
Naher Osten in Flammen: Iranische Raketen zerfetzen US-Stützpunkte – während Deutschland weiter wegschaut

Der Nahe Osten steht in Brand, und diesmal ist es kein Flächenbrand am Rande der Wahrnehmung, sondern eine handfeste militärische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) verkündeten am Montag, ihre jüngsten Vergeltungsschläge gegen amerikanische Militäranlagen in Jordanien seien mit "Kooperation und präzisen Informationen" der jordanischen Bevölkerung durchgeführt worden. Eine Aussage, die aufhorchen lässt – nicht nur wegen ihres martialischen Tons, sondern wegen dem, was sie über die brüchige Stabilität der gesamten Region verrät.
Die Eskalationsspirale dreht sich immer schneller
Was sich derzeit im Nahen Osten abspielt, gleicht einem Pulverfass, an dem gleich mehrere Zündschnüre brennen. Nach eigenen Angaben zielte die IRGC auf den Stützpunkt Al-Azraq (Muwaffaq Salti) und will dort zwanzig Unterkünfte zerstört haben. Von "Dutzenden getöteten US-Soldaten" ist die Rede – Zahlen, die sich naturgemäß kaum unabhängig verifizieren lassen und daher mit gebotener Vorsicht zu behandeln sind.
"Ehrenwerte Menschen und Truppen Jordaniens, wir danken euch für eure aufrichtige Kooperation und präzisen Informationen", ließ die IRGC verlauten – eine Formulierung, die den Verdacht nahelegt, dass Washingtons Verbündete in der Region längst nicht mehr so verlässlich an der Seite Amerikas stehen, wie es die diplomatischen Sonntagsreden vermuten lassen.
Satellitenaufnahmen des Anbieters Soar Atlas sollen zusätzliche Schäden auf der Muwaffaq-Salti-Basis dokumentieren: beschädigte Flugzeughangars, ein größerer Einschlagkrater nahe der Truppenunterkünfte und mehrere zerstörte Schutzräume. Auch auf dem King-Faisal-Luftwaffenstützpunkt seien erhebliche Verwüstungen sichtbar. Nach IRGC-Darstellung wurden zudem am Flughafen Aqaba große C17-Transportmaschinen und P8-Aufklärungsflugzeuge mit ballistischen Raketen getroffen.
Neunte Nacht in Folge: Trumps Bombenkampagne
Der Hintergrund dieser Vergeltungswelle ist eine massive amerikanische Angriffskampagne. US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus einen kompromisslosen Kurs gegen Teheran eingeschlagen. Das US-Zentralkommando CENTCOM bestätigte, man führe "die neunte Nacht in Folge" Angriffe gegen den Iran durch. Getroffen worden seien mehrere Städte, darunter Tabriz, Chabahar, Konarak, Bandar Mahshahr und Bandar Imam Khomeini. Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte wurden gemeldet.
Die Iraner ihrerseits behaupten, die Straße von Hormus stehe "vollständig unter Kontrolle der iranischen Streitkräfte" – und wollen bereits zwei Tanker im Golf lahmgelegt haben. Man muss kein Militärstratege sein, um zu erahnen, welche Sprengkraft eine Blockade dieser Meerenge für die Weltwirtschaft hätte. Rund ein Fünftel des globalen Ölhandels passiert diese schmale Wasserstraße.
Und Deutschland? Verharrt in gewohnter Sprachlosigkeit
Während in Nahost die Raketen fliegen und die Ölmärkte nervös zucken, herrscht in Berlin die übliche betretene Stille. Man fragt sich unweigerlich: Hat die Große Koalition unter Kanzler Merz überhaupt eine kohärente Strategie für ein Szenario, das die europäische Energieversorgung binnen Tagen ins Chaos stürzen könnte? Deutschland, ohnehin ökonomisch ausgezehrt und energiepolitisch verwundbar wie kaum ein anderes Industrieland, wäre von einer Eskalation an der Straße von Hormus mit voller Wucht getroffen.
Es ist die bittere Ironie einer Politik, die jahrelang auf Wunschdenken statt auf Widerstandsfähigkeit gesetzt hat. Wer seine Energieversorgung dem Zufall überlässt und sich von geopolitischen Realitäten abwendet, der wird von eben diesen Realitäten irgendwann eingeholt.
Was Anleger aus dieser Krise lernen sollten
Geopolitische Verwerfungen dieser Größenordnung haben eine verlässliche Konsequenz: Sie treiben die Menschen in die Sicherheit. In Zeiten, in denen Papierwährungen von der Notenpresse abhängen und Aktienmärkte bei jeder Krisenmeldung ins Wanken geraten, beweisen physische Edelmetalle wieder einmal ihren jahrtausendealten Wert als Krisenwährung. Gold und Silber kennen keine Zündschnüre, keine geopolitischen Bündnisse und keine Notenbankpolitik – sie sind schlicht das, was sie seit Jahrtausenden waren: echter, greifbarer Wert.
Ein breit gestreutes Vermögensportfolio, das physisches Gold und Silber als Absicherung beimischt, kann in turbulenten Zeiten wie diesen ein stabilisierender Anker sein. Wer sich allein auf staatliche Versprechen und die Ruhe der Märkte verlässt, könnte in einer Welt, die täglich unberechenbarer wird, eine böse Überraschung erleben.
Hinweis: Die in diesem Beitrag dargestellten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Wir betreiben ausdrücklich keine Anlageberatung. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Die genannten militärischen Angaben stammen aus Konfliktparteien und lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

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