
Nahost-Inferno: USA und Israel bombardieren Iran – und ein Ende ist nicht in Sicht
Drei Wochen Krieg, explodierende Ölpreise, eine blockierte Meerenge und ein US-Verteidigungsminister, der lapidar erklärt: „Es kostet Geld, Bösewichte zu töten." Was sich wie das Drehbuch eines dystopischen Thrillers liest, ist bittere Realität im März 2026. Die amerikanisch-israelische Militäroffensive gegen den Iran hat sich zu einem Flächenbrand entwickelt, der nicht nur den Nahen Osten, sondern die gesamte Weltwirtschaft in Atem hält.
Raketensalven in der Nacht – Teheran schlägt zurück
Auch rund drei Wochen nach Beginn der massiven Luftangriffe auf iranisches Territorium zeigt sich das Regime in Teheran keineswegs so geschwächt, wie es die Rhetorik aus Washington und Jerusalem suggeriert. In der jüngsten Nacht feuerte die Islamische Republik erneut mehrere Raketensalven auf Israel ab. Doch damit nicht genug: Auch die Golfstaaten Kuwait, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain sahen sich iranischem Beschuss mit Raketen und Drohnen ausgesetzt – offenkundig als Vergeltung dafür, dass diese Länder US-Militärstützpunkte beherbergen.
In Bahrain geriet nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer habe unter Kontrolle gebracht werden können, Verletzte habe es keine gegeben. Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman rief den Iran eindringlich dazu auf, die Angriffe sofort einzustellen, damit die Region nicht in einen „gefährlichen Strudel" gezogen werde.
Netanjahu triumphiert – doch die Fakten sprechen eine andere Sprache
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab sich siegesgewiss. Der Iran sei „schwächer denn je", verkündete er. Das Land könne weder Uran anreichern noch ballistische Raketen herstellen. Die Angriffe würden dennoch fortgesetzt, „so lange dies notwendig ist". Unmittelbar nach der Abwehr der iranischen Raketen startete die israelische Luftwaffe eine neue Angriffswelle gegen das, was das Militär als „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" bezeichnete.
Doch wie passt diese Triumpherzählung zu der Tatsache, dass Teheran offensichtlich nach wie vor über erhebliche militärische Kapazitäten verfügt? Sardar Dschabari, Berater des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, erklärte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die Lager des Iran seien weiterhin voll mit Raketen und Drohnen. Farzin Nadimi, ein Experte für iranische Verteidigungssysteme am Washington Institute for Near East Policy, bestätigte gegenüber dem „Wall Street Journal", dass der Iran vermutlich noch über große Bestände an Minen und auf Lastwagen montierten Marschflugkörpern verfüge. Zudem habe das Land wohl Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Anlagen entlang der Küste und auf vorgelagerten Inseln.
Man erinnere sich: Auch Donald Trump hatte vor rund zwei Wochen großspurig behauptet, man habe „gewonnen" und es gebe im Iran „praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte". Die Realität der fortgesetzten iranischen Gegenangriffe straft diese Aussage Lügen.
Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft unter Beschuss
Das eigentliche Pulverfass dieses Konflikts liegt nicht in den Wüsten des iranischen Hochlandes, sondern in einer schmalen Wasserstraße: der Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließt ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases. Und genau diese Passage ist faktisch weiterhin gesperrt.
Die USA setzen nach Informationen des „Wall Street Journal" verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge ein, um iranische Kriegsschiffe zu beschießen. Apache-Kampfhubschrauber würden zudem iranische Drohnen abfangen. Dennoch dürfte es nach Einschätzung von US-Militärvertretern noch Wochen dauern, bis die iranischen Militäranlagen im Gebiet der Meerenge vollständig ausgeschaltet seien. Dschabari von den Revolutionsgarden konterte selbstbewusst: Die USA könnten die Straße von Hormus nicht beherrschen.
Die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Blockade sind bereits jetzt verheerend. Beamte in Saudi-Arabien gehen laut „Wall Street Journal" davon aus, dass die Ölpreise auf über 180 Dollar pro Barrel steigen könnten, sollten die kriegsbedingten Versorgungsengpässe bis Ende April andauern. Vor Beginn des Iran-Krieges lag der Preis noch bei rund 70 Dollar. Eine Verdreifachung des Ölpreises – man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erahnen, was das für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft bedeutet.
Eskalation am Gasfeld: Israel provoziert, Iran vergilt
Besonders brisant war der israelische Angriff auf das strategisch bedeutsame Gasfeld „South Pars", das gemeinsam vom Iran und Katar ausgebeutet wird. Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte unmissverständlich vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut iranische Infrastruktur ins Visier nehmen. Die Warnung kam nicht von ungefähr: Als direkte Vergeltung für den South-Pars-Angriff attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.
Pikant dabei: Laut Trump sei Israels Angriff auf das Gasfeld ohne sein Wissen erfolgt. US-Medienberichte legten allerdings nahe, dass der Präsident den Angriff sehr wohl gebilligt habe, um den Druck auf Teheran zur Freigabe der Straße von Hormus zu erhöhen. Ein durchsichtiges Spiel, das die gesamte Golfregion in einen Energiekrieg zu stürzen droht.
Europa fordert Deeskalation – und steht hilflos daneben
Deutschland und seine europäischen Verbündeten sowie Japan forderten den Iran in einer gemeinsamen Erklärung auf, die faktische Sperrung der Straße von Hormus zu beenden. Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die Meerenge durch Drohgebärden, Minenverlegung sowie Drohnen- und Raketenangriffe zu blockieren. Die Staats- und Regierungschefs der EU verständigten sich bei einem Gipfel in Brüssel zudem darauf, ein Aussetzen der Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur in der Region zu fordern. Sie riefen alle Parteien „zur Deeskalation und zu größtmöglicher Zurückhaltung" auf.
Man darf sich fragen, welchen Eindruck solche diplomatischen Appelle in Teheran, Jerusalem oder Washington hinterlassen. Vermutlich denselben wie ein Papierschirmchen im Orkan. Europa hat sich durch seine jahrelange energiepolitische Abhängigkeit und militärische Schwäche in eine Position manövriert, in der es bei geopolitischen Großkonflikten bestenfalls als Zuschauer fungiert. Die Quittung dafür kommt nun in Form explodierender Energiepreise – und die werden den deutschen Bürger mit voller Wucht treffen.
Kein Ende in Sicht – und die Kosten explodieren
Auf die Frage nach der voraussichtlichen Kriegsdauer antwortete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ausweichend: Man wolle „keinen festen Zeitrahmen festlegen", liege aber im Plan. Seine Rechtfertigung für einen Finanzierungsantrag zur Fortführung des Krieges geriet dabei zur unfreiwilligen Realsatire: „Es kostet Geld, Bösewichte zu töten." Ein Satz, der in seiner zynischen Schlichtheit die gesamte Tragik dieses Konflikts auf den Punkt bringt.
Für Deutschland und Europa bedeutet dieser Krieg vor allem eines: wirtschaftliche Verwundbarkeit. Ein Ölpreis von 180 Dollar pro Barrel würde die Inflation weiter anheizen, die Produktionskosten in die Höhe treiben und den ohnehin fragilen Aufschwung der deutschen Wirtschaft im Keim ersticken. Und das in einer Zeit, in der die neue Große Koalition unter Friedrich Merz gerade erst ein 500-Milliarden-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat, das künftige Generationen mit Schulden belastet. Die geopolitischen Risiken, die sich hier auftürmen, sind enorm – und sie mahnen einmal mehr, dass Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.
Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in der Geschichte immer wieder als verlässlicher Anker in Zeiten geopolitischer Krisen und galoppierender Inflation erwiesen. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.
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