheit im Alltag. Kritiker der Innen- und Migrationspolitik der vergangenen Jahre sehen darin die Quittung fĂŒr VersĂ€umnisse bei Grenzkontrollen, Abschiebungen und der personellen Ausstattung von Polizei und Justiz.
Waffenverbotszonen ersetzen keine funktionierende Justiz
Die politische Antwort bestand bislang vor allem aus Waffenverbotszonen und SchilderwĂ€ldern. Dass sich ein TĂ€ter, der zusticht, von einem Verbotsschild beeindrucken lĂ€sst, darf bezweifelt werden. FĂŒr viele BĂŒrger ist das Symbolpolitik â dort, wo konsequenter Strafvollzug und schnelle Verfahren nötig wĂ€ren.
Die Ermittlungen in Freiburg laufen. Ob der Festgenommene auch fĂŒr die Tat vom Sonntag verantwortlich sein könnte, ist offen. Klar ist nur: Ein 74-jĂ€hriger Mann kehrte am Dienstagabend nicht mehr nach Hause zurĂŒck.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar. FĂŒr den festgenommenen TatverdĂ€chtigen gilt bis zu einer rechtskrĂ€ftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
- Themen:
- #AFD
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik





















