
Musk provoziert Börsenrally: Milliardär droht mit Ryanair-Übernahme nach Streit mit Airline-Chef

Was als technische Debatte über Satelliteninternet begann, eskalierte binnen weniger Tage zu einem öffentlichen Schlagabtausch der besonderen Art. Elon Musk, der reichste Mann der Welt, und Ryanair-Chef Michael O'Leary lieferten sich auf der Plattform X und in irischen Medien einen verbalen Schwertkampf, der nun sogar die Finanzmärkte in Bewegung versetzt hat. Die Ryanair-Aktie schoss zeitweise um mehr als fünf Prozent nach oben – ausgelöst durch eine simple Umfrage des Tech-Milliardärs.
Vom Sachstreit zur persönlichen Fehde
Der Auslöser des Konflikts war zunächst durchaus sachlicher Natur. O'Leary hatte öffentlich erklärt, dass Musks Satelliteninternet Starlink für die Ryanair-Flotte ungeeignet sei. Die erforderlichen Antennen seien schlicht zu schwer für die überwiegend kurzen Flugstrecken der Billigairline, erhöhten den Luftwiderstand und trieben die Treibstoffkosten in die Höhe. Von bis zu 250 Millionen Dollar jährlichen Mehrkosten war die Rede – eine Summe, die für eine Airline, deren Geschäftsmodell auf radikaler Kosteneffizienz basiert, schlichtweg inakzeptabel wäre.
Musk, der Kritik an seinen Unternehmen bekanntlich selten unkommentiert lässt, widersprach prompt und bezeichnete den irischen Airline-Chef als „falsch informiert". Mehr noch: Er warnte Ryanair davor, Passagiere an Konkurrenten wie die Lufthansa zu verlieren, die bereits auf Starlink setzten. Ein klassischer Musk-Move – erst die Korrektur, dann die unterschwellige Drohung.
„Ein Idiot – sehr wohlhabend, aber trotzdem ein Idiot"
Doch O'Leary, selbst nicht gerade für diplomatische Zurückhaltung bekannt, ließ sich nicht einschüchtern. Im irischen Radiosender Newstalk holte er zum verbalen Gegenschlag aus: „Ich würde Elon Musk überhaupt keine Aufmerksamkeit schenken. Er ist ein Idiot – sehr wohlhabend, aber er ist trotzdem ein Idiot." Eine Aussage, die in ihrer Direktheit selbst für den streitbaren Iren bemerkenswert war.
Die Antwort aus dem Musk-Lager ließ nicht lange auf sich warten. Der Tesla- und SpaceX-Gründer konterte auf X mit der Bezeichnung „Vollidiot" und forderte, O'Leary solle „seinen Job verlieren". Als krönenden Abschluss kündigte Musk an, nach einer etwaigen Übernahme von Ryanair den CEO-Posten mit jemandem zu besetzen, der tatsächlich Ryan heißt. Eine Provokation, die in ihrer kindischen Brillanz durchaus typisch für den Milliardär ist.
Die Börse reagiert auf eine Twitter-Umfrage
Was folgte, war ein Lehrstück darüber, wie ein einzelner Mann mit einem simplen Social-Media-Post Milliardenwerte bewegen kann. Musk startete auf X eine Umfrage unter seinen Followern: Soll er Ryanair kaufen? Innerhalb weniger Stunden beteiligten sich rund 250.000 Nutzer, von denen satte 79 Prozent für eine Übernahme stimmten.
Die Finanzmärkte nahmen die Drohung offenbar ernst – oder zumindest ernst genug. Die Ryanair-Aktie legte zeitweise um mehr als fünf Prozent zu. Der Grund für den Kurssprung ist simpel: Bei einer Übernahme müsste Musk einen erheblichen Aufschlag auf den aktuellen Aktienkurs zahlen, um die Anteilseigner zum Verkauf zu bewegen. Der Börsenwert von Europas größter Billigfluggesellschaft liegt derzeit bei rund 30 Milliarden Euro – für Musk, dessen Vermögen Forbes auf etwa 670 Milliarden Euro schätzt, theoretisch durchaus erschwinglich.
Mehr als nur ein PR-Gag?
Ob Musk tatsächlich ernsthaftes Interesse an einer Übernahme hat, bleibt fraglich. Der Milliardär ist bekannt dafür, mit provokanten Aussagen auf X für Aufsehen zu sorgen – man erinnere sich nur an seine berüchtigten Tesla-Tweets, die ihm bereits Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC einbrachten. Andererseits hat Musk in der Vergangenheit bewiesen, dass er durchaus bereit ist, Milliarden für Übernahmen auszugeben, die andere für verrückt hielten. Der Kauf von Twitter für 44 Milliarden Dollar im Jahr 2022 ist das prominenteste Beispiel.
Für die Aktionäre von Ryanair war die Fehde jedenfalls ein unverhoffter Geldsegen. Und für Beobachter ein weiterer Beweis dafür, wie fragil und irrational die modernen Finanzmärkte geworden sind – wenn ein einziger Tweet eines Milliardärs ausreicht, um Börsenwerte in Milliardenhöhe zu verschieben.
Ein Machtkampf der Egos
Letztlich offenbart dieser Schlagabtausch vor allem eines: Zwei Männer mit überdimensionierten Egos, die es nicht ertragen können, öffentlich kritisiert zu werden. O'Leary, der seine Airline mit eiserner Hand und rücksichtsloser Kostendisziplin zur größten Europas gemacht hat, trifft auf Musk, der mit seinem Vermögen praktisch jeden Gegner einfach aufkaufen könnte. Es ist ein Duell, bei dem es längst nicht mehr um Starlink-Antennen oder Treibstoffkosten geht, sondern um die Frage, wer das letzte Wort behält.
Die Antwort darauf könnte tatsächlich in einer Übernahme liegen. Denn wenn Musk eines hasst, dann ist es, einen Streit zu verlieren.
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