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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
11:34 Uhr

Milliarden-Investition abgewürgt: Groß-Gerau opfert Zukunft auf dem Altar grüner Selbstgefälligkeit

Es ist ein Vorgang, der symptomatisch für den Zustand dieses Landes steht: Eine südhessische Kleinstadt lehnt eine Investition von 2,5 Milliarden Euro ab – und die Grünen feiern das auch noch wie einen Sieg. „Bye bye, Rechenzentrum", jubelt der Ortsverband. Man möchte sich die Augen reiben.

Was geschah in Groß-Gerau?

Das Stadtparlament der Kreisstadt Groß-Gerau hat mit 18 zu 14 Stimmen den Bau eines gewaltigen Rechenzentrums des US-Unternehmens Vantage Data Centers gestoppt. SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke bildeten eine bemerkenswerte Ablehnungsfront. Lediglich CDU und Freie Wählergemeinschaft stimmten für das Projekt. Geplant waren fünf Gebäudekomplexe auf einem 14 Hektar großen Grundstück am Stadtrand, das der Investor bereits erworben hatte. Die Anlage hätte eine Leistung von 174 Megawatt erbracht und die digitale Infrastruktur der gesamten Rhein-Main-Region gestärkt.

Frankfurt gilt bekanntlich als einer der bedeutendsten Internetknoten der Welt. Die Nachfrage nach Rechenkapazitäten explodiert förmlich – getrieben durch Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und die fortschreitende Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche. Ein Standort in unmittelbarer Nähe hätte Groß-Gerau auf die Landkarte der digitalen Zukunft gesetzt. Doch daraus wird nun nichts.

Arbeitsplätze? Gewerbesteuer? Egal!

Besonders pikant ist die Begründung. SPD-Bürgermeister Jörg Rüddenklau habe Zweifel geäußert, dass das Rechenzentrum der Stadt nennenswerte Arbeitsplätze oder Gewerbesteuereinnahmen bescheren würde. Aus seiner Fraktion hieß es großspurig, man lasse sich die Stadt nicht an einen Großinvestor „verkaufen". Man habe sich nicht unter Druck setzen lassen.

Nicht unter Druck setzen lassen – das klingt nach Standhaftigkeit. In Wahrheit ist es die Kapitulation vor einer Mentalität, die jede wirtschaftliche Entwicklung reflexartig als Bedrohung begreift. Anwohner fürchteten eine „Beeinträchtigung des Stadtbilds". Die fünf Gebäudekomplexe hätten die Stadt mit ihren gut 20.000 Einwohnern angeblich „deutlich überragt". Man stelle sich vor: Ein Ort, der wirtschaftlich kaum von sich reden macht, lehnt Milliarden ab, weil ein paar Gebäude zu hoch sein könnten.

Die grüne Jubelarie

Die Grünen in Groß-Gerau überschlugen sich geradezu vor Begeisterung. Auf ihrer Internetseite feierten sie die Ablehnung als Befreiungsschlag von einem „überdimensionierten, städtebaulich wie ökologisch hochproblematischen Vorhaben". Gleichzeitig räumten sie ein, dass völlig offen bleibe, wie das bereits erworbene Gelände künftig „sozial verträglich und zukunftsfähig" entwickelt werden könne. Mit anderen Worten: Man hat keine Ahnung, was stattdessen kommen soll – aber Hauptsache, der böse US-Investor ist weg.

Deutschland im Standortwettbewerb: Abgehängt mit Ansage

Dieser Fall offenbart ein tiefgreifendes Problem der deutschen Wirtschaftspolitik. Während andere Nationen um jeden Großinvestor buhlen, während die USA, Singapur und die Golfstaaten milliardenschwere Rechenzentren im Rekordtempo aus dem Boden stampfen, leistet sich eine hessische Kleinstadt den Luxus, 2,5 Milliarden Euro vor die Tür zu setzen. In einem Land, das händeringend nach Wirtschaftswachstum sucht. In einem Land, dessen Industrie unter explodierenden Energiekosten ächzt und dessen Wettbewerbsfähigkeit seit Jahren erodiert.

Die digitale Infrastruktur ist das Rückgrat der modernen Wirtschaft. Ohne Rechenzentren keine Künstliche Intelligenz, kein autonomes Fahren, keine digitale Verwaltung – nichts von dem, was Politiker in Sonntagsreden so gerne beschwören. Doch wenn es konkret wird, wenn tatsächlich gebaut werden soll, dann siegt der Nimby-Reflex: Not In My Backyard. Nicht bei uns. Nicht hier. Nicht so.

Kein Einzelfall – Maintal könnte folgen

Und als wäre das nicht genug, zeichnet sich im nahen Maintal bereits der nächste Konflikt ab. Dort plant das US-Unternehmen Edgeconnex ein Rechenzentrum mit 170 Megawatt Leistung – und auch hier formiert sich bereits politischer Widerstand. Das Muster ist erkennbar, die Spirale dreht sich weiter. Investor um Investor wird vergrault, Milliarde um Milliarde wandert in Länder, die solche Projekte mit offenen Armen empfangen.

Man darf gespannt sein, wie lange sich Deutschland diese Verweigerungshaltung noch leisten kann. Die Antwort dürfte lauten: nicht mehr lange. Denn während hierzulande gejubelt wird, wenn Großprojekte scheitern, baut der Rest der Welt die Zukunft. Ohne uns.

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