
Netanjahu eskaliert nach Trump-Telefonat: Israel setzt Angriffe auf Iran und Libanon fort
Während die Welt den Atem anhält, dreht sich die Eskalationsspirale im Nahen Osten ungebremst weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündete am Montag die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen gegen Ziele im Iran und im Libanon – und das unmittelbar nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Was nach außen hin wie diplomatische Abstimmung zwischen Verbündeten aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, dessen Flammen längst weit über die Region hinausschlagen.
Trumps Optimismus trifft auf Netanjahus Entschlossenheit
In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Netanjahu, Trump sei überzeugt, dass sich die „enormen Erfolge" der israelischen und US-amerikanischen Streitkräfte nutzen ließen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen. Ein solches Abkommen werde die „wesentlichen Interessen" Israels wahren. Doch im selben Atemzug machte der israelische Premierminister unmissverständlich klar: Die Waffen schweigen nicht. Israel zerschlage das Raketen- und Atomprogramm des Iran und füge der Hisbollah-Miliz weiterhin schwere Verluste zu. Man werde die eigenen Interessen „unter allen Umständen" verteidigen.
Trump selbst hatte zuvor auf Truth Social von „sehr guten und produktiven" Gesprächen über eine „vollständige und totale Beilegung der Feindseligkeiten im Nahen Osten" gesprochen. Sein Sondergesandter Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner hätten demnach Gespräche mit einem hochrangigen iranischen Beamten geführt. Man habe „in fast allen Punkten Einigkeit erzielt", so der US-Präsident. Den Namen des iranischen Gesprächspartners nannte er nicht – nur, dass es sich um einen Mann handele, der aus seiner Sicht „am meisten respektiert wird und der Anführer ist".
Teheran dementiert vehement – und spricht von Marktmanipulation
Was folgte, war ein diplomatischer Paukenschlag der besonderen Art. Der Iran wies Trumps Darstellung in aller Schärfe zurück. Mohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments, erklärte auf X unmissverständlich: „Es fanden keine Verhandlungen mit den USA statt." Mehr noch – er warf Washington und Jerusalem vor, gezielt Falschinformationen zu streuen, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und „dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind".
„Es werden Fake News benutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind."
Ein bemerkenswerter Vorwurf, der nicht von der Hand zu weisen ist. Denn tatsächlich reagieren die globalen Rohstoff- und Energiemärkte hochsensibel auf jede Meldung aus der Region. Allein die Aussicht auf Verhandlungen kann den Ölpreis binnen Minuten um mehrere Dollar bewegen – mit weitreichenden Konsequenzen für die ohnehin angespannte Weltwirtschaft.
Pakistan als möglicher Vermittler?
Unterdessen verdichten sich Berichte, wonach Pakistan eine Vermittlerrolle zwischen dem Iran und den USA übernehmen könnte. Laut Reuters könnten sich US-Vizepräsident J.D. Vance sowie Witkoff und Kushner in den kommenden Tagen mit iranischen Regierungsvertretern in Islamabad treffen. Ob es tatsächlich zu einem solchen Treffen kommt, bleibt allerdings höchst ungewiss – zumal Teheran jegliche Gesprächsbereitschaft kategorisch bestreitet.
Europa als stummer Zuschauer einer gefährlichen Eskalation
Für Deutschland und Europa ist diese Entwicklung von enormer Tragweite. Die Energiepreise, die bereits durch den Ukraine-Krieg massiv gestiegen sind, könnten durch eine weitere Eskalation im Nahen Osten noch einmal dramatisch anziehen. Die ohnehin fragile wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik – belastet durch das 500-Milliarden-Sondervermögen und eine galoppierende Staatsverschuldung – würde durch einen Ölpreisschock zusätzlich unter Druck geraten. Und was tut die neue Große Koalition unter Friedrich Merz? Sie schaut zu. Wie so oft in der jüngeren deutschen Außenpolitik fehlt es an Gestaltungswillen und strategischer Weitsicht.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen geopolitische Verwerfungen abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Während Papierwährungen und Aktienmärkte bei jeder neuen Eskalationsmeldung ins Wanken geraten, behauptet das gelbe Metall seinen Wert – unabhängig davon, ob in Teheran, Washington oder Jerusalem verhandelt oder geschossen wird.
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