
Milliarden-Debakel im All: BND-Satellit „Georg" wird zum Symbol deutscher Unfähigkeit

Was als ambitioniertes Projekt zur Stärkung der nationalen Sicherheit begann, entwickelt sich zunehmend zu einer peinlichen Chronik des Scheiterns. Der Aufklärungssatellit „Georg" des Bundesnachrichtendienstes sollte Deutschland endlich unabhängig machen von ausländischen Datenlieferanten – doch stattdessen offenbart das Vorhaben einmal mehr die erschreckende Unfähigkeit deutscher Behörden, komplexe Projekte termingerecht umzusetzen.
Die Wurzeln eines nationalen Versagens
Die Geschichte beginnt im Jahr 2014, als Russland die Krim annektierte und das Kanzleramt dringend aktuelle Satellitenbilder aus der Ostukraine benötigte. Der BND musste damals demütigend bei externen Anbietern betteln, die tagelang nicht lieferten. Ein eigener Satellit sollte diese beschämende Abhängigkeit beenden. Doch mehr als ein Jahrzehnt später wartet Deutschland noch immer auf seinen Späher im All.
Die Zeitpläne zerbröseln wie morsches Holz. Ursprünglich war der Erststart für 2022 vorgesehen, dann rutschte er auf 2024, anschließend auf 2025. Nun heißt es nur noch vage „im Laufe von 2026" – konkrete Daten? Fehlanzeige. Die Bundesregierung versteckt sich hinter dem Schleier der Geheimhaltung, während die Steuerzahler weiter zur Kasse gebeten werden.
Technisches Versagen beim gleichen Hersteller
Besonders alarmierend sind die Erfahrungen der Bundeswehr mit dem Hersteller OHB. Im Jahr 2023 schickte die Truppe eigene Aufklärungssatelliten ins All – und erlebte ein Fiasko. Zwei von drei Einheiten blieben zunächst funktionslos, weil die Antennen schlicht nicht ausfuhren. Die Mission stand auf Messers Schneide.
Der Hersteller konnte die Lage zwar durch riskante Manöver retten, doch diese Noteingriffe fraßen enormen Treibstoff und verkürzten die Lebensdauer der teuren Geräte drastisch.
Genau dieses Szenario will das Kanzleramt beim Georg-Projekt vermeiden. Ein weiterer Satellit, der als teurer Weltraumschrott endet, wäre politisch verheerend. Doch die Frage drängt sich auf: Warum setzt man weiterhin auf einen Hersteller, der bereits spektakulär versagt hat?
Abhängigkeit statt Souveränität
Während Georg am Boden festsitzt, behilft sich der BND mit Übergangslösungen. Der Auslandsgeheimdienst nutzt Daten der Bundeswehr, Material von Partnerdiensten und kauft bei kommerziellen Anbietern ein. Diese Praxis mag kurzfristig funktionieren, doch sie untergräbt genau jene Unabhängigkeit, die das Projekt eigentlich schaffen sollte.
Bei der Spionage zählt Tempo. Lagebilder werden oft binnen Stunden gebraucht. Wer dann auf Partner angewiesen ist, verliert die Kontrolle über Auflösung, Timing und Verfügbarkeit. Deutschland bleibt damit in sicherheitspolitischen Fragen ein Bittsteller – eine beschämende Position für die größte Volkswirtschaft Europas.
Europäische Schwäche zwingt zu amerikanischer Hilfe
Als wäre die Misere nicht groß genug, muss Deutschland womöglich ausgerechnet bei SpaceX anklopfen, um den Satelliten überhaupt ins All zu bringen. Europa kann derzeit nicht jede Nutzlast zuverlässig selbst transportieren – ein Armutszeugnis für den Kontinent, der einst mit der Ariane-Rakete Weltraumgeschichte schrieb.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz spricht zwar von Weltraumsicherheit und eigenen Netzen, doch die Realität sieht anders aus. Wer Souveränität im All ernst meint, muss nicht nur Sensoren bauen, sondern auch Trägersysteme stärken. Davon ist Deutschland meilenweit entfernt.
Das Kalkül des Kanzleramts
Im Kanzleramt dominiert offenbar ein Risiko-Kalkül: Lieber verzögert sich Georg weiter, als dass ein komplexer Orbiter nach wenigen Monaten ausfällt. Diese Vorsicht mag nachvollziehbar sein, doch sie verlängert die Abhängigkeit in der täglichen Aufklärung und kostet den Steuerzahler mit jedem Jahr mehr Geld.
Die Bilanz bleibt ambivalent: hohe Ausgaben, begrenzte Autonomie und ein Projekt, das politisch als Maßstab für moderne Weltraumsicherheit gilt – aber bisher nur als Mahnmal deutscher Ineffizienz taugt. Solange Georg nicht startet, bleibt Deutschland im All ein Zwerg, der von der Gnade anderer abhängt.
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