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22.01.2026
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Milei rechnet in Davos mit dem Sozialismus ab und fordert Rückkehr zu westlichen Werten

Milei rechnet in Davos mit dem Sozialismus ab und fordert Rückkehr zu westlichen Werten

Während sich die selbsternannte Elite der Weltpolitik im schweizerischen Davos zum alljährlichen Stelldichein versammelt, sorgte der argentinische Präsident Javier Milei erneut für Aufsehen. Mit einer Rede, die man getrost als intellektuelle Ohrfeige für die versammelte Politprominenz bezeichnen darf, hielt der libertäre Staatschef den Anwesenden schonungslos den Spiegel vor. Seine Botschaft war unmissverständlich: Der Westen müsse zu seinen jüdisch-christlichen Wurzeln zurückkehren, wenn er überleben wolle.

„Machiavelli ist tot" – Eine Abrechnung mit der Machtpolitik

Mit den provokanten Worten „Machiavelli ist tot" eröffnete Milei seine rund dreißigminütige Ansprache auf dem Weltwirtschaftsforum. Was folgte, war eine fundamentale Kritik an jenem politischen Denken, das Herrschaft primär als Instrument des Machterhalts begreift. Der argentinische Präsident stellte diesem machiavellistischen Ansatz ein libertäres Weltbild gegenüber, in dem Privateigentum und freiwilliger Austausch die einzig wahrhaft effiziente gesellschaftliche Ordnung darstellen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Milei in Davos für Furore gesorgt, als er den „Wokeismus" als ein „Krebsgeschwür" bezeichnete, das bekämpft werden müsse. Auch diesmal scheute er keine deutlichen Worte. Die Verteidigung des kapitalistischen Systems müsse auf dessen ethischer und moralischer Tugend beruhen, erklärte er den versammelten Wirtschaftsführern und Politikern. Der Kapitalismus sei schlichtweg „das einzige gerechte Wirtschaftssystem".

Jeder Markteingriff als Verletzung des Eigentumsrechts

Was Milei in seiner Rede formulierte, dürfte manchem deutschen Politiker die Schamesröte ins Gesicht treiben – sofern diese Fähigkeit in Berlin überhaupt noch vorhanden ist. Jeder Eingriff in den Markt stelle eine Verletzung des Rechts auf Eigentum dar und sei damit per Definition ungerecht, so der argentinische Präsident. Eine Aussage, die angesichts der deutschen Regulierungswut, der ausufernden Bürokratie und der ideologisch motivierten Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre wie ein Weckruf klingen sollte.

Geschäftsleute, die Innovation und Wirtschaftswachstum vorantreiben, lobte Milei ausdrücklich. Ohne sie gäbe es keine Produktion, und der Lebensstandard wäre äußerst prekär. Eine Würdigung des Unternehmertums, die man von deutschen Regierungsvertretern vergeblich sucht, während hierzulande Betriebe unter Energiekosten, Steuerlast und bürokratischen Auflagen ächzen.

Sozialismus führt immer zu katastrophalen Folgen

Den Großteil seiner Rede nutzte Milei, um die Vorzüge des freien Marktes den verheerenden Auswirkungen sozialistischer Politik gegenüberzustellen. Der freie Marktkapitalismus sei das einzige System, das fair und effizient sei und das höchste Wirtschaftswachstum generiere. Sozialistische Politik hingegen verursache „wie immer die gleichen katastrophalen Folgen".

Diese Worte sollten insbesondere jenen zu denken geben, die in Deutschland noch immer glauben, mit staatlicher Lenkung, Umverteilung und planwirtschaftlichen Elementen ließe sich Wohlstand schaffen. Die Geschichte hat diese Annahme unzählige Male widerlegt – von der DDR bis Venezuela, von Kuba bis Nordkorea. Doch offenbar bedarf es eines argentinischen Präsidenten, um diese Wahrheiten auf einer internationalen Bühne auszusprechen.

Rückbesinnung auf die Fundamente des Westens

Besonders bemerkenswert war Mileis Appell an die kulturellen und geistigen Grundlagen der westlichen Zivilisation. Es sei unerlässlich, sich wieder von der griechischen Philosophie inspirieren zu lassen, das griechisch-römische Recht anzunehmen und zu den jüdisch-christlichen Werten zurückzukehren, die es ermöglichen würden, den Westen zu retten. Eine Forderung, die in einer Zeit, in der traditionelle Werte systematisch dekonstruiert werden und die eigene Kultur permanent in Frage gestellt wird, geradezu revolutionär anmutet.

Während in Deutschland Kirchenaustritte Rekordwerte erreichen, während christliche Feiertage zunehmend zu beliebigen Urlaubstagen degradiert werden und während eine aggressive Säkularisierung vorangetrieben wird, erinnert Milei daran, worauf unsere Zivilisation eigentlich gründet. Es sind eben jene Werte, die Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit erst ermöglicht haben.

Argentiniens Erfolge als Beweis

Milei konnte bei seiner Rede auch auf handfeste Erfolge verweisen. Seiner Regierung sei es gelungen, über 13.000 Strukturreformen durchzuführen und eine „substanzielle Transformation" Argentiniens einzuleiten. Nach Jahrzehnten habe das Land erstmals wieder einen Haushaltsüberschuss erzielt, und die Inflation sei drastisch gesunken. Tatsächlich liegt die argentinische Inflation mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit acht Jahren – ein bemerkenswerter Erfolg für ein Land, das lange unter galoppierender Geldentwertung litt.

„Make Argentina Great Again" – mit dieser Anspielung auf den berühmten Wahlspruch Donald Trumps unterstrich Milei die Parallelen zu den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten. Amerika werde ein „Leuchtfeuer" für den Westen, prophezeite er. Mit den Worten „Viva la Libertad Carajo" – es lebe die Freiheit, verdammt noch mal – beendete er seine Rede.

Ein Vorbild für Europa?

Die Frage, die sich nach Mileis Auftritt stellt, ist simpel: Warum gibt es in Europa, warum gibt es in Deutschland keine Politiker, die mit ähnlicher Klarheit und Überzeugung für Freiheit, Marktwirtschaft und traditionelle Werte eintreten? Stattdessen erleben wir eine politische Klasse, die sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert, die Wirtschaft mit immer neuen Auflagen belastet und die eigene kulturelle Identität permanent relativiert.

Mileis Erfolg in Argentinien zeigt, dass ein radikaler Kurswechsel möglich ist – wenn der politische Wille vorhanden ist. Sein Beispiel sollte all jenen Mut machen, die auch in Deutschland eine Rückkehr zu wirtschaftlicher Vernunft und traditionellen Werten fordern. Denn eines hat der argentinische Präsident in Davos eindrucksvoll bewiesen: Man kann auch gegen den Mainstream erfolgreich sein, wenn man für die richtigen Prinzipien einsteht.

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